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Sauberes Trinkwasser

PAUL hilft im Jemen

Sauberes Trinkwasser - PAUL hilft im Jemen
Nach erster Zurückhaltung sind die Menschen im Jemen inzwischen begeistert von PAUL. © Folker Flasse

Trinkwasserreinigungsanlagen gegen Cholera

01.09.2018

Seit fast einem Jahr wird die Bevölkerung im Jemen von einer weitflächigen Cholera-Epidemie heimgesucht. Cholera wird besonders auch durch verseuchtes und verschmutztes Trinkwasser übertragen. Ganze Dörfer sind im Jemen infiziert. Viele Menschen sterben an der Seuche. Sauberes Wasser steht in großen Teilen des Landes nicht mehr zur Verfügung.

Die Humanity Care Stiftung (HCS) und einige süddeutsche Rotary Clubs haben sich deshalb entschlossen, zunächst versuchsweise fünf Trinkwasserreinigungsanlagen vom System PAUL in den Jemen zu schaffen, um an besonders betroffenen Orten für sauberes Wasser zu sorgen.

Die Geräte sind nun in Dörfern im Bezirk Al Marawiah östlich von Hodaida in der Nähe von Brunnen aufgestellt worden. Die Einheimischen waren zunächst recht zurückhaltend gegenüber der neuen Technologie. Nach einer kurzen Einweisung sind sie nun von den PAULs begeistert. Folker Flasse (RC Greven), der Präsident der Humanity Care Stiftung, sagt dazu: „Sollten sich die Reinigungsgeräte auch im Jemen bewähren, so warten weitere PAULs auf ihre Verschiffung. Wir hoffen, dass wir wieder einigermaßen sichere Transportwege finden. Einige Hilfsgüter haben über ein Jahr gebraucht, bis sie vor Ort ankamen“.

Die Reinigungsgeräte PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving) arbeiten auf der Basis von Nano-Technologie nach dem Schwerkraftprinzip. Sie sind leicht zu transportieren, sind sehr einfach zu bedienen und benötigen keinen motorischen Antrieb und keinen Einsatz von Chemikalien. Sie produzieren innerhalb von 24 Stunden bei kontinuierlicher Befüllung circa 1200 Liter Trinkwasser. Das reicht für etwa 300 bis 350 Menschen. Die Geräte sind eine deutsche Entwicklung und werden in Kassel hergestellt.