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Hilfe für Säuglinge in Indien

Gemeinsam stark für Schwache

Hilfe für Säuglinge in Indien - Gemeinsam stark für Schwache
Hilfe aus Deutschland und den Niederlanden: Dr. Tobias Vogt (links) mit seinem indischen Team und Rot. Milstrey, RC Viersen-Schwalm-Nette

14.09.2012

Seit mehr als acht Jahren unterstützt der Rotary Club Viersen-Schwalm-Nette den deutschen Arzt Dr. Tobias Vogt in Kalkutta. Jetzt ist die Hilfe, die der Mediziner und die Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“ in den Elendsvierteln der indischen Metropole leisten, auf neuen finanziellen Grund gestellt worden. Gemeinsam sorgten die Rotarier aus dem Kreis Viersen und ihr niederländischer Partnerclub Horst-Sevenum-Maasdorpen dafür, dass 25.000 Säuglinge und Kleinkinder in Kalkutta gegen Tuberkulose geimpft werden. Außerdem können der Arzt und sein Team notwendige Vitaminpräparate an Mütter und Kinder ausgeben.

Den Viersener Freunden gelang es zudem, Rotarier in Kalkutta von der Arbeit der Krankenstation von Dr. Vogt zu überzeugen. Zusätzlich gefördert wird das Projekt von der Rotary Foundation. Insgesamt erbrachte die internationale Zusammenarbeit rund 50.000 Euro. „Wir freuen uns sehr über diese gemeinsame Aktion“, sagt Past-Präsident Lutz Deitmer. Dr. Vogt berichtet kontinuierlich über seine Arbeit und die kleinen Erfolgserlebnisse in der Krankenstation. So zum Beispiel über den 14-jährigen Mohammed, dessen Lymphknotenkrebs erfolgreich behandelt werden konnte.

In Indien machten sich die Viersener Rotarier Milstrey und Walter selbst ein Bild von der Situation in den Slums der Millionenstadt. „Es ist schon bewundernswert, was Dr. Vogt dort leistet“, sagt Milstrey, der seinen Kollegen noch von der gemeinsamen Arbeit im Süchtelner St. Irmgardis-Krankenhaus her kennt. „Es herrscht ein großer Mangel an Medikamenten und Vitaminpräparaten, die für die Slum-Bewohner besonders wichtig sind.“ Vor allem Frauen litten an einer Knochenerweichung, weil die Slums so eng gebaut seien, dass kaum Sonnenlicht durchkommt. Der Mangel an Sonne lasse die Vitamin-D-Reserven des Körpers schwinden.

Der Beitrag ist im Rotary Magazin 9/2012 erschienen.