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Auftakt zu "Rotary sagt Danke"

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Auf der Webseite www.rotary-sagt-danke.de finden sich Infos zur Aktion für den ganzen deutschsprachigen Raum. © rotary-sagt-danke.de

Die Norderneyer Rotarier haben es vorgemacht: Sie ermöglichten Ferien an der See. Daraus entstand die Aktion "Rotary sagt Danke" — sie soll massiv ausgeweitet werden.

10.05.2021

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Fast 100 Teilnehmer wollten dabei sein und überlegten, wie sie "Rotary sagt Danke" mit ihren Clubs adaptieren können. © Rotary Magazin (4 Fotos)

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein soll die Aktion mithilfe der Rotarier vor Ort um sich greifen — besser noch: viral gehen. Deshalb gab es jetzt ein Meeting, das Ziele, Vorbedingungen und Umsetzungsmöglichkeiten vermitteln sollte. Ein Auftakt, der zum Nachmachen, Mitmachen, Weitermachen animieren sollte.

Zum Auftakt wies RI-Präsident, der "Rotary sagt Danke" zu seinem Herzensprojekt gemacht hat, darauf hin: "Es geht nicht um Geld, sondern darum, etwas ins Rollen zu bringen, die rotarische Power zu zeigen und medizinische Fachkräfte wie auch die Urlaubsregionen zu unterstützen." Vorgemacht hatten es die Rotarier von der Insel Norderney, die medizinische Fach- und Pflegekräfte aus dem Ruhrgebiet eingeladen hatten, eine Woche in den Hotels der Insel zu verbringen und sich vom Coronastress auf ihren Stationen zu erholen.

Eine Webseite fürs Dankeschön

Jan Mittelstaedt, Vorsitzender des Deutschen Governorrates, stellte die Webseite rotary-sagt-danke.de vor, die er mit auf die Beine gestellt hatte, um das Projekt zu fördern. Sie versammelt Anregungen, Informationen zu bereits erfolgten Aktionen, klärt die wichtigsten Fragen in einem FAQ und vermittelt Kontakt zu Rotariern, die bereits Erfahrung mit der Aktion haben.

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"Das Problem haben wir so gelöst..." — Anschauliche Erklärungen zur Umsetzung des Projekts kamen direkt aus Norderney.

"Aber: Es geht nicht um Scheckübergaben, sondern um Hands-on-Aktionen, um die Vermittlung und Organisation erholsamer Stunden an schönen Urlaubsorten", wies Mittelstaedt auf die Wurzel der Aktion hin. Er lenkte den Fokus der fast 100 Teilnehmer auch auf das Angebot, per Zoom-Meeting Erfahrungen mit den Norderneyer Rotariern auszutauschen. Beratung in Kommunikation oder konkrete Antworten auf "Wie macht man das?" wird dort ebenfalls angeboten — auch per E-Mail: beratung@rotary-sagt-danke.de.

Auf der Webseite kann zudem jeder Club, der an der Aktion teilnimmt, sein Projekt verankern und präsentieren. Gern können sich auch mehrere Clubs zusammenschließen, um den Aktionen mehr "Wumms" und Umfang zu verschaffen. Der Zeitraum? — Spätestens ab jetzt geht es los. 2022 hoffen die Organisatoren der Aktion, damit durch zu sein. Weil Corona dann hoffentlich längst keine Notsitutationen im Gesundheitsbereich mehr verursacht. Doch die Übernachtungsofferten sowie sämtliche Gutscheine sollten mindestens bis dahin gültig sein.

Tolles Medienecho

Als besonderes Plus hat sich die Aufmerksamkeit der Medien erwiesen. Quer durch Deutschland berichteten Zeitungen, Radio- und Fernsehsender sowie Nachrichtigenagenturen von der Aktion der Norderneyer Rotarier. Das sei die beste Werbung für Rotary seit Jahren gewesen, waren sich die Rotarier diese Meetings einig. Darum ruft quasi jedes Engagement dieser Art danach, auch örtliche Zeitungen und Sender zu informieren — als Positivwerbung nicht nur für die Aktion, sondern auch für den Club und Rotary im Allgemeinen.

Das Meeting machte Hoffnung auf viele Nachahmeraktionen. Vielleicht klappt es demnächst auch, dass Clubs verschiedener Regionen zusammenarbeiten und Gäste oder Quartiere und Dienstleistungen austauschen. Dabei könnten Partnerclubs einbezogen werden. Außerdem sollte das Angebot nicht zu sehr auf Pflegekräfte fokussiert werden, hieß es aus der Runde. Auch Service- und Putzkräfte — so die Erfahrung — arbeiten in den Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen seit Beginn der Coronapandemie am Limit.

Gemeinsam vorantreiben

Holger Knaack warb auf jeden Fall darum, die Aktion intensiv voranzutreiben — bisher seien Klatschen am Fenster und warme Dankesworte nur ein minimales Zeichen für die Pflegekräfte und ihre Kollegen gewesen. Rotary könne echte Erholung anbieten für die, die in der Pandemie an vorderster Front stehen. Es gelte nun, gemeinsam mit den Freunden in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein die Sache voranzutreiben.