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Reichenbach/Auerbach

Praktische Hilfe zur Selbsthilfe

Reichenbach/Auerbach - Praktische Hilfe zur Selbsthilfe
Fast 70 Kinder haben ein Dach über dem Kopf, vor allem aber ein Zuhause gefunden © Privat

Der Rotary Club Reichenbach/Auerbach im Vogtland unterstützt die „Kinderhilfe
Westafrika e. V.“

01.06.2018

Vor elf Jahren gründete der Ostthüringer Torsten Krauße mit einigen Mitstreitern die „Kinderhilfe Westafrika e. V.“, die mittlerweile zur Erfolgsgeschichte geworden ist. Als Erstes finanzierten sie eine Wasserleitung für ein Ausbildungszentrum für Jugendliche, da es dort kein fließendes Wasser gab. Mittlerweile hat sich dieses Zentrum für die Berufsausbildung Jugendlicher vorbildlich weiterentwickelt, auch mehr als 800 Mädchen erhielten dort eine Chance zur Ausbildung.

Einmalig ist wohl die Erfolgsstory der Kinderhilfe mit der Aktion „Nähmaschinen-Sammeln“ vor zwei Jahren: In Thüringen und im benachbarten Vogtland hatte man rund 500 Nähmaschinen, die nicht mehr gebraucht wurden, gesammelt. Nach Prüfung der Gebrauchsfähigkeit und gelegentlich notwendiger Reparaturen wurden sie von einem Spenden-Sammellager in Oelsnitz/Vogtland in Containern nach Hamburg gebracht und von da aus nach Westafrika verschifft. Nach ihrer Ausbildung zur Schneiderin erhalten die Besten eine Maschine als Geschenk und als Werkzeug für den Weg zur Selbständigkeit.

„FSJler“ in Benin gesucht
„Kinderhilfe Westafrika e. V.“ ist vorwiegend in Burkina Faso, Benin und Ghana tätig. Mit Bauprojekten, jährlichen Hilfsgütersendungen und über 300 Patenschaften unterstützt man dort entsprechende Initiativen. In einem Ausbildungszentrum bei Bobo Dioulasso können zukünftige Tischler, Elektriker, Schweißer und Schneider ihren Beruf erlernen. Der RC Reichenbach/Auerbach hat im vergangenen Jahr ein gerade entstandenes Waisenhaus in Benin unterstützt.

Fast 70 Kinder haben im Centre Tabitha Dorcas ihr neues Zuhause gefunden, oft nach schrecklichen Erlebnissen. Es fehlte an ausreichend Trinkwasser, das nur durch eine Solar-Tiefbrunnenpumpe gewonnen werden konnte. Diese stellten die Vogtländer zur Verfügung. Mittlerweile löscht man dort nicht nur den Durst und hygienische Bedürfnisse; auch ein Teich zur Fischzucht und ein Garten als Nahrungsquellen entstanden dank begeisternder Eigeninitiative.

Vieles wäre ohne fleißige Helferinnen und Helfer aus Deutschland nicht möglich gewesen. Deshalb ist der Verein an Jugendlichen interessiert, die ihr „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) in Westafrika absolvieren möchten. Vielleicht fragen Sie mal im Club nach Interessenten?