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DISTRIKT

In der Zukunftswerkstatt

DISTRIKT - In der Zukunftswerkstatt
© Volker Hasse

Fakten und Forderungen zum Thema „Rotary im 21. Jahrhundert“

04.05.2015

Rotary ist ein „Kind“ des 20. Jahrhunderts. Es wurde im vergangenen Jahrhundert gegründet und durch dieses geprägt. Deutlich werden aber nun die Veränderungen, welche die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts im Inneren betreffen.

Mit diesen Feststellungen begrüßte Governor Alois Serwaty mehr als 100 Teilnehmer an der Akademie „Die Wolfsburg in Mülheim a.d.R. zum Symposium des Distriktes unter dem Thema „Rotary im 21. Jahrhundert“.

Danach ging es ins Eingemachte. Der Impulsvortrag des Soziologen Prof. Dr. Hermann Strasser war ein Plädoyer für ein „Drei-Generationen-Modell“ in den Clubs.

Mit einem Feuerwerk an Fakten begründete RI Coordinator und PDG Dr. Peter Iblher seine Forderung nach einer veränderten Mitgliedergewinnung. Dabei geht es weniger um die gesellschaftliche Stellung als um die funktionelle Wirksamkeit unserer Mitglieder.

Die „Frauen-Frage“ konnte in der Diskussion nicht außen vor bleiben. Prof. Dr. Susanne Schweitzer-Krantz, RC Düsseldorf-Schlossturm, sieht dies gelassen. Am „Megatrend Frauen“ werden auch die „hartnäckigsten“ Clubs nicht herumkommen.

Weiterhin wurden Charakter und Selbstverständnis der Generation Y (DGE Dr. Joachim Goetz) sowie die Schwierigkeit von Veränderungsprozessen (PDG Dr. Wilma Heim) beleuchtet.

Das Symposium bewegte sich aber nicht nur auf der akademisch-theoretischen Schiene. Eine Liste von Handlungsempfehlungen für Veränderungsprozesse im Club ist das Ergebnis zweier Workshops. Der Präsident des Rotary Clubs Moers, Dr. Rainer Paus, berichtete über die Initialzündung des Projektes Zukunftswerkstatt in seinem Club, über die praktische Durchführung bis hin zu den emotionalen Aspekten und über die positiven Ergebnisse.

Eine Premiere bildete die Videokonferenzschaltung in die Schweiz. „Rotary forever young“ lautet das Motto des Governor des D 1980, Dr. Urs Klemm. Nein, die Schweizer Rotarier haben kein „Ewigkeits-Gen“ in sich, aber viele Überlegungen, wie Synergien genutzt und die junge Generation an Rotary herangeführt werden kann.

Der Governor forderte dazu auf, die Diskussion in die Clubs zu tragen, sich den geänderten Rahmenbedingungen zu stellen und zukunftsorientiert Veränderungsprozesse einzuleiten. Auch er habe keine „Leitungslösungen“, aber eine Vorstellung von einem Rotary des 21. Jahrhundert. Dieses sei geprägt durch eine größere Vielfalt, durch Offenheit, Relevanz und Bewegung. „Werden wir zur Gründergeneration für ein Rotary des 21.Jahrhunderts“. Dies ist sein Appell zum Abschluss des Symposiums.

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Von DG Alois Serwaty