Rotary International Convention - Armut bekämpfen

Friedensnobelpreisträger und Gründer der Grameen Bank, Dr. Muhammad Yunus bei der RI Convention in Bangkok.

08.05.2012

Rotary International Convention 

Armut bekämpfen

Armut und Hunger waren die Hauptthemen auf der zweiten Plenarsitzung der RI Convention 2012, auf der eine Reihe mehrfach ausgezeichneter Redner die Rotarier aufriefen, ihren Einfallsreichtum dafür einzusetzen, diese globalen Herausforderungen zu bekämpfen.

Der Pionier in der Mikrokredit-Vergabe und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus lobte die Rotarier für ihre Einsätze bei der Entwicklung von Mikrokrediten für Arme.

Der Gründer der Grameen Bank forderte die Rotarier zudem dazu auf, soziale Unternehmen zu fördern, die nicht nur Erträge erzielen sondern auch an die Gemeinwesen zurückgeben, in denen sie angesiedelt sind. Als Beispiel hob Yunus ein Kooperationsprojekt zwischen der Grameen Bank und Danone hervor, durch das Joghurt mit besonders hohem Nährwert für Kinder in Bangladesh produziert wird. So wird nicht nur Mangelernährung bekämpft sondern es werden gleichzeitig auch neue Jobs geschaffen.

"In unserer heutigen Welt setzen wir Geld dafür ein, um noch mehr Geld zu machen, und nicht um Probleme zu bekämpfen", so Yunus. "Wenn wir Geld jedoch kreativ zu Geschäftszwecken einsetzen, können wir jedes Problem lösen." Die Grameen Bank schloss sich jüngst zudem mit Adidas zusammen, um Schuhe herzustellen, die weniger als 1 USD pro Paar kosten. Die Schuhe sollen in armen Ländern vor Fußparasiten schützen, die Infektionen hervorrufen können.



Auch Hugh Evans, Gründer und CEO des Global Poverty Project sagte während seiner Rede, dass Rotary durch seinen Einfluss zur Senkung von Armut beitragen kann. "So wie Rotary glauben auch wir, dass durch die Mobilisierung von vielen Einzelpersonen echte Veränderungen in der Welt möglich sind", so Evans.

Gillian Sorensen, Senior-Beraterin und nationale Fürsprecherin bei der United Nations Foundation, regte die Rotarier dazu an, mit Regierungen zusammenzuarbeiten, um globale Probleme wie Armut, Hunger und Analphabetismus zu bekämpfen und Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung zu schaffen. "Es ist mittlerweile klar, dass derartige Probleme von Regierungen nicht alleine gelöst werden können", so Sorensen. "Sie brauchen verschiedenen Partner, z.B. Partner aus dem Privatsektor oder Bürgerorganisationen wie die Ihrige, die in der Lage sind etwas beizutragen und Führungsrollen zu übernehmen."

Sorensen betonte zudem, dass Rotary, das seit nunmehr 66 Jahren Beziehungen zur UN pflegt, weiter eine aktive und einflussreiche Präsenz im Hauptquartier in New York hat. "Sie spielen eine ähnlich wichtige Rolle wie UNICEF, die UNESCO und die WHO".

Die Grammy-prämierte Sängerin und Songschreiberin, Angelique Kidjo, verwies darauf, dass es weltweit zwar viele unheilbare Erkrankungen gäbe, dass es jedoch noch viel frustrierender sei, mitanzusehen, wenn nicht genügend getan wird bei Krankheiten, für die es Heilmittel gibt. Zu Rotarys Kampagne "This Close" (Wir sind so nah am Ziel) sagte Kidjo, die 2002 zum UNICEF Goodwill Ambassador ernannt wurde: "Die Kampagne vermittelt die richtige Botschaft [...]. Wir wissen, dass die Ausrottung möglich ist und wenn wir all unsere Energie einsetzen, ist das Ziel zu erreichen."



Sonstige Ereignisse

Am 6. Mai kamen 2.012 Teilnehmer der Convention zusammen, die gelbe und blaue Ponchos trugen, um ein Smiley-Gesicht zu formen und somit das weltweit größte Lächeln zu formen. Das Ereignis wird bei "Ripleys Believe it or Not" registriert werden.


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