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Entdecken, erfahren, lernen

by Georg Ganter | 
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Der RC Überlingen unterstützt Jugendarbeit der Pfahlbauten

Der neu eröffnete Entdecker-Parcours in den Pfahlbauten Unteruhldingen wurde mit 5.000 Euro aus Mitteln der Krystine-Sulger-Stiftung durch den Rotary Club Überlingen gefördert. Die Unterstützung ermöglicht ein neues museumspädagogisches Angebot, das insbesondere Kinder und Familien an die Geschichte der Stein- und Bronzezeit am Bodensee heranführt.

Auf dem Ufergelände ergänzen rund zwei Dutzend Informations- und Mitmachstationen den Rundgang durch Museum und Pfahlbauten. Kindgerechte Sprache, interaktive Elemente und moderne Vermittlungsmethoden machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Museumsdirektor Prof. Dr. Gunter Schöbel betont, dass die Förderung ganz im Sinne der Stifterin erfolge, der die Unterstützung junger Menschen stets ein wichtiges Anliegen gewesen sei.

Die Maßnahme reiht sich in weitere Bildungsprojekte ein, die der Rotary Club Überlingen in der Region unterstützt. Dazu zählen Förderungen an Schulen in Überlingen und Salem, Projekte zur Gewaltprävention, Hilfen beim Berufseinstieg sowie die Unterstützung psychologischer Beratungsangebote bei Schulkonflikten.

Mit dem neuen Parcours wird der Bildungsauftrag des Pfahlbaumuseums nachhaltig gestärkt. Ziel ist es, Geschichte nicht nur zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen. Besucherinnen und Besucher sollen mit allen Sinnen erfahren, wie Menschen vor rund 5.000 Jahren lebten.

Ausgangspunkt für die Entwicklung waren Besucherbefragungen, die den Wunsch nach mehr Möglichkeiten zum Mitmachen und Entdecken deutlich machten. Besonders Familien und Kinder stehen deshalb im Mittelpunkt des neuen Angebots. Spielerisches Lernen und eigenes Ausprobieren prägen die insgesamt 24 Stationen.

So können Gäste wie Archäologen Ausgrabungen durchführen und dabei wissenschaftliche Methoden kennenlernen. Ein Lehrpfad vermittelt Wissenswertes über die Nutzung des Waldes durch die Pfahlbauer, über Baumarten sowie deren Verwendung für Häuser, Boote, Werkzeuge oder Heilmittel. Ein Versuchsgarten zeigt die wichtigsten Nutzpflanzen der damaligen Zeit.

Weitere Stationen widmen sich Fischen, Jagd- und Haustieren, prähistorischer Musik sowie unterschiedlichen Sinneserfahrungen. Ein Barfußpfad lädt zum bewussten Wahrnehmen verschiedener Untergründe ein, während der Nachbau eines Pfahlhauses Einblicke in historische Bautechniken und Wärmedämmung vermittelt. Auch Werkzeuge können selbst ausprobiert werden.

Darüber hinaus werden Themen wie Handel, Rohstoffe und Mobilität anschaulich erklärt. Besucher erfahren, wie Kupfer, Zinn oder Bernstein transportiert wurden und können ausprobieren, wie sich Bohlenwege, Karren oder Schleifen auf unterschiedlichem Untergrund bewegen ließen.

Begleitende Texte, Schautafeln und digitale Angebote ermöglichen eine vertiefende Beschäftigung mit den Themen – auch mehrsprachig. Das Museum ist überzeugt: Geschichte wird am besten verstanden, wenn sie selbst entdeckt, erforscht und erlebt werden kann.

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