Rotary Friedensstipendium - Global gefragter Experte

Auch im aktiven Friedenseinsatz muss ein Stahlhelm dabei sein, Thomas Henökl beim Friedenseinsatz in Dehli, Herbst 2010 © Thomas Henökl, Kristansand

27.11.2012

Rotary Friedensstipendium 

Global gefragter Experte

Thomas Henökl aus Tirol war unter den ersten Rotary World Peace Scholars, als er nach seinem Studium in Innsbruck und Paris 2002 bis 2004 an der International Christian University in Tokio von Rotary ein Stipendium für ein Friedens- und Konfliktforschung erhielt. Auf einer Kundgebung gegen den Irakkrieg hält er dort 2003 vor 5000 Menschen eine Ansprache. Die Atmosphäre unter seinen Rotary-Kommilitonen war geprägt durch angeregte Diskussionen. „Ich denke, alle Kollegen hatten die Intention, sich ganz persönlich und im Rahmen ihrer Fähigkeiten einzubringen.“

2005 ist er am Europäischen Institut für Verwaltungswissenschaft in Maastricht tätig und publiziert Studien zu Interessenkonflikten, wird Projektmanager zwecks Reorganisation des Polizeiwesens in Bosnien-Herzegowina (2006/07) und unterrichtet in Frankreich, der Schweiz, in Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika. Ab 2008 ist Henökl Sicherheitsbeauftragter der Europäischen Union. Weltweit unterwegs, leitet er in den Erdbebengebieten von Haiti und Japan wie in Afghanistan Aufbauprojekte oder wirkt ebenso in Problemzonen von Indien, Pakistan, Kenia und Tansania. Im „Arabischen Frühling“ 2011 ist er in Kairo.

Die Gründung einer Familie hat ihn nach Norwegen verschlagen, der Heimat seiner Frau, wo er seine Erfahrungen in die Friedensforschung an der Universität in Kristiansand einbringt und am Zentrum für Europäische Forschung an der Universität Oslo mitarbeitet. Wie sieht er seine Einwirkungsmöglichkeiten als Experte für Konfliktlösungen? „Man hat immer wieder den Eindruck, gegen Windmühlen zu kämpfen und im Großen nichts ausrichten zu können. Trotzdem darf man die Hoffnung nicht aufgeben, denn gerade was im Kleinen und im Konkreten bewirkt werden kann, ist für Einzelne mitunter lebensrettend, wenn etwa nach einer Naturkatastrophe die Trinkwasserversorgung hergestellt oder ein Krankenhaus wiederaufgebaut wird.“



Erschienen in Rotary Magazin 11/2012


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