Council on Legislation (CoL) - Der

24.04.2013

Council on Legislation (CoL) 

Der "Gesetzgebende Rat" tagt in Chicago

Seit zwei Tagen sitzen in Chicago gut 500 Rotarier aus allen Distrikten der Erde zusammen, um als "Gesetzgebender Rat" (Council on Legislation, CoL) über die seit der letzten Zusammenkunft (2010) weltweit gesammelten Anträge auf Satzungsänderungen zu diskutieren und abzustimmen. Diese können mitunter weitreichende Folgen haben, zum Beispiel wurde die Aufnahme von Frauen in Rotary Clubs auf Beschluss des CoL 1989 gesetzlich verankert und auch die PolioPlus-Kampagne hatte der CoL 1986 ins Leben gerufen.

 

Aus Deutschland angereist sind die 14 CoL-Beauftragten aller Distrikte, Holger Knaack als Director elect sowie der CoL-Beauftragte des Governorrats, Petr Iblher. Ein wichtiger Beschluss könnte dieses Mal sein, dass die Zahl der Delegierten für das CoL zukünftig nicht mehr gießkannenartig mit "einer pro Distrikt" definiert wird, sondern in Abhängigkeit zur Anzahl der Clubmitglieder im Distrikt steht. Außerdem wird auch ein Antrag auf "Relevanz des Alters" diskutiert und möglicherweise in den "Code of Policies" (Satzung) übernommen. Letzterer soll dafür sorgen, dass nicht nur der Beruf, die Religion und das Geschlecht als Kriterien für eine gelungene Diversifizierung der Clubmitglieder heranzuziehen sind, sondern auch auf eine möglichst große Bandbreite der Jahrgänge geachtet werden sollte. Das CoL endet am Freitag, nächste Woche werden dann vermutlich die ersten "gesicherten" Ergebnisse mitgeteilt.

Der Gesetzgebende Rat ist sozusagen das „Parlament“ von Rotary und tritt alle drei Jahre zusammen, um über die von Clubs, Distriktkonferenzen, dem Generalrat/der Konferenz von Rotary International in Großbritannien und Irland (RIBI) und dem Zentralvorstand von Rotary International eingereichten Änderungsanträge und Resolutionen zu beraten und entsprechende Beschlüsse zu fassen. Der Rat kann auch selbst Vorlagen einbringen.

 

Der Gesetzgebende Rat ist für die Leitung von Rotary von äußerster Bedeutung. Er gibt Clubs ein Mitspracherecht bei der Führung ihrer Organisation, während der Zentralvorstand die Richtlinien für Rotary International vorgibt. Zu diesem Zweck delegiert jeder Distrikt einen Vertreter zum Rat, der nach dem üblichen parlamentarischen Verfahren die eingereichten Vorlagen prüft. Jeder Club und jeder Distrikt kann Vorlagen beim Rat einreichen, und einige der wichtigsten Tätigkeiten von Rotary gehen auf Beschlüsse des Rates zurück.

Der Rat setzt sich aus über 500 Vertretern aus allen Teilen der rotarischen Welt zusammen. Ein von den Clubs gewählter Vertreter des Distrikts ist zur Abstimmung berechtigt. Der Vorsitzende des Rates und sein Stellvertreter, der RI-Präsident, die Mitglieder des Zentralvorstands und ehemalige RI-Präsidenten sind dagegen nicht stimmberechtigt.

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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