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Polio

Rotary unterstützt den Notaufruf der WHO-Generaldirektorin

Polio - Rotary unterstützt den Notaufruf der WHO-Generaldirektorin
Ein Mädchen bei einer Polio-Impfung. © Rotary International/Tadej Znidarcic.

08.08.2014

Im Mai deklarierte die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die internationale Verbreitung des Poliomyelitis-Virus zu einer Notfallsituation von internationaler Bedeutung (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC). Auf dieser Grundlage erfolgte eine Reihe von Empfehlungen für alle von Polio betroffenen Länder. Am 31. Juli wurde die Situation erneut beurteilt, und die Generaldirektorin bestimmte daraufhin, dass darstellt. Diese Entscheidung wurde unter anderem durch folgende Faktoren beeinflusst:

  1. Sowohl Pakistan und Äquatorialguinea haben das Virus seit Mai international exportiert.
  2. Polio grassiert weiterhin in Konfliktgebieten. Es ist leider traurige Realität, dass in mehreren Ländern das öffentliche Gesundheitssystem durch Krisensituationen sehr geschwächt ist, so dass die Kinder in diesen Regionen am meisten von einer Ansteckung mit der Kinderlähmung bedroht sind. Die Zahl von in Konfliktländern lebenden Menschen hat sich seit Mai erhöht, wodurch auch das Risiko für die dort lebenden Kinder wächst.
  3. Es ist derzeit noch zu früh, um feststellen zu können, ob die im Mai veröffentlichten Richtlinien eine signifikante Wirkung in den betroffenen Ländern erzielen konnten.

Die von der WHO Anfang Mai empfohlenen Maßnahmen sollen helfen, die Gesamterfolge der Initiative im Kampf gegen Polio zu sichern. Insbesondere soll verhindert werden, dass internationale Reisende als Virusträger unwissend zu einer Ausbreitung des Wildvirus über Grenzen hinaus beitragen.

Rotary unterstützt voll die Entscheidung der Generaldirektorin, diese Maßnahmenempfehlungen für Reisende von und nach Pakistan, Syrien, Äquatorialguinea und Kamerun beizubehalten; dies sind Länder, aus denen das Virus 2014 verschleppt wurde. Gleiches gilt für die Länder Afghanistan, Äthiopien, Irak, Israel, Somalia und Nigeria als die Länder, in denen 2014 Polioinfektionen auftraten.

Wir sind fest davon überzeugt, dass durch eine enge Zusammenarbeit von Rotary, dessen Partnern und von Regierungen das Ziel einer von Polio befreiten Welt erreicht werden kann.

John Germ, Chair, International PolioPlus Committee

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