03.06.2011

Sonderausstellung in Mainz

Der verschwundene Dom

Als glanzvollen Schlusspunkt des Mainzer Domjubiläums präsentiert das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum eine einzigartige Schau. In einer nie da gewesenen Dichte wird der Dom im Wandel der Zeit sichtbar gemacht und den vergangenen, heute verlorenen Raumbildern des Gotteshauses nachgespürt.

Etwas irritierend ist vielleicht der Name der Ausstellung. Der Dom verschwunden? Denn nichts ist den Mainzern so vertraut wie ihr Dom – ein Ort des Glaubens, zugleich architektonisches Meisterwerk und Identifikationssymbol der Stadt. In der Sonderausstellung wird der Dom allerdings so gezeigt, wie ihn bislang niemand kannte: Jene Raumzustände, die im Laufe der Jahrhunderte verschwanden, werden wieder sichtbar und erfahrbar gemacht.

1000 Jahre Geschichte

Neu entdeckte Stücke der mittelalterlichen Chorschranken, prächtige Wandteppiche, kostbare Schatzkunst und weitere nie gezeigte Exponate aus 1000 Jahren Domgeschichte, von der Architektur bis hin zu beweglicher Innenausstattung, geben einen lebendigen Eindruck von der Erfahrungswelt eines Dombesuchers im Laufe der Jahrhunderte. Im Zusammenspiel mit diesen Zeitzeugnissen lassen anschauliche Rekonstruktionen und aufwendige Modelle verlorene Zustände des Domes wieder aufleben. Als Krönungsstätte und Zeremonialraum, Wallfahrtsort und Grablege, Stiftskirche des Domkapitels und Kulisse weltlicher und religiöser Feste veränderte sich das Erscheinungsbild im Inneren und Äußeren ständig. Neufunde und teilweise erstmals rekonstruierte Bauteile wie der Ostlettner aus dem 15. Jahrhundert oder das Martins-chörlein – ein kapellenartiger, filigraner Bau mitten im Kirchenschiff – machen das Erleben der Domgeschichte spannend wie nie. „Selbst für eingefleischte Domkenner dürfte die Ausstellung einige Überraschungen bieten“, so Museumsdirektor und Dom- und Diözesankonservator Hans-Jürgen Kotzur (RC Mainz). Zur Ausstellungsfläche zählt neben den historischen Sälen des Domkapitels auch das umliegende Domterrain: der West- und der Südflügel des Kreuzganges, die Schatzkammer und die sonst für Besucher verschlossene Memorie. So kann die Geschichte der Kathedrale in ihren historischen Räumen lebendig werden.

Erschienen in Rotary Magazin 6/2011

Rotary Magazin 12/2016

Rotary Magazin Heft 12/2016

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