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Eine Million US-Dollar für Polio eingefahren!

 - Eine Million US-Dollar für Polio eingefahren!
Die letzten Meter auf der Sternfahrt zur Distriktkonferenz von D1920 © Rotary Magazin

Bereits vor dem Start des Race Across America hat das Rad-Team der Rotarier sein Riesen-Spendenziel zugunsten von End Polio Now erreicht

01.07.2018

Jetzt können wir das Race ganz entspannt angehen“, sagte Kurt Matzler nach dem ersten Jubel, als bei der Distriktkonferenz von D 1920 schließlich die Summe von einer Million US-Dollar auf der Spendenuhr stand. Matzler ist zum dritten Mal beim Race Across America (RAAM) dabei und warb mit seinen Teamkollegen schon seit Sommer 2017 per Rad und Vortrag um Spenden. „Eine Million US-Dollar für den Kampf gegen Kinderlähmung – das heißt über 1,4 Millionen Polio-Impfungen“, machte er deutlich.

Training plus Werbung
Die Radfahrer und das RAAMBetreuerteam hatten sensationelle Vorarbeit geleistet: Eine hohe dreistellige Summe war schon vor dem Rennstart im Juni eingeworben, Trikots, Basecaps und Radler-Handschuhe verkauft worden. Die Gäste der Distriktkonferenz wollten sich daher nicht lumpen lassen – D 1920 spendete 40.000 Euro, aus dem Nachbardistrikt 1910 kamen 30.000 Euro.

„Wir waren der Million schon ziemlich nahe“, sagt Matzler. Der Rotarier vom RC Innsbruck-Goldenes Dachl war an diesem Juni-Tag ganz früh mit seiner Frau und Mitfahrerin Ruth Brandstätter (Inner Wheel Innsbruck), Teammitglied Markus Mayr (RC Lienz) und zahlreichen Rad-Freunden zu einer Sternfahrt in Richtung Distriktkonferenz aufgebrochen – mal eben 250 Kilometer als Training und Werbetour. Denn da war noch diese kleine Lücke von ein paar Tausend Euro oder besser Dollar … 

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Der gefakte Eine-Million-Dollar-Schein war gar nicht nötig - die Millionen-Spende wurde auf der Konferenz auch so voll gemacht.

Die wurmte aber auch die Clubvertreter auf der Distriktkonferenz. Sekretäre wurden deshalb mit Rundrufen beauftragt, Schatzmeister kontaktiert und manche Mail in die Runde geschickt. Bis es dann hieß: „Kurze Nachricht: 1000 Euro für das Polio-RaceTeam von uns.“ „Ja, und auch von uns!“ Dass ihr Einsatz derart überzeugte und Clubs wie Förderer zum freigebigen Spenden animierte, überraschte das Rad-Team, gibt Meinhard Huber (RC Enns) zu. Er war nicht nur einer der Betreuer im Rotary-Team beim Race. Der Repräsentant der Fellowship Cycling to Serve Austria organisierte mit Unterstützern bereits seit Monaten zusätzliche Spenden-Events: 4 Days in Perg, Indoor-Cyclings, Vorträge.

„Jeder einzelne Kilometer, der dabei erradelt oder gespendet wurde, hat zu dieser Riesensumme beigetragen – es hat sich gelohnt.“ Rund 12.000 Trainingskilometer lagen hinter den österreichischen Radfahrern, als sie am 16. Juni in den USA topfit und motiviert an den Start gingen. Ihr Ziel: Annapolis an der Ostküste in weniger als sieben Tagen erreichen. Doch Bob McKenzie (RC Tulsa/Oklahoma), das vierte Team-Mitglied, gab die eigentliche Richtung vor: „We cycle that others can walk - wir radeln, damit andere gehen können“ – und eben nicht an Polio erkranken.