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Gemeinsame Bilanz

Braunschweiger Clubs spenden 153.400 Euro

Gemeinsame Bilanz - Braunschweiger Clubs  spenden 153.400 Euro
Präsentierten eine stolze Jahresbilanz: die Präsidenten der Braunschweiger Rotary Clubs und der Jugendorganisation Rotaract: (von links): Christoph Vierling, Kristin Torka, Thomas Mächtig, Martin Mack und Lothar Stempin. © Gernot Mantz

250 Männer und Frauen, zwischen 33 und 96 Jahre alt, en­gagieren sich in vier Braunschweiger Rotary Clubs für das Gemeinwohl, regional und weltweit. Allein im „rotarischen Jahr 19/20“ waren es 153.400 Euro, die verschie­denen Institutionen, Projekten und Aktionen zugute kamen.

23.06.2020

Sie nennen sich Hanse, Richmond, Heinrich der Löwe (HdL) oder schlicht RC Braunschweig: 250 Männer und Frauen, zwischen 33 und 96 Jahre alt, en­gagieren sich in vier Braunschweiger Rotary Clubs für das Gemeinwohl - regional und weltweit. Allein im rotarischen Jahr 2019/20, das den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres umfasst, waren es 153.400 Euro, die verschie­denen Institutionen, Projekten und Aktionen zugute kamen. Das be­richteten jetzt die vier Präsidenten der Clubs und die Präsiden­tin der Jugendorganisation Rotaract Braunschweig-Wolfsburg.

Im zu Ende gehenden Jahr bestimmte die Corona-Krise viele Aktivitäten der Rotary Clubs. Man "traf" sich online zu den wöchentlichen Meetings und küm­merte sich verstärkt um Fördermaßnahmen für Corona-Betroffene. So wird die TU-Initiative Sandkasten vom Club HdL unterstützt, wo unter anderem 10.000 Be­helfsmasken genäht wurden. Die Braunschweiger Tafel  und die Suppen­küche der Malteser erhielten Spenden und das Herzog-Anton-Ulrich Mu­seum bekam Besucher-Schutzeinrichtungen. Außerdem traten Musik­grup­pen mit Unterstützung von Rotary vor Altenheimen und dem Hospiz auf oder erhielten eine Laut­sprecheranlage.

Kinder und Jugend, Wohnungslose, Kultur und Umweltschutz

Größere Engagements in der Region kamen Kindern und Jugendlichen, Be­dürftigen, kulturellen Aktionen und einem hitzegeschädigten Waldstück zugute. Außerdem erzielte ein großer gemeinsamer Flohmarkt-Stand 1.510 Euro Ein­nahmen, die an das CJD Braunschweig weitergegeben wurden.

Präsident Christoph Vierling (RC Braunschweig-Hanse) hob in seiner Jahresbialnz vor allem die Unterstüt­zung der Maßnahme "Sprachanlässe schaffen für Bewegung" her­vor, mit der zwei Brennpunktschulen Gelder erhielten. Der  jährliche "För­derpreis für soziale Projekte" stellt mindestens 12.000 Euro für so­ziale und kulturelle Projekte bereit.

Präsident Martin Mack (RC Braunschweig-Heinrich der Löwe) stellte die Förderung des Tandem-Jugend­projektes "Abila" sowie die Spende für den Wohnungs­losen-Tages­treff "IGLU" heraus.

Präsident Thomas Mächtig (RC Braunschweig-Richmond) erwähnte unter anderem Clubspenden an die Musikschule Braunschweig für frühkindliche Musikerziehung und die neue Orgel der Domsingschule. Seit vielen Jahren kümmert sich Richmond außerdem mit Ausfahrten und einer Weihnachtsfeier um die Bewohner des Maria-Stehmann-Hauses in Neuerkerode.

Präsident Lothar Stempin (RC Braunschweig) berichtete von der Pflanzung von 12.000 Eichen im Harxbütteler Wald, der nach der Trockenheit der vergangenen Jahre mit rund 10.000 Euro Unter­stützung wieder aufgeforstet wurde.

Präsidentin Kristin Torka (Rotaract Club Braunschweig-Wolfsburg) erläuterte die Pro­jekte der Jugendorganisation. Man kooperiere beispielsweise mit dem Kinder- und Jugend­zentrum Querum, führe die Lebensmittel-Spendensammlung "Kauf eins mehr" durch und veranstalte ein jährliches "Kidscamp", wo 60 Kinder aus Problemfamilien der Re­gion im Sommer in Almke bei Wolfsburg ein gemeinsames betreu­tes Wochenende verbringen.

Für Israel, Afrika, Griechenland – gegen Polio

Zusätzlich engagierte sich der Club Heinrich der Löwe für den jüdisch-arabi­schen Kindergarten "Ein Bustan" in Braunschweigs Partnerstadt Kiryat Tivon in Israel, Richmond unterstützte ein Landwirtschaftsprojekt in Sierra Leone und der RC Braunschweig organisierte einen Musik- und Studenten-Austausch mit der Universität Thessaloniki. Insgesamt 11.000 Euro zahlten die vier Clubs darüber hinaus für die Unter­stützung der Rotary-Aktion "End Polio Now", mit der seit 1981 die Kinderlähmung in der Welt ausgerottet werden soll, was inzwischen nahezu vollständig gelungen ist.

Rotary bezeichnet sich zudem als "weltweit größte Jugend-Austauschorga­nisation": Zwei Austauschschüler mussten allerdings wegen der Corona-Krise ihr Auslandsjahr vorzeitig abrechen und in ihr Heimatland zurückkehren. Braunschwei­ger SchülerInnen kamen deshalb früher unter ande­rem aus den USA und Brasilien zurück.

Gernot Mantz