Großes Gschnas für mehr Inklusion Jugendlicher

Hollabrunn – Der Rotary Club Hollabrunn-Weinland in Niederösterreich engagiert sich seit Jahren finanziell und logistisch bei einer integrativen Faschingsfeier
Die kurze Ballsaison ist zu Ende, doch ein Ball, der unter Beteiligung des RC Hollabrunn-Weinland in Niederösterreich stattgefunden hat, war spezieller als alle anderen. Unter dem Titel „fun4all“ kamen Hunderte Gäste zu diesem integrativen Gschnas.
Es hat vor zehn Jahren klein begonnen und ist nun zu einem Fixpunkt im Ballkalender geworden. Zwei sozial höchst engagierte Lehrerinnen der Allgemeinen Sonderschule in Hollabrunn haben sich damals von einem Fernsehbericht inspirieren lassen und gedacht: „So etwas brauchen wir auch!“, ein Faschingsfest für behinderte und nicht behinderte Jugendliche. Die beiden Damen bauten ein großes Netzwerk auf. Viele Sponsoren konnten gewonnen werden. Alle Schulen in der Bezirkshauptstadt, die Schüler unterrichten, die älter als 15 Jahre sind, wurden ins Boot geholt, genau nach ihren Stärken: Ein Buffet wurde von der Landwirtschaftlichen Fachschule bereitgestellt, die Höhere Lehranstalt für Tourismus Retz bot eine alkoholfreie Cocktailbar an.
Überhaupt gibt es bei diesem Fest keinen Alkohol, denn behinderte Menschen müssen oft Medikamente nehmen, die sich nicht mit Alkohol vertragen.
Dank unter Tränen
Für die Dekoration, den Dienst an der Kasse und die Mithilfe beim Tischservice sorgten Schülerinnen und Schüler von vier Oberstufenschulen. Jugendliche des Medienzweigs der BHAK Hollabrunn fingen während der Veranstaltung Schnappschüsse ein. Die HTL Hollabrunn unterstützte die Tontechnik und brachte die Deko an den Wänden und auf der Bühne an. Eine Neuerung war, dass zwei HTL-Maturanten als ihre Diplomarbeit eine Reservierungsplattform entwickelt haben. Wer einen Tisch reservieren wollte, konnte das bequem online erledigen. Ein lokaler Musiker hat eine eigene Hymne komponiert, diese wurde am Anfang und am Ende des Gschnas gespielt.
Eine Mutter hat nach der Veranstaltung den Organisatorinnen mit Tränen in den Augen dafür gedankt, dass ihr Bub kommen konnte, „es gibt sonst nichts, wo diese Jugendlichen eingeladen und willkommen sind“, sagte sie. Präsident Gerhard Tschugguel vom RC Hollabrunn-Weinland berichtet: „Wir sind nicht nur Gebende, sondern empfangen auch. Es ist unglaublich, was von diesen Menschen zurückkommt.“
Der Termin für 2027 ist schon fixiert.
In Kürze: Sonnenenergie gespendet
Der RC Weiz in der Steiermark ist Teil einer Initiative, die überschüssige Sonnenenergie spendet. Gemeinsam mit mehreren lokalen Betrieben werden 5000 Kilowattstunden der sozialen Organisation „Christina lebt!“ zur Verfügung gestellt – genug, um zwei Haushalte ein ganzes Jahr mit Strom zu versorgen oder 40.000 Kilometer mit einem E-Kleinwagen zu fahren. Für die Menschen hinter „Christina lebt!“ bedeutet das mehr Mittel, um Familien in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. „Soziales Engagement ist tief in unseren Werten verankert“, freut sich Clubpräsidentin Gabriela Grabner.




















