Im Siegerland lässt der Düsseldorfer Künstler Thomas Schönauer Metallscheiben pressen und bearbeitet sie später zu linsenförmigen Kunstwerken.
Zwei runde, in Form gepresste und ausgestanzte Metallplatten werden miteinander verschweißt und mit weiteren Einzelteilen verbunden.
An den Verbindungsstellen wird eine Kreisform herausgeflext. An dieser Stelle entsteht die Verbindung der meterhohen Scheiben mit der nächsten Linsenform.
Für den Künstler ist es wegen der Größe der Formen (bis zu 4,50 Meter) nicht so ganz einfach, sie zu bearbeiten.
Auch die Oberflächenbearbeitung spielt eine Rolle. Thomas Schönauer setzt verschiedene Polierungen und Schleiftechniken ein.
"Eine perfekte Einheit von Kunst und gestalteter Natur" nahmen Betrachter der Schönauerschen Kunstwerke wahr.
Die Anordnung der Linsenformen und ihre Verbindung spielt eine Rolle. Genauso aber die Positionierung der Kunstwerke im Park von Schloss Dyck.
Auch die Formen mit angerauhter, roher Oberfläche überzeugen. Die Stahlbauer, die bei der Produktion halfen, sprechen von ganz neuen Blickwinkeln auf ihr Material.
Matt und rauh oder glatt und glänzend? Die unterschiedliche Wirkung der Oberflächen verblüfft und lenkt die Aufmerksamkeit noch stärker auf das Material.
Liegend, stehend, schwebend — Thomas Schönauer kombiniert immer eine unerwartete Komponente zu seinen Werken.
Meterhoch ragen die Scheiben auf, sie wurden mit einem eigens modifizierten Schweißverfahren miteinander verbunden. Erst später erfolgt die Verbindung zur endgültigen Form, die maskuline Strenge und feminie Weichheit zugleich ausdrücken soll.
Wölbungsgrad, Durchmesser — für Thomas Schönauer beginnt das Kunstwerk bereits beim Entwurf auf dem Papier. Denn er muss sorgfältig planen, damit irgendwann die Metall-Linsen Parks und Plätze verschönern können.
Jedes einzelne Teil ist in seiner Ausformung, Größe und Beschaffenheit anders. Die Edelstahl-Stücke "vermitteln Bewegung, fast als tanzten sie", so eine Bewunderin.
Häufig wird ein Kran gebraucht, um die Schönauer-Werke auf- und auszustellen. Sie verbinden sich mit der Landschaft — Einklang von Ort und Objekt beeindrucken.