Rotary-Stellenbörse - Junge Spanier bekommen Aussicht auf Ausbildung in Deutschland

Teilnehmer und Organisatoren der Rotary-Jobbörse m Distrikt 1800. © Holger Bahl

12.03.2014

Rotary-Stellenbörse 

Junge Spanier bekommen Aussicht auf Ausbildung in Deutschland

Gleich zwei Projekte zur Arbeitsvermittlung von jungen Spaniern haben zwei Distrikte in Deutschland erfolgreich gestartet. So stellen sich junge Ausbildungssuchende auf einer eigens für sie organsierten Jobbörse bei Betrieben vor. In beiden Fällen schließt sich nun für die Interessenten ein Praktikum mit der Aussicht auf einen Ausbildungsvertrag an.

Bei der Rotary Convention 2013 in Lissabon waren Governor Frank Ehlers sowie sein Kollege Uwe Bartl vom Distrikt 1841, dem Leitdistrikt für Spanien, angesprochen und um Hilfe gebeten worden. Auf spanischer Seite sind der Distrikt 2201 mit Governor Graciella Waen-Herrendorf und der RC Madrid-Serrano beteiligt.

Im Distrikt 1841 fungierte die IHK Augsburg als Gastgeber der ersten Zusammenkunft zwischen den Interessenten aus den spanischen Distrikten 2202 (Barcelona) und 2203 (Malaga), den Organisatoren des Distrikts 1841 (Leitdistrikt für Spanien) sowie potenziellen Arbeitgebern. Der Begleiter der Spanier, Philipp von Kapff, Mitglied im RC Alicante, sagte zur Begrüßung: „Vor Ihnen sitzen 20 junge Spanier, die sich auf dieses Treffen intensiv vorbereitet haben. Sie sind hoch motiviert und wissen ihre Chance zu schätzen.“ Alle Bewerber hatten ein Training zur Vorbereitung auf die Vorstellungsgespräche absolviert, ihren Werdegang und die möglichen Berufswünsche konnten sie deshalb auf Deutsch vortragen. 25 Unternehmen aus unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen waren dem Aufruf des Dis­trikts gefolgt und stellten sich, die im Betrieb ausgeübten Berufe sowie mögliche Ausbildungsplätze vor. Danach führte Manfred Hirt vom RC Augsburg, gemeinsam mit Gov. Uwe Bartl für diese Initiative verantwortlich, Bewerber und passende Ausbildungsbetriebe zusammen. Um diesen Gesprächen einen verbindlichen Rahmen zu geben, hatten die Verantwortlichen eine Absichtserklärung vorbereitet, wo und wann das Praktikum oder das Ausbildungsverhältnis beginnen soll. Und tatsächlich: Alle Bewerber haben einen passenden Platz gefunden und unterschrieben. Die Unternehmen dürfen davon ausgehen, engagierte Mitarbeiter mit gutem Deutsch gewonnen zu haben, denn bis zu ihrem Antritt werden diese noch 400 Stunden Sprachkurs absolvieren.

Im Distrikt 1800 stellten sich 14 Spanier im Alter zwischen 19 und 27 den Vertretern von Unternehmen und Handswerksbetrieben in der Metropolregion Hannover und dem Raum Magdeburg vor. Auch dort hatte man zuvor mehr als 20 Vertreter von Ausbildungsbetrieben und Übersetzer aktiviert. Die spanischen Gäste waren von spanischen Rotary Clubs ausgewählt, die deutschen Teilnehmer von deutschen Rotary Clubs – darunter auch viele, die selbst Mitglieder von Rotary sind.

Die Rotary-Jobbörse im Maritim-Hotel Hannover-Airport organisierte der Berufsdienstbeauftragte Wolfgang Sgries (Walsrode). Die Bewerber aus Spanien waren von Madrid über Brüssel nach Hannover gereist. Governor Frank Ehlers wies in der Begrüßung darauf hin, dass sich zwei große Chancen für die Bewerber bieten würden: Zum einen die Möglichkeit, eine duale Ausbildung in Deutschland zu absolvieren und zum anderen die Sprache zu lernen und damit eine hohe Qualifikation auf dem deutsch-spanischen Arbeitsmarkt zu erlangen. Das Ausbildungs- und Praktikumsangebot erstreckte sich auf etliche Berufsfelder darunter Automobiltechnik, Heizung – Sanitär, Stahl- und Maschinenbau, Bäckerei und Hotellerie. Rotarierin Frauke Betz (RC Celle-Schloss) unterstützte die Veranstaltung und übersetzte alle Reden perfekt in die spanische Sprache.

Alle 14 Bewerber seien mit einem Angebot für ein zweimonatiges Praktikum zurückgekehrt, sagte Sgries. Die Berufspraktika sollen im Frühjahr stattfinden. Ein Ausbildungsvertrag könnte sich dann ab August/September anschließen.

Die Initiative von Rotary schließt an das EU-Programm zur "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen  und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa" an. Die Distrikte möchten mit dieser Initiative, die über das breit angelegte Netzwerk von Rotary gespielt wird, ein Zeichen gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien setzen. Zugleich soll damit dem Mangel an Auszubildenden und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel in Deutschland  begegnet werden.  Für Rotary ist es sogar vorstellbar, in einem weiteren Schritt alle deutschen Distrikte einzubeziehen.

 

Von Holger Bahl und Harald Bos

 

Erschienen in Rotary Magazin

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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