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Polio-Film

Video-Dreh zum Filmstart

Polio-Film - Video-Dreh zum Filmstart
Gemeinsam für die Kampagne von End Polio Now: Rotaracter und Rotarier beim Video-Dreh zum Polio-Film "Solange ich atme"

"Ton?" "Läuft." - "Kamera?" "Läuft." - "And Action!" - So hieß es kürzlich in München. Aus gutem Grund: Zum Filmstart des Kinofilms "Solange ich atme" über das Leben eines Polio-Erkrankten wollten Rotaracter und Rotarier ein Werbe-Video auf den Weg bringen.

16.04.2018

Rotaract. Das steht für Rotary in Action. Dass Rotaractern und Rotariern aber tatsächlich mal "Action!" entgegengerufen wird, passiert eher selten. In München war das im April der Fall: Einige Rotarier und Rotaracter haben sich zu Dreharbeiten für einen Promoclip zum Kinofilm "Solange ich atme" getroffen. Ihr Ziel? Sie wollten auf End Polio Now aufmerksam machen. Lesen Sie hier den Bericht von zwei der Protagonisten:

"Fangen wir von vorne an: Wie sind wir überhaupt dazu gekommen, eine Social-Media-Kampagne zu drehen? Was hat das mit End Polio Now zu tun? Und was kommt dabei heraus, wenn viele kreative Köpfe sich einem Projekt verschreiben?

Der Film „Solange ich atme“ basiert auf der wahren Geschichte von Robin und Diana Cavendish. Robin erhält im Alter von 28 Jahren die Diagnose, er sei an Polio erkrankt und habe nur noch wenige Monate zu leben. Die Zeit, die ihm bleibt, scheint er in einer Spezialklinik verbringen zu müssen, da er schon bald nicht mehr eigenständig atmen kann. Unwillig, dieses Schicksal kampflos hinzunehmen, sollen Robin (Andrew Garfield) und seine Frau Diana (Claire Foy, unter anderem bekannt aus der Netflix-Serie „The Crown“) gemeinsam mit ihren unermüdlich engagierten Freunden und der Familie bald schon ganz neue Möglichkeiten für das Leben von Polio-Patienten entdecken. Sie werden ihr Schicksal - bis heute - nachhaltig verändert haben.

Hier findet sich der Link von IMDB (Interet Movie Database) zum Film: www.imdb.com/title/tt5716464

Oder sehen Sie hier den offiziellen deutschen Trailer zum Film (Copyright: Universum Film):

Die Idee, parallel zum Filmstart auch eine Social-Media-Kampagne durchzuführen und dafür einen professionellen Promoclip zu erstellen, hatten die ehemaligen Rotaracter Bettina Redl, Felix Heintz (beide inzwischen beim Rotary E-Club Bavaria International) und Florian Gottschall (Rotary E-Club Berlin Global). Da der Bruder von Florian eine eigene Produktionsfirma in München hat, konnte hier schnell ein kompetenter Partner gefunden werden, der uns zudem kostenlos bei den Dreharbeiten unterstützte. Klar: eine gute Aktion braucht starke Helfer!

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Bevor wir mit den Dreharbeiten beginnen konnten, mussten "Darsteller" aus der rotarischen Familie gefunden werden. Den Ideengebern war es wichtig, dass Mitglieder unterschiedlichen Alters und Geschlechts im Video zu sehen sind. Da die Aufnahmen in München stattfanden, suchten wir insbesondere im Umkreis von München nach geeigneten Mitgliedern. Der Kontakt zum amtierenden Governor 1842 war schnell hergestellt und innerhalb einer Woche hatten wir zwölf Teilnehmer aus den Kreisen von Rotary und Rotaract gefunden, die sich bereit fanden, vor die Kamera zu gehen und uns bei unserem Vorhaben zu unterstützen. Auch Thomas Meier-Vehring reiste für die Dreharbeiten extra aus Kamen nach München. Er ist der Rotary Public Image Coordinator für Deutschland und hatte die Idee, für die Aktion zum Filmstart. Dass er sich binnen kürzester Zeit in einem Aufnahmestudio wiederfinden würde, hätte er sicher selbst nicht geahnt.

An einem Donnerstagnachmittag gingen die Dreharbeiten los. Bevor jeder von uns einzeln vor die Kamera kam, ging es erstmal in die Maske. Für viele von uns eine komplett neue Erfahrung. Es war schön, zu erfahren, dass die Maskenbildnerin, kein Geld für diese Arbeit verlangte, da sie sehr von unserem Engagement angetan war. Eine Geste, die deutlich zeigt: Die rotarische Familie macht den Unterschied, begeistert mit ihren Ideen und schafft es, nach außen zu begeistern. Auch die Dreharbeiten und der Schnitt seitens der Produktionsfirma „The Terminal“ wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt.

Während der Filmaufnahmen zum Promoclip beschrieben Rotaracter und Rotarier in Einzelaufnahmen die in der rotarischen Welt bekannte Kampagne End Polio Now und ihre Sicht auf die weltweit seit Jahren bekannte Aktion und machten Werbung für einen Kinobesuch des Films „Solange ich atme“ (ab dem 19. April bundesweit zu sehen).  Gleichzeitig warben sie dafür, via SMS zu spenden. Seit Mitte April ist der Clip inzwischen fertig geschnitten und produziert - zu finden ist er auf unterschiedlichen Social Media Kanälen von Rotaract und Rotary.

Unser Fazit? Die Dreharbeiten haben richtig viel Spaß gemacht! Besonders, weil sich eben nicht nur Mitglieder eines Rotary oder Rotaract Clubs für eine gute gemeinsame Sache zusammengefunden haben. Wer nun meint, die größte Herausforderung hätte mit den Momenten vor der Kamera zu tun, irrt. Tatsächlich haben wir nur etwa vier Stunden lang gedreht! Das schwierigste an diesem durchaus ungewöhnlichen Projekt war es, in sehr kurzer Zeit eine Gruppe rotarischer Mitglieder unterschiedlichen Alters und Geschlechts zu finden, um all die verschiedenen Facetten, die die rotarische Familie zu bieten hat, darzustellen, und das Projekt zu repräsentieren.

Am Ende des Tages haben wir mit diesem Projekt nicht nur die Säule „Helfen“ bedient, sondern ganz klar auch eine Menge gelernt. Zum Beispiel hat der Produzent uns nach den Dreharbeiten und der gemeinsamen Pizza viel über seine Arbeit erzählt, wir konnten einige seiner Werke in seinem eigenen Kino sehen und haben viele tolle Einblicke von vor und hinter der Kamera gewinnen können.

Anna Feininger, RAC Nienburg-Mittelweser
Felix Heintz, Rotary E-Club Bavaria International