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Anne Jacobs auf rotarischer Weltreise

by Anne Jacobs | 
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Neun Länder, unzählige Begegnungen und immer wieder Rotary: Anne Jacobs reist durch Asien und Ozeanien und entdeckt, wie Rotarierinnen und Rotarier weltweit leben, denken und sich engagieren. In ihrem Blog nimmt sie uns mit auf ihre Reise

Anne Jacobs

(RC Berlin eGlobal) ist Expertin für Public Relations und Public Affairs. Seit 20 Jahren arbeitet sie an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Medien. Ehrenamtlich engagiert sie sich im DJV Berlin und bei Rotary.

Was bewegt Rotary Clubs in anderen Ländern? Vor welchen Herausforderungen stehen sie und wie blicken ihre Mitglieder auf Deutschland?

Auf ihrer Weltreise besucht Anne Jacobs Rotary Clubs in neun Ländern, von der Türkei über Thailand, Südkorea und Japan bis nach Australien, Neuseeland, Taiwan, China und Indien. Dabei geht es ihr nicht um klassische Sehenswürdigkeiten, sondern um die Menschen, die Rotary vor Ort gestalten, ihre Geschichten und ihr gesellschaftliches Engagement.

In ihrem Reisetagebuch berichtet sie regelmäßig von persönlichen Begegnungen, Gesprächen und überraschenden Perspektiven. Welche Gemeinsamkeiten verbinden Rotarierinnen und Rotarier weltweit? Was unterscheidet die Clubkultur in Istanbul, Seoul oder Sydney? Und was können wir voneinander lernen?

Begleiten Sie Anne Jacobs auf ihrer Reise durch die rotarische Welt.

Hier kommen Sie direkt zu den jeweiligen Stationen:

Istanbul | Bangkok | Seoul | Osaka | Tokio | Cairns

Cairns

Polio ist vermeidbar - aber nicht heilbar

Als Europäerin und Deutsche hatte ich lange nicht mehr an Polio gedacht. Für mich war es eine Krankheit aus den Geschichtsbüchern: besiegt, verschwunden, weit weg. Erst durch Rotary und die weltweite Kampagne „End Polio Now“ rückte sie wieder in mein Blickfeld. Nun in Cairns, Australien, bekam diese abstrakte Statistik plötzlich ein Gesicht. Ich traf Susanne Rea und ihren Mann Nauman Abbasi, ursprünglich aus Pakistan und heute Präsident des Rotary Clubs Cairns Sunrise, Distrikt 9560.

Susanne Rea ist langjährige Rotarierin, weltweit engagierte Polio-Aktivistin und selbst betroffen. Ihre Geschichte beginnt in den 1940er-Jahren in Birmingham, England. Mit vier Jahren erkrankte sie an Poliomyelitis; eines Morgens konnte sie nicht mehr aufstehen. Lange Krankenhausaufenthalte und Operationen folgten. Zu Rotary kam sie mit etwa 50 Jahren. Nach vielen Jahren im Dienst hatte sie sich eigentlich auf einen ruhigen Ruhestand gefreut. Stattdessen machte sie den Kampf gegen Polio zu ihrer Lebensaufgabe. 2014 gründete sie gemeinsam mit einem britischen Rotarier das Spendenformat „The World’s Greatest Meal to End Polio“, das seither mehr als sieben Millionen US-Dollar für die Ausrottung von Polio in über 90 Ländern gesammelt hat.

Sie spricht nicht nur über Polio. Sie hat damit gelebt, im eigenen Körper, ihr ganzes Leben lang. Das macht ihre Worte so unmittelbar und glaubwürdig, wie es keine Statistik vermag. „So wie Rotary international ist, ist es auch das Poliovirus“, sagt sie. „Es reist unsichtbar und wartet geduldig auf sein nächstes Opfer: das ungeimpfte Kind. In der heutigen Welt kann jeder es über Grenzen tragen und andere unwissentlich anstecken – aber nur, wenn er nicht geimpft ist.“

Schnell wurde klar, warum sie eine so gefragte Stimme ist ...

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    … Sie wurde ausgewählt, auf der Rotary International Convention in Seoul zu sprechen. Ihre Botschaft war unmissverständlich: Die Impfanstrengungen weltweit dürfen nicht nachlassen. „Impfen ist der Schlüssel, und Überwachung ist entscheidend für den Erfolg.“ Solange das Virus noch existiert, warnt sie, und verweist auf Nachweise im Abwasser selbst in Industrieländern, bleibe die Gefahr eines Wiederaufflammens real. Deshalb ist ihr der Welt-Polio-Tag am 24. Oktober so wichtig.

    Bemerkenswert war ihr Appell an Europa und besonders an Deutschland. Der europäische und deutsche Teil der Rotary-Welt, so ihre Überzeugung, könnte sich deutlich stärker engagieren. Während Clubs in Asien, etwa in Thailand oder Korea, mit großer Agilität und Innovationskraft handeln, bleibt unser Engagement oft zurückhaltend. „Rotarier in poliofreien Ländern müssen spenden, um Impfungen möglich zu machen“, sagt sie. Für mich als Deutsche war das ein ernüchternder Gedanke: Fast besiegt ist nicht dasselbe wie verschwunden.

    Susanne Rea denkt sehr praktisch. Unter dem Motto „Time, Talent, Treasure“ wirbt sie um erfahrene Berufstätige und Ruheständler für die Sache – Menschen, die Zeit, Fähigkeiten und Mittel einbringen können. Und sie setzt auf Beteiligung: Beim „World’s Greatest Meal“ fließen die Erlöse gemeinsamer Mahlzeiten in den Polio-Fonds, wo sie von der Gates Foundation vervielfacht werden. Für sie zählt nicht die große Summe, sondern das Mitmachen: Essen, Gemeinschaft und ein wenig Social Media, aus denen greifbare Hilfe entsteht. Mehr Informationen: www.wgmeal.org

    „Die letzte Anstrengung in jedem Krieg ist die schwerste“, sagt Rea. „Viele Schlachten gegen das Poliovirus werden in Ländern geschlagen, in denen Polio erst vor Kurzem noch aufgetreten ist.“ Rotarier stehen dabei an vorderster Front: Sie helfen aktiv, Kinder in Ländern wie Pakistan, Indien und Nigeria zu impfen, und gelten als anerkannte Vorreiter im Kampf gegen das Virus.

    Unser Gespräch fand bei einem privaten Abendessen statt, bei dem auch die konkrete Projektarbeit der Clubs zur Sprache kam – von Hilfsprojekten in Pakistan und Nepal bis zu lokalen Initiativen in der Region Cairns. Dieser Dreiklang aus persönlicher Erfahrung, globalem Netzwerk und praktischem Handeln hat mich tief beeindruckt. Er zeigt, worum es bei Rotary im besten Sinne geht: Menschen und ihre Geschichten über Kontinente hinweg zu verbinden und daraus Kraft für ein gemeinsames Ziel zu schöpfen.

    Rotary arbeitet seit mehr als 45 Jahren an der Ausrottung von Polio und hat die Zahl der Fälle weltweit um 99,9 Prozent gesenkt. Heute ist das Wildvirus nur noch in Afghanistan und Pakistan endemisch. Das Ziel ist in Reichweite, aber noch nicht erreicht. „Polio ist vermeidbar“, erinnert uns Susanne Rea, „aber nicht heilbar.“ Menschen wie sie zeigen, dass hinter jeder Zahl ein persönliches Schicksal steht und dass die letzte Meile die wichtigste ist.

    Ich bin dankbar für diese Begegnung. Susanne Rea hat mir gezeigt, dass Engagement kein Alter kennt und dass eine einzige Stimme, die aus echter Erfahrung spricht, mehr bewegen kann als tausend Appelle. End Polio Now: jetzt mehr denn je.

Osaka

Osaka ist keine Stadt. Osaka ist ein Zustand.

Land Nummer vier meiner Weltreise: Japan. Zum Ankommen gab es zwei Tage im beschaulichen Fukuoka, freundlich, aufgeräumt, entspannt. Ich dachte, jetzt kenne ich Japan. 

Dann kam Osaka.

Osaka ist keine Stadt, sondern ein Zustand. Das merkt man schon am Bahnhof. Wer in Umeda aussteigt, betritt keinen Bahnhof, sondern einen Ameisenhaufen mit eigenem Postleitzahlbereich. Nordausgang, Südausgang, Zentralausgang, Südwest-Ausgang, dazu drei Bahngesellschaften und unterirdische Einkaufsstraßen, die irgendwo enden, nur nicht da, wo man hinwollte. Ich habe Ausgänge gefunden, von denen ich nicht wusste, dass ich sie suche. Und Menschen, die seit Tagen den Westausgang suchen. Vermutlich. 

Das Verrückte: Die Stadt ist komplett überfüllt, aber es läuft. Niemand drängelt, niemand hupt, alle stehen ordentlich links auf der Rolltreppe. In Osaka übrigens rechts, Osaka macht eben alles ein bisschen anders. Das Leben pulsiert rund um die Uhr. Schlaf scheint hier eher eine Empfehlung zu sein. 

Bilderserie – sehen Sie mehr Eindrücke aus Osaka mit einem Klick auf die Pfeile links und rechts.

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Viel los, aber nicht sehr laut auf Osakas Straßen© Anne Jacobs
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Traditionelle Tempel findet man überall© Anne Jacobs
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Natur mitten in der Stadt: Sika-Hirsch auf der Mittelinsel einer vielbefahrenen Straße© Anne Jacobs
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Chūkondō (Zentrale Goldene Halle) des buddhistischen Tempels Kōfuku-ji in der Stadt Nara nahe Osaka© Anne Jacobs
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Besonders beeindruckend: die starke Farbigkeit religiöser Bauten© Anne Jacobs
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Viele Tempel sind auch nachts ein Highlight© Anne Jacobs

Und man bekommt so viel geboten. Neonreklame neben jahrhundertealten Schreinen, Hightech neben Holzhäusern, Popkultur neben Tradition. Vor allem aber Essen, Massen an Essen. Die Osaka-Philosophie heißt „Kuidaore“: essen, bis man umfällt. Ich habe das sehr ernst genommen. Takoyaki, Okonomiyaki, Spieße, Ramen, und dann noch was Süßes, weil der Stand so nett aussah. 

Das Beste: Osaka ist auch ein Sprungbrett. Mit dem Zug ist man im Handumdrehen in Kyoto mit seinen Tempeln und den endlosen roten Toren, oder in Nara, wo Rehe sich vor einem verbeugen und dafür Kekse kassieren. Beides habe ich gemacht. Beides hat mich überwältigt. 

Getroffen habe ich mich mit Yuiko Miyasato von Rotary. 

Eine Stimme, die nicht schweigt: Yuiko Miyasato aus Osaka

Manche Lebenswege verlaufen nicht geradlinig. Der von Yuiko Miyasato führte sie über die USA und mehr als zwanzig Jahre in Bangkok zurück nach Osaka. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters übernahm sie dessen Unternehmen und fand sich in Japan ohne Netzwerk wieder. Der Rat eines Kunden wurde zum Wendepunkt: „Warum treten Sie nicht Rotary bei?“ Achtundzwanzig Jahre später sagt sie, Rotary sei ihre Universität für Japan gewesen.

Im Gespräch wird schnell klar, was ihr Engagement antreibt. Sie ist dankbar und gibt sehr viel zurück. Mit ihrem Englisch und Thai baut sie Brücken, wo andere an Sprachbarrieren stoßen. Sie spricht offen an, was nicht stimmt, auch wenn das nicht immer willkommen ist. Mit dieser Haltung wurde sie 2022 - 23 die erste Frau, die in der mehr als 100-jährigen Geschichte ihres Distrikts das Amt der Governor innehatte. 

Ihre Botschaft für die Zukunft ist ebenso einfach wie mutig: Junge Menschen brauchen echte Verantwortung und Anerkennung, nicht nur Arbeit. Wo Rotary in zehn Jahren steht, hängt für sie davon ab, ob das gelingt.

Auch Deutschland hat einen festen Platz in ihrem Blick auf die Welt. Ordnung, Freundlichkeit und gutes Essen erinnern sie an ihre Heimat, und sie spricht von einer Bewunderung, die bis heute anhält. Wie Rotary die beiden Länder einander näherbringen könnte, hat sie bereits klar vor Augen.

Auch Tage nach unserem Gespräch bin ich noch immer begeistert und inspiriert von Yuiko Miyasato. Es ist einfach wunderbar, welche großartigen Menschen man durch Rotary kennenlernt. Danke, Yuiko, für deine Offenheit – und herzlichen Dank an Kyoko Nozaki vom Rotary Magazin für die Vermittlung!

Lesen Sie hier das Interview!

  • „Rotary war meine Universität für Japan“

    Yuiko Miyasato führt in Osaka ein Spezialreinigungsunternehmen und ist seit 28 Jahren Rotarierin. Als Governor war sie die erste Frau seit mehr als 100 Jahren an der Spitze ihres Distrikts. Ein Gespräch über Netzwerke, den Mut, den Mund aufzumachen, und darüber, wie Rotary für junge Menschen wieder attraktiv werden kann.   

    Wie sind Sie zu Rotary gekommen?  
    Nach dem Studium war ich drei Jahre in den USA, dann bin ich nach Bangkok gegangen. Mehr als 20 Jahre lang habe ich dort japanischen Unternehmen bei der Beschaffung von Produkten geholfen: Fabrikbesuche, Preisverhandlungen, Lieferungen. Eigentlich wollte ich gar nicht zurück. Dann starb plötzlich mein Vater, und niemand übernahm seine Firma. Ich musste nach Osaka zurückkehren und ganz von vorn anfangen.   

    Ohne Netzwerk?  
    Genau. Ich hatte nie in Japan gearbeitet und kaum enge Freunde hier. Ein Kunde sagte zu mir: Ohne Kontakte kann man hier keine Firma führen – warum treten Sie nicht Rotary bei? Das war das Zauberwort.   

    Hat es Ihrem Geschäft geholfen?  
    Nicht direkt. Aber ich habe so viele Menschen kennengelernt. Mit jedem Treffen und jedem Gespräch habe ich besser verstanden, wie Japaner denken und mit Dingen umgehen. Rotary war für mich wie eine Universität für Japan.   

    Hat Rotary Ihnen sonst noch etwas gegeben?  
    Ich habe viele Freunde gefunden – und einen Partner fürs Leben.   

    Und was haben Sie zurückgegeben?  
    In Japan sprechen nicht viele Menschen Englisch, und ich spreche außerdem Thai. Deshalb wurde ich oft um Hilfe gebeten – und das mache ich gern. Rotary hat mir so viel Erfahrung und Wissen geschenkt. Jetzt ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben. Und je mehr ich arbeite, desto mehr Vertrauen bekomme ich.   

    Wie ist es, sich als Frau in der japanischen Geschäftswelt und bei Rotary zu behaupten?  
    Immer noch sehr hart. In Japan wird von Frauen erwartet, dass sie zuhören und sich fügen. Das tue ich nicht. In den USA und in Thailand habe ich mich allein durchgeschlagen – wenn etwas nicht stimmt, sage ich es sofort. Das hat nicht allen gefallen. Umso dankbarer bin ich, dass Rotary mich für 2022/23 zur Governorin ernannt hat. Ich war die erste Frau in diesem Amt in der mehr als 100-jährigen Geschichte unseres Distrikts.   

    Was sind die größten Herausforderungen für Rotary in Japan?  
    Wir verlieren Mitglieder. In Osaka gibt es 79 Clubs, und wenn man sie besucht, sieht man überwiegend ältere Mitglieder. Junge Leute kommen mit neuen Ideen, dürfen sie aber oft nicht umsetzen. Man verlangt von ihnen, hart zu arbeiten, doch sie bekommen weder Verantwortung noch Anerkennung. Vor hundert Jahren war Rotary neu und exklusiv. Heute gibt es viele andere Netzwerke, die für junge Menschen attraktiver sind – auch für ihr eigenes Geschäft.   

    Wie gewinnen Sie junge Menschen?  
    Ganz einfach: Man gibt ihnen Führungspositionen – bei Rotary selbst. Als wir junge Mitglieder in Führungsrollen berufen haben, haben sie hervorragende Arbeit geleistet. Und wir müssen ihre Arbeit anerkennen. Das gilt eigentlich für alle.   

    Wo sehen Sie Rotary in zehn Jahren?  
    Mein Schwerpunkt ist es, die jüngere Generation in meinem Distrikt voranzubringen. Wo wir in zehn Jahren stehen, hängt davon ab, ob uns das gelingt.   

    Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Deutschland denken?  
    Vor etwa zehn Jahren habe ich auf dem Rückweg aus Italien einen Zwischenstopp in Frankfurt gemacht. Schon am Flughafen hatte ich das Gefühl: Das ist Japan sehr ähnlich. Alles ist geordnet, die Menschen sind freundlich, das Essen ist gut. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Japan zu Deutschland aufgeschaut. Das tun wir bis heute.   

    Spielt Deutschland in Ihren täglichen Nachrichten eine Rolle?  
    Kaum. Was bei uns ankommt, ist vor allem die Debatte über Einwanderung. Und Angela Merkel – viele erinnern sich an sie als gute Regierungschefin. Japan hat auch seine Probleme, aber unsere Politik ist stabil und friedlich.   

    Was kann Rotary tun, um Deutschland und Japan enger zu verbinden?  
    Am besten ist ein Intercountry Committee, ein ICC. Wir bauen gerade eines mit einem Distrikt in Italien auf – sie sind auf uns zugekommen, weil sich unsere Geschichte und Kultur ähneln. Es geht um Freundschaftsaustausch und gemeinsamen internationalen Dienst. Japanische Clubs engagieren sich international meist in Asien, europäische Clubs eher in Afrika. Wenn wir wirklich zusammenarbeiten wollen, brauchen wir eine solche Struktur. 

     

 

Fazit: Osaka erschöpft, begeistert und macht satt. Ich bin restlos aber beseelt in diesem Zustand angekommen. 

Seoul

Liebe auf den ersten Blick

Manche Städte erobert man, Seoul hat mich erobert. Zwischen Teehäusern und Kunsthandwerk in Insadong, dem bunten, internationalen Trubel in Itaewon und dem glänzenden Tempo von Gangnam habe ich eine Stadt erlebt, die Gegensätze nicht versteckt, sondern feiert. Jahrhundertealte Paläste stehen neben gläsernen Türmen, Straßenküchen neben Designstores. Dazu kommt eine Landschaft, mit der ich mitten in einer Millionenmetropole nicht gerechnet hatte: grüne Hügel, die die Stadt umarmen, und der Han-Fluss, der sie weit und ruhig durchzieht. 

Sehen Sie hier mehr von Seoul: BILDERSERIE – einfach auf die Pfeile links und rechs des Fotos klicken!

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Hochhaus-Kulisse in Seoul© Anne Jacobs
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Ebenso typisch: Enge, farbenreiche Gassen© Anne Jacobs
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Für alles braucht es einen Hinweis...© Anne Jacobs
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Das Historische ganz nah, die Moderne in der Ferne© Anne Jacobs
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Bloß nicht stolpern!© Anne Jacobs
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Denkmal und Futurismus© Anne Jacobs
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Traditionelles gleich ums Eck...© Anne Jacobs
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Da wo es malerischer wird, stört ein bisschen Infrastruktur© Anne Jacobs
Nachts wird es in der Innenstadt noch bunter
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Auch die Bewohner holen Leuchtendes hervor© Anne Jacobs
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Lässige Haltung, selbst beim Kunstwerk, ist gefragt© Anne Jacobs
Und nicht vergessen: Das Herzchensymbol mit den Fingern zeigen!© Anne Jacobs

Ein Höhepunkt war die Einladung zu einem internationalen Rotary-Meeting. Der Club hat für mich gesungen, und dieser Moment hat mich tief berührt. Danach sprach ein Samsung-Manager über Künstliche Intelligenz, ein Blick direkt in die Zukunft, die hier schon Alltag ist. 

Und ja, der Vergleich drängt sich auf: Bei Innovation, Stadtleben und Angebot liegt Seoul weit, weit vor Berlin. Das tut als Berlinerin ein bisschen weh, aber es inspiriert auch. 

Mehr über Rotary Seoul folgt bald. Gute Dinge brauchen eben ihre Freigabe. 

PS: Doppelter Feiertag 

Zufällig waren wir genau am 3. Oktober in Seoul. Bei uns ist das der Tag der Deutschen Einheit, in Korea der Gaecheonjeol, wörtlich „Tag der Öffnung des Himmels“. Gefeiert wird die Gründung des ersten koreanischen Königreichs Gojoseon, der Legende nach durch Dangun im Jahr 2333 v. Chr. Wie dieser Tag hier begangen wird, war unglaublich. 

Korea – Zu Gast beim Seoul Rotary Club

Ein unvergesslicher Besuch voller Herzlichkeit, Inspiration und gelebter rotarischer Freundschaft

Seoul hat mich begeistert! Eine faszinierende Metropole, voller Dynamik, Innovation und spannender Gegensätze. Doch eines meiner schönsten Erlebnisse in Korea war zweifellos mein Besuch beim Seoul Rotary Club.

Es war meine erste Reise nach Korea. Und für dieses besondere Treffen hatte ich meinen Aufenthalt in Seoul sogar eigens um einen Tag verlängert, um am Clubmeeting am 7. Oktober teilnehmen zu können. Rückblickend kann ich nur sagen: Jede zusätzliche Stunde ...

  • Lesen Sie hier mehr!

    …hat sich gelohnt!

    Ein formelles, würdevolles Meeting

    Schon die Eröffnung des Meetings war ein Erlebnis. Deutlich formeller und zeremonieller, als ich es aus deutschen Rotary Clubs kenne – und gerade deshalb besonders beeindruckend.

    Gleich dreimal wurde gesungen: zunächst die koreanische Nationalhymne, feierlich mit der Hand auf dem Herzen, anschließend ein Rotary-Lied und schließlich – zu meiner großen Überraschung und Freude – ein eigener Willkommenssong für mich als Gast aus Berlin! Hinzu kamen der feierliche Gruß an die koreanische Flagge und die gemeinsame Rezitation des Rotary-Vier-Fragen-Tests (Four-Way Test).

    Was auf den ersten Blick vielleicht ungewohnt erscheint, hat mich tief beeindruckt. Diese Rituale vermitteln Respekt, Verbindlichkeit, Zusammengehörigkeit und eine große Wertschätzung für die rotarischen Ideale.  Eine wunderbare Erinnerung daran, wie viel Gemeinschaft durch gemeinsam gelebte Traditionen entstehen kann. Davon können wir uns in Deutschland durchaus eine Scheibe abschneiden.

    Eine Begrüßung, wie man sie selten erlebt

    Was für ein Empfang! Selten habe ich mich als Gast so herzlich, aufmerksam und wertschätzend willkommen gefühlt.

    Clubpräsident William SangHee O nahm sich viel Zeit, mich persönlich vorzustellen und in  die Gemeinschaft einzuführen. Ich durfte von meiner Weltreise berichten, von meiner beruflichen Tätigkeit als Kommunikations- und PR-Expertin und von meinem Vorhaben, auf meiner Reise Rotary Clubs in verschiedenen Ländern kennenzulernen, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken und internationale Verbindungen zu stärken. Die Aufmerksamkeit und das ehrliche Interesse, das mir entgegengebracht wurde, waren überwältigend.

    Ein besonderer Moment war der anschließende offizielle Wimpelaustausch. Eine kleine Geste mit großer Bedeutung: Zwei Clubs, zwei Länder, unterschiedliche Kulturen – und doch verbunden durch dieselben Werte und die Idee weltweiter Freundschaft. Genau in solchen Augenblicken wird für mich der internationale Geist von Rotary ganz unmittelbar erlebbar.

    Vortrag eines Finanzexperten

     

    Auch inhaltlich hatte das Meeting einiges zu bieten. Der Vortrag des Finanzexperten und Samsung-Managers Wan-jun Kim über Investment-Perspektiven in Asien war hochinteressant und hat mich noch lange beschäftigt.

    Besonders beeindruckt hat mich der Blick auf den Umgang mit künstlicher Intelligenz in Korea und Asien. Mit welcher Selbstverständlichkeit, Geschwindigkeit und Zukunftsorientierung hier über technologische Entwicklungen gesprochen wird, hat mich fasziniert. Mein Eindruck: In einigen Bereichen ist man uns in Deutschland bereits deutlich voraus. Ein spannender Denkanstoß, der hervorragend zu meinem Weltreiseprojekt „Außenblick auf Deutschland“ passt. → Mehr dazu in diesem Bericht.

    Lebendiger Austausch über Deutschland

    Fast noch wertvoller als das offizielle Programm waren für mich die zahlreichen persönlichen Gespräche im Anschluss. Immer wieder ging es um Deutschland: um wirtschaftliche Entwicklungen, internationale Zusammenarbeit, kulturelle Unterschiede und darum, wie unser Land aus koreanischer und internationaler Perspektive wahrgenommen wird.

    Besonders gefreut hat mich das große Interesse vieler Mitglieder an einer engeren internationalen Vernetzung. Der Wunsch nach Austausch mit deutschen Rotarierinnen und Rotariern, nach neuen Partnerschaften und vor allem nach persönlichen Begegnungen war überall spürbar.

    Es blieb nicht bei freundlichen Worten. Ich habe echtes Interesse, große Offenheit und eine bemerkenswerte Bereitschaft erlebt, neue Kontakte entstehen zu lassen.

    Genau das ist für mich Rotary in seiner schönsten Form: Menschen aus aller Welt begegnen sich auf Augenhöhe, lernen voneinander und bauen Brücken, die weit über ein einzelnes Clubmeeting hinausreichen.

    Ein internationaler, weltoffener Club

    Was mich ebenfalls begeistert hat, war die außergewöhnliche Internationalität und Vielfalt der Runde. Ein ehemaliger Anwalt und Strategieberater aus Washington D.C., die Leiterin einer koreanischen Tanzorganisation, ein Unternehmer aus Hongkong, Gäste aus San Francisco, Andreas aus Deutschland, der beim Green Climate Fund arbeitet, eine Managerin aus der Modebranche – und mittendrin ich aus Berlin. Unterschiedlichste Biografien, Berufe, Nationalitäten und Perspektiven. Und dennoch sofort ein gemeinsamer Gesprächsfaden. Auch das Clubleben selbst zeigte sich ausgesprochen lebendig. Neben dem Fachvortrag standen die feierliche Aufnahme eines neuen Mitglieds, das bevorstehende herbstliche Clubpicknick und die Vorbereitungen für einen großen Jubiläumsabend auf der Tagesordnung.

    Tradition und Zukunft, gesellschaftliches Engagement und persönliche Freundschaft, lokale Verwurzelung und internationale Offenheit – all das kam an diesem Tag auf wunderbare Weise zusammen.

  • Mein Fazit

    Seoul hat mich fasziniert. Der Seoul Rotary Club hat mich berührt.

    Ich habe nicht nur ein außergewöhnliches Clubmeeting erlebt, sondern auch erfahren, wie herzlich, verbindend und inspirierend die weltweite rotarische Gemeinschaft sein kann. Ich nehme viele neue Kontakte, interessante Perspektiven, wertvolle Denkanstöße und vor allem wunderschöne persönliche Erinnerungen mit auf meine weitere Weltreise.

    Dieser Besuch hat mich einmal mehr darin bestärkt, dass Rotary weit mehr ist als ein internationales Netzwerk. Rotary lebt durch Menschen, die einander mit Offenheit, Respekt, Neugier und echter Freundschaft begegnen.

    Und ich hoffe sehr, dass aus den ersten Begegnungen dauerhafte Verbindungen zwischen unseren Clubs entstehen. Seoul, ich komme gerne wieder!

    Mein besonderer Dank

    Ein ganz persönliches und herzliches Dankeschön gilt Clubpräsident William SangHee O.

    Bereits im Vorfeld meines Besuchs war unsere Kommunikation außergewöhnlich herzlich, aufmerksam und unkompliziert. William hat sich persönlich darum gekümmert, meinen Besuch vorzubereiten, und mich schließlich sogar davon überzeugt, meinen Aufenthalt in Seoul zu verlängern, um als besonderer Gast am Clubmeeting teilnehmen zu können. Was für eine gute Entscheidung!

    Lieber William, vielen Dank für deine großartige Gastfreundschaft, deine persönliche Fürsorge, die wunderbare Begrüßung und die vielen herzlichen Begegnungen, die du möglich gemacht hast. Du und deine rotarischen Freundinnen und Freunde habt mir ein unvergessliches Erlebnis geschenkt. – Thank you so much, dear William, for your incredible hospitality, kindness and friendship! You made me feel truly welcome and showed me what the international spirit of Rotary is all about. I hope we meet again soon – in Seoul, Berlin or somewhere else in the Rotary world!

    감사합니다 – Gamsahamnida! Vielen herzlichen Dank!

Nächster Halt: Osaka.

Bangkok

Erst Land unter, dann aber Land in Sicht

Station Bangkok meiner Weltreise: 

Wir landen, und die Stadt steht unter Wasser. Nach tagelangem Starkregen – fast 300 Liter pro Quadratmeter in nur 48 Stunden – riefen die Behörden für alle 50 Bezirke den Notstand aus. Straßen wurden zu Flüssen, Autos standen halb im Wasser, der Verkehr lag weitgehend lahm. 

Die Bilder von überfluteten Straßen und Menschen, die durchs Wasser waten, gehen uns nicht so schnell aus dem Kopf.

www.tagesschau.de/ausland/asien/thailand-unwetter-regen-100.html

Und dann, zwei Tage später: Als wäre nichts gewesen. Tuk-Tuks knattern, Garküchen dampfen, die Stadt rauscht wieder. Diese Resilienz ist schlicht beeindruckend – wir Deutschen hätten wahrscheinlich erst einmal Arbeitskreise und Krisenstäbe gegründet.

In Bangkok traf Anne Jacobs einen Rotarier vom RC Bangkok DACH. Lesen Sie hier das Interview mit Christoph Hampel.

Bangkok ist eine Stadt, die nie Luft holt. Zwischen gläsernen Hochhäusern ducken sich goldene Tempel, unter der Hochbahn brutzeln Garküchen, und irgendwo dazwischen verhandelt jemand lautstark über den Preis einer Mango. Alles gleichzeitig, alles laut, alles bunt – und irgendwie funktioniert es.

Shopping

Bangkok ist ein einziger Basar mit Klimaanlage. Riesige Malls, in denen man sich problemlos einen halben Tag verlaufen kann, und gleich daneben Märkte, auf denen es alles gibt, was man nicht braucht, aber plötzlich unbedingt haben will. Unser Freigepäck sieht das inzwischen kritisch.

Essen

Hier isst man nicht, hier probiert man sich durch. An jeder Ecke steht ein Stand, an jedem Stand duftet es anders, und jede Mahlzeit endet mit dem Gedanken: „Eins geht noch.“ Pad Thai, Currys, frisches Obst, Mango Sticky Rice – wir haben aufgehört mitzuzählen.

Bootstouren

 Am schönsten zeigt sich Bangkok vom Wasser aus. Auf dem Chao Phraya und durch die schmalen Kanäle gleitet man an Tempeln, Holzhäusern auf Stelzen und üppigem Grün vorbei – und plötzlich ist die hektische Metropole ganz still. Nach unserer Ankunft war es fast versöhnlich, dem Wasser diesmal ganz freiwillig zu begegnen.

Ein besonderes Highlight: das Treffen mit dem Rotary Club D-A-CH, einem Club für Deutsche, Österreicher und Schweizer in Bangkok. Ein herzliches Dankeschön an Christoph Hampel, der sich so viel Zeit für uns genommen hat – für die großartigen Gespräche und den Blick hinter die Kulissen dieser faszinierenden Stadt.

Nächster Halt: Seoul. Wir sind gespannt – was uns da erwartet… 


Bangkok in Zahlen & Fakten
  • Offizieller Name: Krung Thep Maha Nakhon, die „Stadt der Engel“. 
    Die Langform ist laut Guinness-Buch der längste Städtename der Welt.
  • Wahrzeichen: Wat Phra Kaew, der Tempel des Smaragd-Buddhas
  • McDonald’s: am Flughafen immer teurer als in der Stadt
  • Nationalgericht: Pad Thai
  • Frauenanteil im Parlament: rund 20 Prozent
  • Berühmteste Person: unser König
  • Rotary Club Bangkok-DACH: gegründet 2017, 44 Mitglieder, Distrikt 3350

Istanbul

Offene Türen am Bosporus

Istanbul ist eine Stadt, durch die seit Jahrhunderten alle hindurchziehen: Händler, Reisende, Geschäftsleute. Ich bin völlig beeindruckt von Istanbul: Tolle Stadt, tolles Essen, tolle Menschen. Wahnsinnige Vielfalt und Flexibilität bei allem und eine perfekte Logistik rund um die Uhr. 

Ich treffe mich mit Giuseppe Farina vom Rotary Club Istanbul. „Wir sind ein offener Club“, sagt er. „Istanbul ist ein Ort, an den alle kommen, im Urlaub oder geschäftlich.“ Bei jedem Meeting sitzen Gäste mit am Tisch, und die Treffen werden ins Englische übersetzt. Damit ist der Club eine seltene Anlaufstelle für internationale Besucher, was mich sehr beeindruckt. 

Giuseppe verkörpert diese Offenheit selbst. Der Italiener kam vor 26 Jahren für Telecom Italia an den Bosporus und ist geblieben. Seit rund 22 Jahren ist er Rotarier, leitet das Komitee für internationale Beziehungen und wird 2028 Präsident seines Clubs. Seine Wahlheimat beschreibt er mit zwei Worten: „Überraschung und Flexibilität.“ Das Land überrasche ihn jeden Tag, sagt er, und es erhebe sich aus jeder Krise wie der Phönix aus der Asche. 

Wohin will Rotary?

Der Club ist umtriebig und hat rund zwanzig laufende Vorhaben, die meisten im eigenen Land, mit einem klaren Schwerpunkt auf Bildung. Die Zukunftsfrage stellt man sich hier oft, sagt Giuseppe. „In einer Welt von KI und sozialen Medien ist es schwer zu wachsen oder auch nur zu halten, was man hat.“ Seine Antwort: Rotary muss flexibler werden, besser verstehen, was junge Menschen und die mittlere Generation brauchen, und sich noch entschiedener auf den Dienst konzentrieren. „Einem Erdbebenopfer zu helfen, ist weder links noch rechts.“ 

Ein Interview mit Guiseppe Farina lesen Sie  HIER.

Für ihn ist das mehr als ein Slogan. Die Gesellschaft sei fragmentiert, die Menschen könnten immer weniger miteinander reden. Eine Gemeinschaft, die nicht über Politik streitet, sondern gemeinsam hilft, sei deshalb wertvoll. Neue Mitglieder gewinne man nur mit einer Führung, die den Club auf dieses Ziel ausrichtet. Dann fällt ein Satz, der mich seither begleitet: „Wir gehen nicht zu Rotary, um uns selbst zu bestätigen. Wir gehen hin, weil der Mensch Gemeinschaft braucht. Die Griechen hatten die Agora. Frei sind wir nur, wenn wir unsere Ideen austauschen können.“ 

Und Deutschland?

Deutschland ist hier kein fernes Land, sondern ein Partner. Mit dem Partnerclub in Stuttgart verbindet die Istanbuler eine enge Freundschaft. Jedes Jahr reisen beide Clubs gemeinsam, mal in die Türkei, mal nach Deutschland oder Österreich. Nach dem Erdbeben, erzählt Giuseppe, hätten die Stuttgarter Freunde enorm geholfen. 

Der Blick reicht auch nach Berlin. Der Club möchte seinen weltweiten Friedenswettbewerb für junge Menschen mit Berliner Clubs teilen, und er kann sich vorstellen, die große türkische Community in Berlin einzubinden.  

Von Istanbul geht es weiter nach Bangkok. 

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