Standpunkt - »Clubleben: Wer plant, gewinnt«

Christof Steimel (RC Baden-Baden-Merkur) war 2010/11 Governor und von 2011 bis 2014 Trainer des Distrikts 1930

15.09.2014

Standpunkt 

»Clubleben: Wer plant, gewinnt«

Sie führen derzeit Ihren Club und reisen in „Ihrem“ Jahr auf den Kili­mandscharo? Glückwunsch für diese Vorarbeiten! Und was haben Sie ansonsten für die nachhaltige Entwicklung Ihres Clubs getan?

Rotary International empfiehlt, das Clubleben über drei bis fünf Jahre zu planen. Wer plant, benötigt eine Ausgangslage, dazu Ziele und eine Strategie, dorthin zu gelangen. Wer plant, muss messen. Rotary International bietet den Clubs dazu seit 2012 mit „Rotary Club Central“ ein Werkzeug, um Ausgangslage und Zielerreichung für etwa 30 Aktionsfelder zu messen. Schon länger konnten die neun Fragen der Schrift „Organisation dynamischer Clubs“ oder die 26 Fragen der jährlichen Presidential Citation zur Messung des Clublebens benutzt werden.

Evaluation ist hilfreich

Diese Fragen befassen sich mit dem von außen Sichtbaren, dem, „was unter dem Strich herauskommt“. Es ist eine Sicht auf das Clubleben, eine von mehreren.

Mitglieder, Präsenz und Spendenkraft werden vordringlich schon immer als Maßzahlen erhoben. Was sonst macht das Clubleben aus? Die äußeren Bedingungen (Clubgebiet mit Einwohnern und Fläche, vorhandene Berufsgruppen, andere Service-Clubs) sind wichtig zu messen, vom Club jedoch kaum zu beeinflussen. Wohl aber das Innenleben des Clubs: Auf Basis der RI-Drei-Säulen-Strategie ergeben sich fünf Handlungsfelder, deren aktuelle Lage und Ziele quantitativ messbar sind:

  • Clubführung: ausländische Kontaktclubs, Mitglieder im Distriktbeirat, mit PHF geehrte Mitglieder, Teilnahme an Distriktveranstaltungen
  • Mitgliederentwicklung/Jugenddienst: Mitgliederwachstum (möglichst über fünf und mehr Jahre), jährliche Zu- und Abgänge, Anteil weiblicher Mitglieder, Clubpräsenz und Anteil befreiter Mitglieder, Anteil berufstätiger Mitglieder, Betreuung eines Rotaract Clubs, Mitwirkung an Jugend-, Studenten- und Berufstätigen-Austausch und Seminare
  • Dienstprojekte: mehrjährige lokale und internationale Projekte, gewährte Zuschüsse (Grants)
  • Spenden in den Annual Fund/PolioPlus pro Kopf, Spenden seit der Clubgründung, Spenden an den lokalen Förderverein
  • Öffentlichkeitsarbeit: Beiträge im Rotary Magazin, Club-Website, Beiträge in lokalen Printmedien


Der Distrikt kann die Clubs durch Aufbereitung der Maßzahlen und mit Referenzwerten unterstützen. Entscheidend ist der Umgang der Clubleitung damit: Wie ist die Ausgangslage, wohin soll der Club sich entwickeln und was müssen die Mitglieder dafür tun? Entwickeln Sie die Antworten in einer besonderen Vorstandssitzung, in Kaminabenden und einer gut moderierten Clubversammlung. Ihr Club wird dafür zwar mehr Zeit benötigen als für die Besteigung des Kilimandscharo. Der nachhaltige Gewinn für Ihr Clubleben ist die Mühe aber wert!

Erschienen in Rotary Magazin 9/2014

Rotary Magazin 12/2016

Rotary Magazin Heft 12/2016

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