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Distrikt 1830

Hörls Tierleben auf der Erleninsel - eine Vorstufe zum Paradies

Distrikt 1830 - Hörls Tierleben auf der Erleninsel - eine Vorstufe zum Paradies
Bereits am Tag der Vernissage fanden über 100 Tiere neue Besitzer. © Foto: Rainer Kwiotek

Die 500 Tierskulpturen von Bildhauer Ottmar Hörl (RC Wertheim) dienen einem Projekt, das soziales ­Engagement und originelles Kunsterlebnis vereint.

Frieder Abele01.11.2016

Das zehnjährige Bestehen des RCs Waiblingen wird zum Anlass eines bemerkenswerten Projekts: Ein Mitglied kannte den Künstler Ottmar Hörl (RC Wertheim), die Ehefrau des diesjährigen Präsidenten Ullrich Villinger ist Schirmherrin der Stiftung LebensZeit, und so wird die Idee geboren, beides, soziales Engagement und Kunst, zum Wohle Be­dürf­tiger zu verbinden. Die Waiblinger Stiftung LebensZeit macht es sich zur Aufgabe, Menschen ein  würdiges ­Lebensende und Sterben zu ermöglichen. Sie unterstützt unter anderem das staatliche Hospiz in Backnang, das Kinderhospiz Puste­blume sowie die Begleitung Trauernder.

Pinguin & Hermelin
Ottmar Hörl, Bildhauer und Konzeptkünstler, wurde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, als er das Sprichwort des griechischen Dichters Aristophanes „Eulen nach Athen tragen“ wörtlich nahm: Anlässlich der Olympischen Spiele 2004 formierte er mehr als 10 000 Eulen aus Plastik zu einer Bodenskulptur. Der aufsehenerregenden Kunstaktion folgten weitere und nun tummeln sich rund 500 Tiere wie rote Pinguine, grüne Erdmänn­chen, goldene Hermeline, ­silberne Hasen friedfertig an einem Ort, der dafür wie geschaffen scheint: der kleinen Waiblinger Erleninsel, malerisch gelegen in den Auen der Rems.

Bei strahlendem Sonnenschein und zahlreichen Besuchern wurde die Open-Air-­Aus­stellung nun eröffnet. Ober­bür­ger­meister Andreas Hesky, Schirm­herr der Aktion, betonte in seiner Festrede, dass der Ort, die Natur und die Tiere wie füreinander geschaffen seien und der Rotary Club der Stadt Waiblingen und ihren Bürgerinnen und Bürgern mit diesem Projekt ein einzigartiges Geschenk gemacht habe: „Kunst im öffentlichen Raum ist etwas ganz Besonderes.“

Dem fügte Ottmar Hörl hin­zu, dass das Besondere auch in seiner Einmaligkeit stecke, denn so wird es den bunten Zoo nie mehr geben. Überhaupt interessiert sich Hörl für das Auftauchen und Verschwinden der Dinge; von dem Gedanken, Werke für die Ewigkeit zu schaf­fen, hat er sich längst verabschiedet.

Jeder kann Gutes tun, die bunten Tierfiguren werden zu erschwinglichen Preisen verkauft; bereits am Tag der Vernissage waren es über 100 Stück – der Künstler muss nachliefern. Die Hälfte des ­Erlöses geht an die Waiblingen Stiftung LebensZeit.