Die sechs Schwerpunktbereiche sind zentraler Bestandteil der neuen Zukunftsplanung der Rotary Foundation sowie des RI-Strategieplans.
Krankheitsprävention und -behandlung
Die Rotary Foundation verringert die Ursachen und Folgen von Krankheiten durch:
- Die Verbesserung der Möglichkeiten für örtliche Einsatzkräfte im Gesundheitsbereich
- Den Kampf gegen HIV/AIDS, Malaria und weitere schwere Krankheiten
- Die Förderung der medizinischen Infrastruktur lokaler Gemeinwesen
- Die Aufklärung und Mobilisierung von Gemeinwesen, um die Ausbreitung schwerer Krankheiten einzudämmen
- Die Unterstützung von Studien in den Bereichen Krankheitsprävention und -behandlung
Rotarier weltweit setzen sich für die Verbesserung der Kapazitäten von
lokalem Gesundheitspersonal und der medizinischen Infrastruktur ein. Sie
bilden aus, klären auf und mobilisieren die Bevölkerung im Kampf gegen
Krankheiten.
Infektionskrankheiten sind die führende Todesursache für in Armut
lebende Menschen. Fast alle der 14 bis 17 Millionen Kinder und
Erwachsenen, die jährlich daran sterben, leben in Entwicklungsländern.
Der afrikanische Kontinent südlich der Sahara trägt dabei 24% des
weltweiten Krankheitsaufkommens, verfügt zugleich aber nur über 3% des
weltweiten Gesundheitspersonals und lediglich 1% der weltweit dem
Gesundheitswesen zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen. Dort
leben lediglich 11% der Weltbevölkerung, doch 60% aller mit HIV/AIDS
infizierten Menschen. Im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV/AIDS unterstützt die Rotary Foundation Menschen, wie
Aadila Sabat, eine ehemalige Rotary Foundation Stipendiatin, die sich heute
aktiv für die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele
der Vereinten Nationen einsetzt. Diese sehen unter anderem einen kompletten Stopp von HIV-Neuinfektionen bis 2015 vor.
In Deutschland haben 1998 Ärzte aus deutschen Rotary Clubs die "
German Rotary Volunteer Doctors" (GRVD) gegründet, um
ärztliche Hilfe in medizinisch unterversorgten Regionen zu leisten. Der
Verein arbeitet in verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens mit
Schwerpunkten in Ghana und Nepal. Vereinzelt finden auch Einsätze in
anderen Ländern statt.
Das größte Projekt, das Rotary in seiner 105-jährigen Geschichte je
angepackt hat – der Kampf gegen die Kinderlähmung –, heißt
PolioPlus und
steht kurz vor dem Ziel: Seit 1988 gelang es mit Hilfe mächtiger
Partner wie der Weltgesundheitsorganisation, den größten Teil der Welt
durch massive Impfkampagnen von Polio zu befreien. Das Ziel ist so nah, doch es bedarf immer noch einer enormen
Anstrengung, um die Krankheit endgültig auch in den entferntesten
Winkeln der Erde zu besiegen. Wir haben die einmalige historische Chance
dazu. Denn, so lange auch nur ein Kind von dem Poliovirus weiter bedroht bleibt, ist kein Kind vor der grausamen Krankheit sicher.
Wussten Sie,...
- dass 1 Milliarde Menschen an nicht behandelten tropischen Krankheiten wie Dengue-Fieber und Lepra leiden?
- dass 100 Mio. Menschen durch Kosten für medizinische Behandlungen jedes Jahr in die Armut getrieben werden?
- dass 4,3 Mio. Ärzte, Schwestern, Hebammen und anderes medizinisches Personal werden weltweit benötigt werden?
- dass es in 57 Ländern weniger als 23 Gesundheitsbedienstete pro 10.000 Einwohner gibt?
- dass sich weltweit 1 von 6 Menschen keine Krankenversorgung leisten kann?
Gemeinsam können wir das ändern. Werden Sie aktiv.
Mit Rotary.