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RDG

Zwischenbilanz und Weichenstellung

RDG - Zwischenbilanz und Weichenstellung
Am Holy Family Hospital in Techiman, Ghana, unterstützt das BMZ zum wiederholten Male ein rotarisches Großprojekt. © Henner Krauss

Zum Halbjahreswechsel berichtet RDG über das aktuelle Spendenaufkommen, zusätzliche Fördermöglichkeiten und eine technische Neuerung.

01.02.2018

Es gehört zu den Hauptaufgaben vom Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. (RDG), die Spenden für Polio und den Jahresfonds wie auch die Spendenmittel für die lokalen Projekte der deutschen Rotary Clubs zu verwalten. Zum 31.12.2017 lag das Gesamtspendenaufkommen der deutschen Dis­trikte für diese drei Bereiche mit rund 6,28 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. 6,25 Millionen betrug die Höhe des Spendeneingangs im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.

Spendenaufkommen
Eine Verschiebung bei den Schwerpunkten ist aber zu beobachten: Standen im Vorjahr, auch wegen des Jubiläumsjahres der Rotary Foundation, noch Spenden zugunsten des Annual Fund im Vordergrund, so ist im ersten rotarischen Halbjahr 2017/18 Polio mehr in den Fokus der Spendenbereitschaft gerückt. Dabei handelt es sich aber vorerst um eine Momentaufnahme, da die Zahlungsroutinen der Clubs in Bezug auf Spenden für den Jahresfonds und Polio sehr unterschiedlich ausfallen.

Zusätzliche Förderung möglich
Neben dem Grant-System der Rotary Foundation, das über Spenden für den Jahresfonds finanziert wird,  können rotarische Projekte auch durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert werden. RDG vertritt hierbei die Clubs als Rechtsperson und prüft alle Vorschläge aus den Clubs, ob sie die Kriterien für eine Förderung erfüllen. Entsprechende Projekte werden dann auch über RDG als Dachverband beantragt und abgewickelt. Für das BMZ ist Rotary aufgrund der internationalen Vorortstruktur und der vielfältigen fachlichen Expertise ein zuverlässiger Partner.

Für eine erfolgreiche Genehmigung eines Antrags liefert der Nachweis der Relevanz des Projekts immer mehr das wichtigste Entscheidungskriterium. Dieser zielt auf eine gesamtgesellschaftliche Verankerung von geplanten Entwicklungsmaßnahmen ab, die zum Beispiel über Multi-Akteurs-Partnerschaften erreicht werden können. Um eine Entwicklungsmaßnahme langfristig zu tragen, bündeln Akteure unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche, wie  zum Beispiel aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, hierfür ihre Kompetenzen.

Während des Antrittsbesuchs von Thomas Süßmeir beim verantwortlichen Ressortleiter des BMZ wurden diese neuen Anforderungen für rotarische Großprojekte eingehend thematisiert. Zukünftige BMZ-Projekte setzen voraus, dass Projektpartner von Rotary vor Ort stark sind beziehungsweise auch nach der Etablierung die Entwicklung weiter vorantreiben. Vor allem muss aber die identifizierte Zielgruppe das Projekt wollen und aktiv daran mitarbeiten. Hier deckt sich der Anspruch des BMZ  mit dem der Rotary Foundation.

Pilotprojekt
Durch das neue Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens hat sich für RDG die Chance ergeben, Spendenbescheinigungen als schreibgeschützte Dateien elektronisch zu versenden.

Im rotarischen Jahr 2016/17 wurden vom RDG-Büro mehr als 40.000 Spendenbescheinigungen ausgestellt und per Post an die Clubs verschickt. Der elektronische Versand bedeutet für Schatzmeister wie für RDG eine Verbesserung der technischen Abläufe, da dann Spendenquittungen nach individuellen Ansprüchen von Schatzmeistern selbst abzurufen und auszudrucken sind. Eine Voraussetzung für die Beteiligung an dem Verfahren ist die Nutzung von RDG Online.

Zweimal jährlich erfolgt bisher turnusmäßig der Versand der Spendenbescheinigungen durch das RDG-Büro. In einem Pilotprojekt mit fünf ausgewählten Clubs wird das elektronische Verfahren parallel zum Postversand getestet.


 Annual Program Fund

Es erleichtert den Distrikten die Planung für die Förderung von Projekten mit Zuschüssen der Rotary Foundation, wenn alle Clubs ihre APF-Spende bis März des aktuellen rotarischen Jahres leisten. Sprechen Sie das RDG-Büro an!