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Wagner-Szenen
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Mit Wieland Wagner begann nach dem Zweiten Weltkrieg die „Entrümpelung“ und Neuorientierung der Inszenierungen. Die Aufnahme zeigt eine Szene aus dem 1. Akt des „Parsifal“ von 1951.
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Auch im Jahr darauf setzte Wieland Wagner mit seinen Inszenierungen und Bühnenbildern neue Akzente. Im Bild das 2. Bild aus „Rheingold“.
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Mit sparsamem Gesten stilisierte und verknappte Wieland Wagner Kolossalwerke wie „Lohengrin“ (hier im Bild der 3. Akt aus der Inszenierung von 1958) oder auch „Rheingold“. Die Kostüme wurden hier von Kurt Palm entworfen.
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Mit dem „Fliegenden Holländer“ von 1959 (im Bild eine Aufnahme aus dem 1. Akt) sah der „Spiegel“ Wieland Wagners „als revolutionär empfundene Periode der Bayreuther Festspiele zu Ende gehen“. Musikalischer Leiter war Wolfgang Sawallisch.
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Auch 1961 setzte Wieland Wagner Akzente: In der Eröffnungsoper „Tannhäuser“ (im Bild eine Szene aus dem 1. Aufzug) wurde die Venus von der Schwarzen Grace Bumbry dargestellt.
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Nach dem frühen Tode Wieland Wagners begann in Bayreuth wieder einmal eine neue Ära. Zu den großen Inszenierungen jener Jahre gehört „Der Fliegende Holländer“ von August Everding (Bühnenbild: Josef Svoboda, Kostüme: Jörg Zimmermann) von 1970. Im Bild zu sehen ist der 3. Akt.
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Der von Patrice Chéreau ab 1976 inszenierte „Ring des Nibelungen“ (hier das 2. Bild aus dem „Rheingold“) ging als „Jahrhundert-Ring“ in die Geschichte Bayreuths ein (Musikalische Leitung: Pierre Boulez, Bühnenbild: Richard Peduzzi). Chéreau verlegte die vormittelalterliche Handlung in die Zeit der Vorindustrialisierung. Das Premierenpublikum war schockiert und protestierte lautstark. Als dann 1980 die letzten Aufführungen stattfanden, wurde die Inszenierung mit einem Applaus von 90 Minuten (!) verabschiedet!

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Zeitenwende: Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre inszenierte der Ost-Berliner Harry Kupfer den „Ring“ (im Bild der 3. Akt aus der Walküre von 1988). Das Bühnenbild entwarf Hans Schavernoch, die Kostüme Reinhard Heinrich. Die Musikalische Leitung lag in den Händen von Daniel Barenboim.
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Einen umstrittenen „Parsifal“ inszenierte 2006 Christoph Schlingensief (hier der 2. Aufzug mit John Wegner als Klingsor). Schliengensief warf die gesamte christliche Ikonografie über Bord und spielte mit dem Mythos Bayreuth, in dem er ihn gleichermaßen ehrte und in Frage stellte („Die Welt“). Die Musikalische Leitung hatte Adam Fischer, das Bühnenbild stammte von Daniel Angermayr und Thomas George, die Kostüme entwarf Tabea Braun.
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Ein doppeltes Debüt gab es in den „Meistersingern“ von 2007: Während Katharina Wagner erstmalig in Bayreuth inszenierte, brillierte Klaus Florian Vogt als Stolzing (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle, Bühnenbild: Tilo Steffens, Kostüme: Michaela Barth).
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Nach den Turbulenzen um den Skandal mit dem Hauptdarsteller Ewgenij Nikitin, der in den letzten Sekunden absprang, nachdem sein Hakenkreuz-Tattoo bekannt geworden war, wurde die Aufführung des „Fliegenden Holländers“ von 2012 mit Christian Thielemann am Pult und Samuel Youn als Holländer (s. Foto) doch noch ein Erfolg beim Publikum. Hier zu sehen sind Adrianne Pieczonka (Senta), Franz Josef Selig (Daland), Samuel Youn (Holländer).
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Mittlerweile Kult ist die „Lohengrin“-Inszenierung von Hans Neuenfels mit dem Heldentenor Klaus Florian Vogt in der Titelrolle und Annette Dasch als Elsa. 2013 geht sie ins vierte Aufführungsjahr. Nur wenige buhen noch gegen die radikale Ästhetik dieser Produktion („Zwischen allzu menschlichen Ratten und allzu rattigen Menschen“).