Distrikt 1820

Gemeinsam wirken – beim Hands-on und Netzwerken

by Claus Peter Müller von der Grün | 
 |  Reading-time: 2 Minutes

Johannes Strohm ist Distriktsprecher von Rotaract in 1820. Er beschreibt die Chancen in der Zusammenarbeit von Rotaract und Rotary.

Im Distrikt 1820 beobachtet Johannes Strohm immer mehr gemeinsame Projekte. "Rotary-Mitglieder stehen an der Seite von Rotaractern beim Weinverkauf, beim Packen von Geschenken oder bei Müllsammelaktionen. Besonders sichtbar wird die Zusammenarbeit beim jährlichen Kidscamp in Münchhausen. Ohne die tatkräftige Unterstützung beider Seiten – ob beim Kochen, Aufräumen oder Betreuen – wäre das Projekt in dieser Form kaum noch möglich", sagt der Distriktsprecher.

Solche Einsätze, urteilen Freundinnen und Freunde von Rotary und Rotaract, zeigten Wirkung. Denn beim Kartoffelschälen oder Fischstäbchenbraten verschwinden Unterschiede zwischen den Generationen. Aus gemeinsamer Arbeit entstehe Nähe, Vertrauen und ein Miteinander, das über das einzelne Projekt hinaustrage.

"Damit Zusammenarbeit gelingt", sagt Johannes Strohm, "braucht es ein Verständnis für die unterschiedlichen Strukturen." Rotary sei langfristig und stabil organisiert, während sich Rotaract durch die Studienabschlüsse seiner Mitglieder und deren häufige berufliche Wechsel stärker im Wandel befinde. Ansprechpartner wechselten regelmäßig, Wissen müsse immer wieder neu aufgebaut werden. Umso wichtiger seien auf Dauer angelegte Kommunikationswege wie feste Verteileradressen oder Ansprechpartner, die über Clubjahre hinaus bestehen.

Entscheidend: Rotaract-Beauftragte

Auch die Rolle der Rotaract-Beauftragten in den Rotary-Clubs sei entscheidend. Sie sollte aktiv gelebt, statt nur formal besetzt werden. Eine weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sei die Begegnung auf Augenhöhe. Rotaract sei seit "Elevate Rotaract" ein eigenständiger Teil der rotarischen Familie und keine Jugendorganisation. Governor Gisela Falk sieht Rotary in der Pflicht: "Nicht alle Clubs haben Beauftragte für Rotaract und Interact. Wie sollen denn junge Menschen auf unsere Organisation aufmerksam werden, wenn diese nicht sichtbar ist?"

Für die Zukunft wünscht sich Johannes Strohm mehr gemeinsame Projektteams: "Wenn Rotary und Rotaract Projekte nicht nur gemeinsam umsetzen, sondern auch zusammen planen, entstehen Verbindlichkeit und Kontinuität. Die Verbindung von Erfahrung und Netzwerk auf der einen, sowie Dynamik und Energie auf der anderen Seite schafft Synergien, die keine Seite allein erreichen könnte." Durch die Zusammenarbeit komme der nötige Wandel in Fahrt, "der eine Organisation schafft, die begeistert, authentisch ist, verbindet und in der Welt wirklich Relevanz zeigt – im Innern wie nach außen".

Zum Magazin

Die letzte Kurve? Die Zukunft des deutschen Autos
09 / 2026
Die Wunderfrauen – Wie Deutschland zurück in die Welt fand
08 / 2026
Ohh the Germans! 250 Jahre USA: Eine Beziehungsgeschichte
07 / 2026
Taiwan: Das andere China
06 / 2026
Die grosse Versuchung
05 / 2026
Fäden ziehen
04 / 2026
Im Namen des Volkes
03 / 2026
Die da oben
02 / 2026
Geduld
01 / 2026
Die Kraft des Singens
12 / 2025
Unter die Haut: Tattoos
11 / 2025
Die Rente ist sicher
10 / 2025
Als Gott auszog – Gedanken zur Umwidmung von Kirchen
09 / 2025
Österreich - Erinnerungen an die Zukunft
08 / 2025
Comeback des Sportvereins
07 / 2025
Man muss Menschen mögen
06 / 2025
Alles auf Anfang
05 / 2025
Cool Japan
04 / 2025
Mut zum Bruch: Deutschland nach der Wahl
03 / 2025
Gehasst oder geliebt?
02 / 2025
Wettrüsten im All: Wie Europa abghängt wird
01 / 2025