Distrikt 1860

Togo-Hilfe - Gesucht: Elektrikerinnen für ländliche Regionen

Frauen lernen in einem Ausbildungszentrum in Gbalave in Togo das Schneidern. © RC Homburg-Zweibrücken

01.10.2017

Togo-Hilfe

Gesucht: Elektrikerinnen für ländliche Regionen

Heinz Weinkauf

Der Rotary Club Homburg-Zweibrücken will ein Projekt in Afrika unterstützen, das der Verein der Togo­freunde im pfälzischen Jockgrim initiiert hat.

Einstimmig war das positive Echo, als die neue Präsidentin des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken, Charlotte Glück, in der Clubversammlung die Ausbildung junger Mädchen und Frauen in Afrika als wichtigste Förderaufgabe des Clubs im rotarischen Jahr 2017/18 ankündigte. Mit zunächst 10.000 Euro plus 6500 Euro spontaner Spenden aus dem Club allein für diesen Zweck will Rotary in Togo in einem Ausbildungszentrum in Gbalave aktiv werden, einem kleinen Ort nahe der 96.000- Einwohner-Stadt Kpalime.

Enge Zusammenarbeit
Der RC Homburg-Zweibrücken stützt sich bei diesem für afrikanische Verhältnisse äußerst wichtigen Projekt auf Erfahrungen des gemeinnützigen Vereins der Togofreunde e. V. im pfälzischen Jockgrim. Dessen Vorsitzender, Dr. Samuel Husunu, berichtete im Homburg-Zweibrücker Club über seine Heimat, vor allem aber über die Tätigkeit des Jockgrimer Vereins, wobei ein Ausbildungszentrum Schwerpunkt der Förderung ist. Neben diesem hat der 1996 gegründete Verein in Togo auch Brunnen, Schulen, Sozialstationen und ein Labor zur Anpassung von Hörgeräten gebaut oder eingerichtet. 

Togo, Karte, Kpalime, RC Homburg-Zweibrücken, Nationalflaggen.de
Nahe Kpalime im Südwesten Togos liegt
Gbalave, wo das Schulprojekt unterstützt
wird. © Nationalflaggen.de

Der aus Togo stammende Husunu lebt seit 1977 in Deutschland, wo er auch studiert hat, ist seit 1990 deutscher Staatsbürger, arbeitete 35 Jahre bei Daimler und ist in seinem deutschen Heimatort Jockgrim auch lokalpolitisch tätig.

Attraktiv für Frauen
Die Kontakte zu Jockgrim hat übrigens Zweibrückens katholischer Stadtpfarrer und Rotarier Wolfgang Emanuel geknüpft, dem die Togo-Hilfe ein Herzensanliegen ist.
Träger des 1997 in Gbalave geschaffenen Ausbildungszentrums, das gegenwärtig von 91 jungen Menschen besucht wird – 56 Männern und 35 Frauen –, ist Caritas der Diözese Kpalime, also die katholische Kirche. Ausgebildet werden Maurer, Schreiner, Bio-Landwirte, Schneiderinnen, Friseurinnen und neuerdings Elektriker, da in Togo immer mehr ländliche Regionen Stromanschluss erhalten. Dieser Beruf soll nun für junge Mädchen und Frauen attraktiv gemacht werden, da sie als für solche Arbeiten besonders geeignet gelten. Und genau diesem Vorhaben soll die Spende des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken hauptsächlich dienen.

 

Erschienen in Rotary Magazin 10/2017

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