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Tag der Minengefahr-Aufklärung

Mine-Ex-Stipendiaten beenden Ausbildung

Tag der Minengefahr-Aufklärung - Mine-Ex-Stipendiaten beenden Ausbildung
MINE-EX-Stand bei der Fahrrad-Sternfahrt 2012 für eine Prothesenpresse in Kambodscha, bei der 38.000 Euro gesammelt werden konnten. Zum Zeitungsbericht

04.04.2013

Der heutige "Tag für die Aufklärung über Minengefahr und die Unterstützung von Antiminenprogrammen" wurde durch die Generalversammlung der UNO im Jahr 2006 eingeführt und soll für die Bedrohung durch Landminen und Fortschritte bei deren Beseitigung sensibilisieren. In einer Mitteilung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon heißt es dazu: "Die Vereinten Nationen leisten viel Unterstützung für Millionen von Menschen in Afghanistan, Kambodscha, Kolumbien, Laos, Libanon, Süd-Sudan und anderswo. Aber es ist noch mehr Einsatz nötig, vor allem jetzt in Syrien und Mali, wo die verheerenden humanitären Auswirkungen der Verwendung von explosiven Waffen in dicht besiedelten Gebieten wachsen". 

In mehr als 70 Ländern liegen zirka 80 Millionen Antipersonenminen (APM) zündbereit auf bzw. im Boden vergraben herum und es kommen immer wieder neue hinzu, obwohl das humanitäre Völkerrecht dies verbietet. Die Minen sind billig, schnell verlegt und "wirksam": Jährlich sind zwischen 20.000 und 25.000 Minenopfer weltweit zu beklagen
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Hilfe erhalten manche der Verletzten, die durch die Explosion und deren Folgen fast immer berufsunfähig wurden, zum Beispiel von MINE-EX, einem gemeinnützigen Verein rotarischer Freunde unter der Leitung von Gerhard Selmayr (RC Karlsruhe-Schloß) In Zusammenarbeit mit der schweizer MINE-EX-Stiftung wurden 2012 in Bosnien und Serbien zehn Stipendien für eine einjährige Berufsausbildung vergeben, die in ein paar Wochen auslaufen. Ein Stipendiat hat nun eine landwirtschaftliche Ausbildung, übernimmt ein kleines Landgut seiner Eltern und bemüht sich gerade um die Finanzierung einer Kuh. Ein anderer stellt jetzt Holzpellets her, ein dritter wurde zur othopädischen Hilfskraft umgeschult. Zur Zeit sucht MINE-EX für seine Stipendien weltweit nach neuen Kandidaten, u. a. auch in Kambodscha und Kolumbien. Leider ist die Schwierigkeit dabei nicht, Versehrte zu finden, sondern vertrauenswürdige Betreuer.

Heute endet auch die internationale Aufklärungs-Kampagne "Zeig Dein Bein", mittels derer auf das weltweite Minenproblem aufmerksam gemacht werden sollte.