Basierend auf der Zielsetzung von Rotary haben sich sogenannte Dienstzweige entwickelt, die die Basis aller Clubaktivitäten darstellen.
Internationaler Dienst
Wege zur Verständigung und zum Frieden unter den Völkern zu bahnen – dieses wichtige Anliegen Rotarys ist im Club dem Internationalen Dienst anvertraut. Wesentliche Aufgabenbereiche des Internationalen Dienstes, die oft die Zusammenarbeit mit anderen Diensten oder Beauftragten erfordern, sind:
- Weltgemeindienst (WCS)
- Jugendaustausch
- Clubpartnerschaften bzw. Kontaktverhältnisse
- Ländertreffen
- Werbung für die Teilnahme an Veranstaltungen von Rotary International
- Betreuung von Studiengruppen (GSE) und Stipendiaten der Rotary Foundation in Zusammenarbeit mit dem Foundation-Beauftragten
- Betreuung ausländischer Gastrotarier
- Familienbesuche (family exchange) und Studienreisen
- Vorträge und Foren zu Themen der Völkerverständigung und des gegenseitigen Verstehens, in Zusammenarbeit mit dem Vortragswart
Unter Weltgemeindienst (
World Community Service, WCS) versteht Rotary International die Unterstützung eines Hilfsprogramms im Ausland in Zusammenarbeit mit einem dortigen Club oder Distrikt. Ein solches Programm – meist in einem Land der Dritten Welt – kann von einem einzelnen Club oder von einem Distrikt auf eigene Initiative oder auf Anfrage aus dem Ausland durchgeführt werden. Zur Finanzierung eines Hilfsprogramms im Ausland können „besondere Zuwendungen“ (Matching Grants) der Rotary Foundation von Rotary International, gegebenenfalls auch öffentliche Mittel, in Anspruch genommen werden.
Der Jugendaustausch ist ebenfalls eine Aufgabe des Internationalen Dienstes. Der Austausch sorgfältig ausgewählter Jugendlicher ist ein besonders wertvoller Beitrag Rotarys zur Völkerverständigung. Im internationalen Jugendaustausch werden angeboten:
- Ferienlager,
- Sommeraustausch,
- Jahresaustausch,
- Gruppenreisen,
- Handicamps.
An diesen Angeboten können – im Unterschied zu Programmen der Rotary Foundation – auch Kinder von Rotariern teilnehmen. Für die Bearbeitung der verschiedenen Programme stellen die deutschen Distrikte jeweils eigene Jugendaustauschleiter für die verschiedenen Zielländer. Dazu kommt noch der direkt vereinbarte Austausch von Jugendlichen zwischen Partnerclubs, der außer der Förderung der beteiligten Jugendlichen auch noch dem Ziel der Club-Partnerschaft dient.
Club-Partnerschaften stellen einen wesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung dar. Jeder Club sollte ein oder mehrere Kontaktverhältnisse zu einem ausländischen Club haben. Nicht selten entstehen echte Freundschaften. Bei der Suche nach einem Partnerclub sollte auch auf entsprechende berufliche Strukturen geachtet werden. Eine besondere Aufgabe und Herausforderung stellen Partnerschaften mit neu oder wieder gegründeten Clubs in Mittel- und Osteuropa dar, für die Kontakte zu fest etablierten Clubs sehr wichtig sind. Aus solchen Kontakten entstehen oft Berufsdienst- oder Weltgemeindienstprojekte.