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Murnau-Oberammergau

Gemeinsam könnten wir viel mehr tun

Murnau-Oberammergau - Gemeinsam könnten wir viel mehr tun
Rotarier leisten Hilfe vor Ort © RC Murnau-Oberammergau

Viele Rotary Clubs engagieren sich für mindestens einen der sechs Schwerpunktbereiche Rotarys. Es könnten aber deutlich mehr sein – wenn sie sich mehr zusammen täten, auch über Distriktgrenzen hinaus.

01.12.2017

Aus den anfänglichen Bemühungen von Jörg Bahr (RC Murnau-Oberammergau), die medizinische Versorgung der Bevölkerung Nepals zu verbessern, wurde ein umfangreiches Engagement, an dem sich mittlerweile viele Clubs beteiligen und sehr erfolgreiche Projekte in den Bereichen Gesundheit und Bildung stemmen.

Alles begann 2002, als Bahr für den German Rotary Volunteer Doctors e.V. die ersten Verbindungen nach Nepal geknüpft hatte, heute sind in Nepal jährlich bis zu 50 Fachärzte aus fast allen Distrikten für einige Wochen im Einsatz, „Mutterkrankenhaus“ ist das weithin bekannte Dhulikhel Hospital. Die personelle Unterstützung wurde durch die gezielte Bereitstellung von hochwertigem medizinischem Material ergänzt. Desweiteren hat er am Dhulikhel Hospital ein sehr erfolgreiches Ausbildungsprogramm zur Familienplanung und Gesunderhaltung initiiert, was von der Bernd und Inge Scharf Stiftung (BISS) getragen wird: Vier nepalesische Hebammen wurden dort mit allen nötigen technischen Mitteln zur Unterrichtsgestaltung ausgestattet und für den Einsatz in abgelegene Regionen entsendet. Sie betreuen nun mehrere tausend Frauen und ältere Schüler pro Jahr.

Hilfe in abgelegenen Orten
Da Bildung mindestens ebenso wichtig wie Gesundheitsfürsorge und Familienplanung ist, gründete Jörg Bahr 2008 zusammen mit Freunden der Verein Schülerhilfe für Nepal e.V., um – wiederum in abgelegenen Regionen – Schulen zu bauen und armen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen Mit technischer Unterstützung der Rabindra Puri Foundation for Conservation wurden mittlerweile acht erdbebensichere Schulen gebaut und zwei weitere renoviert. Der Verein betreut heute rund 3800 Schüler. "Natürlich gehört zum Thema Bildung auch die berufliche Ausbildung, wir freuen uns sehr, im April 2018 in Bhaktapur eine große Gewerbeschule einweihen zu können. Dort sollen jährlich rund 150 Klempner, Elektriker, Maurer und Tischler ausgebildet werden" erzählt Bahr über die aktuelleste Entwicklungen. "Allein bei diesem Projekt haben sich neun Rotary Clubs und 39 rotarische Einzelspender an der Finanzierung beteiligt."

Kooperation ist sinnvoll
"Unsere vor Ort gesteuerten und mit Hilfe vieler Rotary Clubs weiterentwickelten Projekte sind erfolgreich, weil sie gut aufeinander abgestimmt sind und von vielen Clubs gemeinsam getragen werden. Das sollte für Auslandsprojekte immer angestrebt werden, so lassen sich auch die Vorteile von Global Grants viel besser nutzen".