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Amberg

Hilfe für junge Leute in Gambia

Amberg - Hilfe für junge Leute in Gambia
Mit Unterstützung aus der Oberpfalz wurden die sanitären Bedingungen in einer Berufsschule in Sintet wesentlich verbessert. © Adelheid Gonschorek

„Technik ohne Grenzen“-Mitglieder sorgten mit Unterstützung des RC Amberg für Toiletten an einer Berufsschule in Gambia.

01.09.2019

Im kleinen westafrikanischen Land mit zwei Millionen Einwohnern setzt sich der Amberger Verein „Socialis for the Gambia“ seit 20 Jahren an den Standorten Sintet und Brufut für bessere Zukunftsaussichten der Kinder und Jugendlichen ein. Mit "Technik ohne Grenzen" als Organisation für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit entstand 2017 eine Kooperation. Ziel war es, eine trockene Trenntoilette für die Berufsschule im ländlichen Sintet bauen zu können. Diese soll auch ohne Kanalisation und Leitungswasser die Sanitär- und Hygienesituation verbessern.

Das Konzept der der trockenen Trenntoilette ist relativ simpel: Kot und Urin werden getrennt und können, nach Einhaltung aller Hygienisierungsmaßnahmen, als zusätzlicher Dünger auf die Felder der Landwirtschaftsschule ausgetragen werden - soweit die Idee des Projektes.

Bauarbeiten bei 40 Grad
Mit finanzieller Unterstützung des Rotary Club Amberg konnte nach einem Kennenlernen mit den gambianischen Partnern - dies fand bereits im Mai 2018 statt - nun der Bau umgesetzt werden. Trotz anfänglicher Bauverzögerungen und über 40 Grad Celsius koordinierte das dreiköpfige Team die Arbeit der lokalen Handwerker und Partner, improvisierte bei fehlenden Materialen und hofft nun, dass die Toiletten genug ausgelastet werden, um in relevanten Mengen Dünger zu produzieren.

Interkulturell dazugelernt
Doch das ist nicht die einzige Aktion: Parallel dazu konnte in der größeren Küstenstadt Brufut eine gewöhnliche Wasserspültoilette gebaut werden, die nun von den etwa 40 Berufsschülern genutzt wird. Diese Investition soll eine wesentliche Verbesserung im Alltag sicherstellen.

Doch erst im weiteren Kontakt mit den Partnern vor Ort wird sich zeigen, ob die neuen Toiletten angenommen werden und den Schulalltag wirklich verbessern können, heißt es seitens der Aktiven von "Technik ohne Grenzen". Lehrreich war der Aufenthalt auf alle Fälle. Im Bereich interkultureller Kommunikation konnten sicherlich alle Projektbeteiligten viel dazulernen.