Gemeinschaftsprojekt Hausaufgabenhilfe

Distrikt 1810: Bonn – Die zehn Bonner Rotary Clubs finanzieren seit acht Jahren Hausaufgabenhilfe im Stadtteil Neu-Tannenbusch. Über 150 Kinder und Jugendliche werden hier jährlich betreut
Raya stammt aus Afghanistan. Sie war ein Teenager, als sie vor fünf Jahren nach Bonn kam. Inzwischen hat sie Abitur gemacht und studiert. Einer ihrer Brüder besucht das Gymnasium. Beide machen ihren Weg – und die Hausaufgabenhilfe (HAH) im Bonner Stadtteil Neu-Tannenbusch hat sie dabei begleitet.
Dass es möglich war und ist, regelmäßig über 150 Kinder und Jugendliche am Nachmittag dabei zu unterstützen, gute schulische Leistungen zu bringen, ermöglichen seit acht Jahren die zehn Bonner Rotary Clubs. Initiator war der RC Bonn Süd-Bad Godesberg, der das Projekt bis heute federführend betreibt und sich auch darüber hinaus intensiv in dem Ortsteil engagiert, in dem die Arbeitslosenquote bei 30 Prozent liegt. In erster Linie geht es darum, den Schülern eine bessere Chance in der Schule und beim Start ins Leben zu geben. „Alle haben Träume, sie wollen ein gutes Leben und einen festen Job haben“, sagt Daniele Bender, die die HAH im Auftrag des Diakonischen Werks in Bonn koordiniert. „Dabei helfen wir ihnen.“
Auch das „Miteinander“ lernen
An den drei Standorten der HAH geht es lebhaft und zugleich konzentriert zu. Mädchen und Jungen kommen herein, haben Fragen, beugen die Köpfe über ihre Hefte. Angeleitet werden sie von qualifizierten Übungsleitern – Studierenden, angehenden und pensionierten Lehrern – sowie Freiwilligen. Ist die Schularbeit erledigt, bleiben viele der Kinder und Jugendlichen den ganzen Nachmittag über. „Hier lernen sie auch das Miteinander“, so Bender, denn ihre Schützlinge stammen aus vielen Nationen, vor allem aber aus Afghanistan und Syrien. Manche Kinder kommen schon ab der ersten Klasse, die meisten besuchen die Mittelstufe. „Wir haben sogar noch zu unserem ersten Schüler Kontakt.“ Die größte Belohnung für die Mitarbeiter und die Freiwilligen: Praktisch alle, die die HAH besuchen, werden versetzt.
300.000 Euro investiert
Die Bonner RCs bringen jährlich rund 30.000 Euro auf, seit Beginn des Projekts wurden mehr als 300.000 Euro investiert. Das Ziel ist eine Verstetigung dieses wertvollen Angebots. Denn: „Ohne Rotary würde das alles zusammenbrechen“, wie Daniela Bender es formuliert. Und freut sich dann, wenn sie Erfolgsgeschichten wie die von Raya erzählen kann.
Distrikt 1810 in Kürze: Neu! Glühwein-Stollen
Stollen mit Glühweinaroma, umhüllt von Schokolade: in dieser Form ein ziemlich einmaliges Angebot. Leckermäuler finden diese Neuheit in der Naschgasse auf dem Kölner Heinzelmarkt. Mit dem Kauf spendet man für die Kinderschutzambulanz an der Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln. Den Stand betreiben alle Kölner Rotary und Lions Clubs gemeinsam, auch die Ro-taracter und die Leos sind mit von der Partie. Bis zum 23. Dezember stehen auch die Premium-Classic-Stollen der Bäckerei Hardt zum Verkauf. Ansprechpartner ist Rüdiger Tiedemann vom E-Club Köln: ruediger.tiedemann@gmx.de




















