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RC Dreieich

15 Jahre Weihnachtskalender als Glücksbringer

RC Dreieich - 15 Jahre Weihnachtskalender als Glücksbringer
So sieht er aus: Der Dreieicher-Weihnachtskalender 2016 © Dreieicher Weihnachtskalender e.V.

Ein Benefizkalender mit vielen positiven Nebenwirkungen

Christian Kaiser14.11.2016

Es ist schon ein besonderer Kalender, der die Dreieicher Bevölkerung regelmäßig in der Vorweihnachtszeit ins Spielfieber verfallen lässt. Hinter den 24 Fenstern verbergen sich nämlich außer weihnachtlichen Motiven auch Glückszahlen mit 216 höchst attraktiven Preisen.

Aus diesem 2002 von den Rotary Clubs Offenbach-Dreieich und Dreieich-Isenburg ins Leben gerufenen Projekt ist inzwischen eine bedeutende gemeinnützige Aktion geworden, in die sich viele Bürger und Institutionen generationenübergreifend einbringen.

Mit der Gestaltung des Kalenders waren zunächst im Wechsel die drei örtlichen weiterführenden Schulen und - in den letzten sechs Jahren - die Grundschulen der insgesamt fünf Ortsteile von Dreieich befasst. Bewertung und Vorauswahl der vorgelegten Bilder erfolgen in einem mehrstufigen spannenden Verfahren. Die Entscheidung für den Siegerentwurf trifft eine Jury unter Leitung des Bürgermeisters.

Parallel werden - gemeinsam mit der jeweils beteiligten Schule – Förderprojekte ausgesucht und im „Dreieicher Wunschzettel“ zusammengestellt.

Preise helfen Förderprojekten

2016 stehen 24 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von ca. 50.000 Euro auf dieser Liste - darunter ein Chor für demente und nicht demente ältere Bürger, ein inklusives Fußballturnier und ein Elternkurs in arabischer Sprache „Starke Eltern-Starke Kinder“.

Mit Hilfe des Wunschzettels lassen sich Spender leichter überzeugen. So konnten für 20 Projekte „Projektpaten“ gefunden werden: Der Projektpate spendet 50 Prozent der Fördersumme „seines“ Projektes, mindestens jedoch 1.000 Euro.

Seit 2015 wird ein „Unternehmer mit Herz“ ausgewählt, der sich mit seinem Firmenlogo auf der Titelseite des Kalenders verewigen kann - diesmal der sozial besonders engagierte Dreieichenhainer Armin Gerhardt, Hauptinitiator und Förderer des dortigen Weihnachtsmarktes.

Schließlich werden auf der Rückseite des Kalenders die von Dreieicher Bürgern, Firmen und Vereinen gestifteten Preise aufgeführt. Der Kalender 2016 wird in einer Auflage von 3.000 Stück zu 10 Euro in inhabergeführten Dreieicher Geschäften verkauft.

Schüler zeichnen Engel für den Kalender

Bereits 2007 war das Projekt aus der Trägerschaft der Rotary Clubs in einen neu gegründeten Verein überführt worden. Vorsitzender des e.V. Dreieicher Weihnachtskalender ist der Hauptinitiator und Mann der ersten Stunde, der Rotarier Wolfgang Mühlschwein (RC Offenbach–Dreieich).

Auf der Kickoff-Veranstaltung 2016 in der Karl-Nahrgang-Schule, Dreieich-Götzenhain, stellte Wolfgang Mühlschwein den 16er Kalender vor, der dem Generalthema „Engel“ gewidmet ist. 200 Schüler hatten dazu ganz persönliche Entwürfe ihrer speziellen Götzenhainer Engel eingereicht und der Jury ob der „Artenvielfalt“ die Entscheidung richtig schwer gemacht.  

Am Ende des Abends ließ der Vorsitzende die letzten 15 Jahre Revue passieren: „Wir wollen bürgerschaftliches Engagement für Nächstenliebe und Toleranz in der Region Dreieich mit Respekt unterstützen. Wir wollen Gemeinschaft lebendig halten!“ – das waren die Leitsätze, unter denen er als Präsident des RC Offenbach-Dreieich zusammen mit seinen Clubfreunden damals angetreten war. Das sei in hohem Maße gelungen. Auch das finanzielle Ergebnis könne sich sehen lassen. So seien über den Weihnachtskalender insgesamt ca. 650.000 Euro für die Förderung sozialer Projekte akquiriert worden.

Nun nach 15 Jahren wird sich Wolfgang Mühlschwein aus dem „operativen Geschäft“ zurückziehen. Er hat zuvor das Feld gut bestellt: So hat er zusätzlich den Lions-Club Dreieich für das Projekt gewinnen können, so dass jetzt alle drei Serviceclubs, die „Dreieich“ in Ihrem Namen tragen, sich intensiv für die Fortsetzung der Initiative einsetzen werden.

Viele weitere Infos unter www.dreieicher-weihnachtskalender.de

Christian Kaiser

Christian Kaiser wurde 1942 in Hessen geboren, machte Abitur in Hanau. Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen und Bonn mit Promotion. Pächter der Hessischen Staatsdomäne Kinzigheimerhof bis 2004. Öbuv. Sachverständiger. Verheiratet, zwei Kinder. Seit 1981 im RC Hanau. Präsident 1999/2000, PHF+3. 2011 bis 2021 war er Distriktberichterstatter für D 1820.