350.000 Euro für Gesundheit - Rotary und Minister Niebel helfen Nigerias Müttern

Die Chefhebamme eines Krankenhauses in Nigeria besucht und berät junge Frauen und Mütter auch in deren Dörfern. Foto: Thomas Kruchem © Thomas Kruchem

23.05.2013

350.000 Euro für Gesundheit 

Rotary und Minister Niebel helfen Nigerias Müttern

Dank der Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) können deutsche Rotarier nun ein 2008 in Nordnigeria ins Leben gerufenes Projekt für Müttergesundheit auf zehn weitere Krankenhäuser ausweiten. Die Zusage von Minister Dirk Niebel für finanzielle Hilfsmittel in Höhe von 350.368 Euro über die nächsten zwei Jahre sowie weitere Beiträge von deutschen Rotary Clubs und der Rotary Stiftung ermöglichen die Verdopplung des rotarischen Engagements um medizinische Hilfe für Krankenhäuser in der ländlichen Region um die Hauptstadt Abuja und im Staat Ondo.

Im Rahmen des Projekts wird eine Gesundheitskampagne stattfinden, die über Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt, Schwangerschaftsnachversorgung, gesunde Ernährung, AIDS-Vorsorge und weibliche Genitalverstümmelung aufklären soll. Minister Niebel sagt: „Ich kann die Freiwilligeneinsätze von Rotary nur loben. Rotarys Credo „Service above self – Selbstloses Dienen“ und der persönliche Einsatz der vielen Mitglieder beweisen, dass dies auch tatsächlich gelebt wird. Entwicklungszusammenarbeit sollte im Zentrum einer Gesellschaft stehen. Ich danke Rotary für die Unterstützung bei der Entwicklungsarbeit“. Auch Robert Zinser vom Rotary Club Ludwigshafen-Rheinschanze, Initiator des Projekts, freut sich: „Durch den Ausbau werden wir noch mehr Leben von Müttern und Neugeborenen schützen können”.

Schätzungsweise 36.000 Frauen sterben jedes Jahr in Nigeria aufgrund der dortigen mangelnden Gesundheitsversorgung. Eine von 18 Frauen überlebt die Geburt eines ihrer Kinder nicht, im Vergleich zu einer Frau von 10.600 in Deutschland (Stand: 2012). Durch schlechte oder nicht vorhandene Geburtshilfe riskieren viele Frauen in Nigeria zudem Geburtsfisteln, die chronische Inkontinenz zur Folge haben und Blasen- und Niereninfektionen hervorrufen. Die Sterberate unter Neugeborenen in Nigeria beträgt circa 10 Prozent.

Dem deutschen Projektteam gehören an: Koordinator Jens-Jürgen Röhr, (RC Bielefeld-Süd); Gynäkologe Prof. Dr. Wolfgang Künzel (RC Gießen); Vorsitzender von Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. Sybe Visser (RC Dortmund-Hörde); Wirtschafsprüfer Christian Schulte-Bockum (RC Bottrop-Wittringen).

Der Schutz von Müttern und Kindern, Gesundheitsvorsorge, die Schaffung von Zugang zu sauberem Trinkwasser und Hygiene sind einige der wichtigsten Schwerpunktbereiche von Rotary, denen sich Rotarier in aller Welt widmen.







Rotary Magazin 9/2016

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