Distrikt 1950

Distriktkonferenz in Schweinfurt - »Rotary wird offener«

Ein Austauschschüler aus Südafrika bot eine besonders mitrießende Gesangsperformance dar. © Y. Nadler

01.07.2015

Distriktkonferenz in Schweinfurt 

»Rotary wird offener«

Yvonne Nadler

Vorträge über Wertewelten bei Rotary, ein tolles Rahmenprogramm mit Chor und Jugenddienst sowie ehrliche Reden – das war die Konferenz des Distriktes 1950.

Ist Rotary eine Wertegemeinschaft? Diese Frage stellte der amtierende Governor 2014/15 Klaus Eckhardt am Vormittag der Konferenz des Distriktes 1950 in Schweinfurt in den Vordergrund. „Rotary braucht Geradlinigkeit und Eindeutigkeit“, sagte er in seinen einleitenden Worten und meinte damit vor allem das Bild, das in der Öffentlichkeit von Rotary existiert. „Eine so große Organisation mit ihrem rollierenden System braucht mehr als Andere Konstanz – auch bei Verhaltensweisen und der Definition.“ Gemeinsame Werte können zu einer solchen Beständigkeit beitragen. „Rotary bildet dabei das Raster für verschiedene Wertewelten.“

Oliver Bruckner legte anschließend dar, was eine Wertegesellschaft überhaupt ausmacht. Nacheinander stellten verschiedene Redner unterschiedliche Wertewelten vor, vor deren Hintergründen ja auch rotarisches Leben stattfindet: So lernten die Anwesend unter anderem etwas über Werte in Russland, Japan sowie der islamischen Welt kennen . „Die Wertewelten der Zielgruppen von Rotary sind nicht identisch“, fasste Klaus Eckhardt das zentrale Ergebnis der Reihe von Vorträgen zusammen, die zum Nachdenken und Weiterdiskutieren in den heimischen Clubs anregen sollte. Und schloss mit der Frage: „Was ist Rotary, wenn es keine Wertegemeinschaft sein kann?“

Jürgen Auckenthaler stellte als Vertreter von Rotary International vor allem Rotarys Problem, neue Mitglieder zu bekommen, in den Mittelpunkt. Dazu passend die folgende kurze Ansprache von Katharina Rogg, scheidende Distriktsprecherin von Rotaract: In ihrer Amtszeit merkte sie: „Rotary wird offener“.

Christine Büring bedankte sich bei den Anwesenden „so mutig gewesen zu sein“, sie - als Mutter und Unternehmerin - für das Governoramt im Jahre 2016/17 gewählt zu haben. Anschließend zog der scheidende Governor Klaus Eckhardt seine Bilanz. In Erinnerung bleiben wird er den meisten sicherlich dadurch, dass er den Beirat verschlankt und verjüngt hat. Bei seinem erklärten Ziel, die Aufnahme von Fauen zu fördern, gestand er jedoch eine kleine Niederlage ein. So konnte er die Anzahl der Clubs, die keine Frauen aufnehmen nur von 24 auf 21 senken, anstatt auf 20, wie er es sich vorgenommen hatte. Eckhart veranlasste auch, dass die Kommunikation innerhalb des Distriktes verändert wurde. So werden jetzt nur noch Governorbriefe verschickt, „wenn es wirklich etwas zu erzählen gibt“. Die Konferenz endete mit der Übergabe des Governoramtes an Bernhard Fischenich, der nun Governor des Distriktes ist.

Erschienen in Rotary Magazin 8/2015

Rotary Magazin 12/2016

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