Die sechs Schwerpunktbereiche sind zentraler Bestandteil der neuen Zukunftsplanung der Rotary Foundation sowie des RI-Strategieplans.
Gesundheit von Mutter und Kind
Die Rotary Foundation verbessert das Leben von Müttern und Kindern durch:
- Die Minderung der Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren
- Die Minderung der Müttersterblichkeitsrate
- Die Verbesserung eines Zugangs zu grundlegender medizinischer Versorgung für Mütter und Kinder und medizinischem Fachpersonal
- Die Unterstützung von Studien in den Bereichen medizinische Versorgung von Müttern und Kindern
Weltweit sterben jährlich etwa 343.000 Mütter bei
oder kurz nach der Geburt ihres Kindes – davon 99% in
Entwicklungsländern. Ein rotarisches Pilotprojekt nahm sich dieser
Herausforderung an. Denn, die Mehrheit der Geburten, die für die Mütter
tödlich endet, könnte durch professionelle medizinische Hilfe verhindert
werden. Flächendeckende Aufklärung und eine gute Ausbildung von
Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegerinnen und -pflegern, vor allem aber
Hebammen, sollen helfen, können Probleme frühzeitig erkennen und
Komplikationen vermeiden.
Die Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit ist nicht nur erklärtes Millenniumsziel der UNO, sondern auch einer der sechs
Schwerpunktbereiche im Future Vision Plan der Rotary Foundation. 2005 initiierte die
Rotarian Action Group for Population Growth and Sustainable Development (RFPD)
das „Müttergesundheitsprojekt“ in Nordnigeria. Rotarier, Rotaracter und
Inner Wheelerinnen aus mehr als 200 Clubs in Deutschland, Österreich
und Nigeria unterstützten dieses fünfjährige Pilotprojekt und verhalfen
ihm so zu beeindruckendem Erfolg: der Senkung der Müttersterblichkeit um
mehr als 50%.
Eine hohe Anzahl nicht medizinisch überwachter Geburten (Hausgeburten),
früh geschlossene Ehen und damit auch sehr frühe Schwangerschaften,
fehlende Ausstattung in den Krankenhäusern, unzureichend ausgebildetes
Gesundheitspersonal und fehlende Schwangerenvor- und nachsorge sind nur
einige der vielfältigen Ursachen der hohen Müttersterblichkeit in
Nordnigeria. Das Müttergesundheitsprojekt trug diesen vielschichtigen
Ursachen mit einem umfassenden Ansatz Rechnung. Basis des Projekts war
eine Aufklärungs- und Bewusstseinskampagne, in der die Bevölkerung
mithilfe von Radioserien und Dialogveranstaltungen in den Gemeinden über
Risiken traditioneller Praktiken (z.B. weibliche Beschneidung),
verzögerter Geburten sowie über die Vorteile medizinischer
Schwangerenversorgung und der Familienplanung und gesunder Ernährung
informiert wurden.
Um die Versorgung der Schwangeren zu verbessern, wurden im Projektgebiet
zehn ländliche Krankenhäuser ausgewählt und dort ein System zur
Qualitätsverbesserung und -sicherung in der Geburtshilfe eingeführt. Die
Geburtenstationen dieser Krankenhäuser wurden mit den notwendigen
medizinischen Gerätschaften ausgerüstet. Ärzte, Krankenschwestern und
-pfleger sowie Hebammen wurden geschult und Geburtsverläufe
dokumentiert. Begleitende Maßnahmen, wie die Sicherstellung der Wasserversorgung in
den Krankenhäusern oder die Verteilung von Moskitonetzen durch Rotary
und seine Partner, ergänzten das Müttergesundheitsprojekt.
Von Anfang an wurden neben der Zielgruppe auch die Regierungen der
Staaten im Projektgebiet sowie traditionelle und religiöse Führer
eingebunden. Überzeugt von den Ergebnissen, sagten die Staatsregierungen
die Übernahme und Fortführung des Projekts zu und sicherten so dessen
Nachhaltigkeit.
Allgemeine Informationen zu diesem und den anderen UN-Millenniumszielen, finden Sie auf der deutschen
Kampagnenseite der UN-Millenniumsziele.
Wussten Sie, dass...
- 1 von 22 Frauen in Afrika während der Schwangerschaft oder Geburt stirbt - aber 80% der Todesfälle durch gesundheitliche Betreuung und qualifiziertes Personal verhindert werden könnten?
- 53 Millionen ungewollter Schwangerschaften durch Familienplanung verhindert werden könnten?
- 40% aller Frauen in Entwicklungsländern keine Verhütungsmittel benutzen?
- jährlich 9 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung, fehlender Gesundheitsfürsorge und mangelnder Hygiene sterben?
Gemeinsam können wir das ändern. Werden Sie aktiv.
Mit Rotary.