
![]() 13.09.2010 - Rotarier beteiligen sich an Weltwasserwoche Trinkwasser am Fuße des KilimandscharoDie Weltwasserwoche wird jedes Jahr vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiert. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und NGOs treffen sich, um gemeinsam globale Lösungsansätze im Wassersektor zu erarbeiten. Auch Rotarier sind sich der wachsenden Dringlichkeit der Wasserproblematik bewusst und haben seit 1978 mit fast 5.000 Grants in einem Gesamtumfang von 52,7 Mio. USD Hilfsprojekte in den Bereichen Wasserversorgung und Sanitärwesen unterstützt. Auch deutsche Rotarier unterstützen Wasserprojekte weltweit. So auch der RC Erlangen, der sich das Ziel gesetzt hat, die ca. 8.000 Einwohner von Singa Village in der Gemeinde Kibosho am Südhang des Kilimandscharos in Tansania mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Moderne Wasserversorgungsanlagen sollen dort nachhaltig von Spezialisten und Hilfskräften aus Tansania angelegt und betreut werden.Traditionell wird die Bevölkerung über Grabensysteme mit Flusswasser versorgt, das aus den tief liegenden Schluchten in langen hangparallel verlaufenden Gräben auf die Siedlungsflächen geleitet wird. In den offenen Kanälen wird auch Wäsche gewaschen, spielen Kinder und trinken Haustiere. Neben den Gräben stehen über offenen Gruben die mit Blattwerk verhüllten Toiletten. Traditionell begraben die Familien ihre Verstorbenen unmittelbar neben den Hütten und damit auch neben den Wassergräben. Hierdurch entsteht eine große Verunreinigung des Grabenwassers, was zu häufigem Auftreten der verschiedenen und oft tödlich verlaufenden Magen-Darm- Erkrankungen, sowie zu hoher Kindersterblichkeit führt (z.B. Ruhr, Salmonellen, Cholera, Typhus). Hier setzt der RC Erlangen mit seinen Partnern und mit Unterstützung des Distrikts 1880 an und führt ganz im Sinne von Rotary International ein großes nachhaltiges Wasserprojekt durch. Für das Projektvorhaben wird sauberes Wasser an zwei Stellen dem Msoo-Fluss entnommen und über ein ca. 15 km langes Rohrleitungssystem mit Speicher- und Pufferbehältern zu den Siedlungen transportiert. An 24 öffentlichen Zapfstellen kann sich die Bevölkerung gegen eine geringe Gebühr mit sauberem Trinkwasser versorgen. Nach der Fertigstellung des Singa-Wasserprojekts können neben dem Krankenhaus ca. 8.000 Menschen sowie mehrere große Schulen mit bis zu 700 Schülern mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Die Gesamtkosten für den ersten Abschnitt der Trinkwasserversorgung belaufen sich auf € 320.000.- und werden durch Spenden des RC Erlangen und des Distriktes 1880, durch Bundesmittel und durch Mittel des Aktionskreises Ostafrika, sowie durch beträchtliche Eigenleistungen einheimischer Arbeitskräfte aufgebracht. Partner dieses Projekts sind der Aktionskreis Ostafrika AKO in Traunstein, der „Tanzania Project Promotion Trust (TPP)" in Tansania, sowie das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Bis Ende März 2010 waren bereits ca. 5 Km der Rohrleitungen im schwierigsten Trassenbereich, alle drei Speicherbehälter, sowie 13 öffentliche Zapfstellen errichtet. Nähere Angaben finden Sie auf der Homepage des RC Erlangen und des Aktionskreises Ostafrika.
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So auch der RC Erlangen, der sich das Ziel gesetzt hat, die ca. 8.000 Einwohner von Singa Village in der Gemeinde Kibosho am Südhang des Kilimandscharos in Tansania mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Moderne Wasserversorgungsanlagen sollen dort nachhaltig von Spezialisten und Hilfskräften aus Tansania angelegt und betreut werden.


