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Konferenz des Distrikts in Erding

Kleine Runde mit Highlights­

Konferenz des Distrikts in Erding - Kleine Runde mit Highlights­
Feinste barocke Klänge vom Concerto München à quattro – die Begeisterung war groß © Rotary Magazin

Finanzexperten, junge Flieger, Klassikstars und ein Kämpfer für die deutsche Sprache prägten die Konferenz.

01.08.2016

Wenn ein Finanzer Lacher erzeugt und beim Jahresbericht Jugendfotos zeigt – das ist ungewöhnlich. Der Rückblick von Karl Heinz Große Peclum, Schatzmeister in D 1842, auf das vorige rotarische Jahr war nach 15 Jahren sein letzter. Da sind ein paar Verzierungen erlaubt – zumal angereichert mit der Ansage: „Es ist zu viel Geld im Topf.“ Nachfolger Carl von Soden wiederum meint: „Wir stehen gut da, doch nie so gut, dass wir zu viel Geld ausgeben könnten.“

Gleich nebenan tagten die Rotaracter der Distrikte 1841 und 1842, Governor Heinrich Zettler appellierte an sein Publikum, den Kontakt zu suchen. „Es wäre unklug, deren Power und das Engagement nicht zu nutzen“, ist er überzeugt. Mit Blick auf sein rotarisches Jahr dankte Zettler für das vielfältige Engagement, forderte aber auch: „Rotary muss sich angesichts der Migrationswellen ändern. Der Wandel steht vor der Tür, er stellt uns vor neue Herausforderungen.“ Gerade dieses Thema braucht jedoch noch Diskussion, zeigte sich in den Gesprächen am Rande der Distriktkonferenz.

Exzellente MUSIk, WITZIGE GEDANKENFLÜGE
Für Entspannung sorgte das Concerto München à quattro. Die vier Musiker brachten per Violine, Cello und Cembalo allerfeinste  barocke Klänge in die Stadthalle Erding und die Zuhörer zu lautstarkem Beifall-Marathon. Anschließend entführten die Inbounds und Outbounds per Gedankenflug in die Welt – thematisch passend zum nahen Münchner Airport. Als Anregung, noch mehr jungen Menschen einen Austausch zu ermöglichen, zeigten sie japanische Sprach- sowie mexikanische Tanz- und „Flug“-Einlagen.

VON MEUCHELPUFFERN UND ZITTERWEH
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, definierte mit dem Vortrag „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ Sprache als Instrument der Konfliktlösung, als Grundlage für Erlebnisse, aber ebenso auch für das Verantworten von Freiheit. Dabei rief er herzhafte Lacher hervor mit Übersetzungsversuchen à la „Pistole – Meuchelpuffer“ oder „Angina – Zitterweh“. Mit Blick auf das rotarische Publikum forderte Kraus, sich weiter für das Lesen und Schulbibliotheken einzusetzen.

Angesichts halbleerer Stuhlreihen will der neue Governor Peter Wohlrab künftig wieder mehr Rotarier auch für die DiKo begeistern. „Mit Betonung auf begeistern, denn davon lebt das gemeinsame Engagement“, ist er überzeugt.

Sabine Meinert