Distrikt 1800

Hannover - Traumjob finden und Ziele erreichen

Berufsorientierung einmal anders bot der vom RC Hannover-Leineschloss unterstützte Workshop. © Sandra Weimar

12.03.2017

Hannover 

Traumjob finden und Ziele erreichen

Jugendcoach Constantin Weimar berichtet von seinem Workshop für Schüler, der vom RC Hannover-Leineschloss unterstützt wurde. Ein gedanklicher Rückblick

Berufsorientierung? Bei diesem Wort verdrehen viele Schüler genervt die Augen. Sie verbinden damit Online-Tests, lange Vorträge und dicke Ordner, in denen es vor allem um eines geht: Berufe. Ich versuche, einen anderen Weg zu gehen getreu dem Motto "Folge der Freude". Das war die Aufforderung, mit der ich die 10. Klassen des Gymnasiums St.-Ursula-Schule in Hannover besuchte. Mein Angebot: „Ein vierteiliger Workshop, in dem wir auf spielerische Weise herausfinden, was dir Spaß macht – und wie du damit Geld verdienen kannst.“

Die gute Nachricht: Dank der Unterstützung des Rotary Clubs Hannover-Leineschloss war der Workshop für die Teilnehmer kostenlos. Leider fehlen Schulen die finanziellen Mittel für solche Angebote. Der „Haken“: Die Schüler mussten vier Samstage ihrer geliebten Wochenenden investieren. 30 Plätze waren zu vergeben – 78 Schüler meldeten sich an. Also wurden die 30 Plätze verlost...

Wann hatte ich Spaß – und warum?

Bei persönlichen Erfolgen oder tollen Erlebnissen empfinden wir Freude. Darum untersuchten wir mit einer biografischen Methode die fünf größten Highlights im bisherigen Leben der Schüler. Welche persönlichen Stärken kamen hier zum Einsatz? Um welche Themen und Tätigkeiten ging es dabei? Und in welcher Umgebung habe ich mich dabei befunden? Die Schüler erstellten lange Listen und wählten anschließend die Top-10-Kriterien für ihren Traumjob aus, die sie in den „Traumjob-Kompass“ eintrugen. Das Feedback vieler Teilnehmer: „Das macht richtig Spaß, weil es hier um mich und nicht um Berufe geht.“

Wie könnte ich damit Geld verdienen?

In Kleingruppen unterstützten sich die Teilnehmer gegenseitig dabei, Tätigkeiten zu finden, die zum jeweiligen „Traumjob-Kompass“ passen – ich nenne das „Braingoogeln“. Anschließend recherchierten die Schüler zuhause online dazu passende Berufe, sowie Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“: Dem Rat Erich Kästners folgend, wurden in der nächsten Session konkrete Handlungen besprochen, mit denen man mehr über interessante Berufe herausfinden kann. Denn neben längeren Praktika bieten eintägige Hospitationen, Job-Interviews, Videos bei Youtube, etc. viele weitere Möglichkeiten – auch wenn man nicht gerne liest. Jeder Schüler notierte für sich passende Handlungen und setzte sich dafür konkrete Termine.

Warum tun wir nicht, was wir uns vornehmen?

Dieser Frage gingen wir in der nächsten Session auf den Grund: In interaktiven Übungen begegneten wir dem „inneren Aufgeber“ und limitierenden Gedanken. Wir übten, wie wir wieder das Kommando in unserem Kopf übernehmen können, und verabschiedeten uns von dem Gedanken, der uns am meisten begrenzt – in dem wir ihn sprichwörtlich zerschlugen.

Außerdem erzeugen Bilder stärkere Emotionen, wie zum Beispiel Freude und Begeisterung. Und das empfanden auch die Schüler, als sie in der letzten Session ihre Zukunftswünsche, entsprechende Teilziele, und dafür erforderliche Handlungen mit Bildern aus Zeitschriften auf einem Plakat zusammenfassten.

Fazit

Ausnahmslos alle Teilnehmer bezeichneten den Workshop als sehr gelungen und hilfreich. 90 Prozent von ihnen gaben an, dass sie ihrem „Traumjob“ näher gekommen sind und jetzt viel motivierter sind, dafür etwas zu tun. Dreiviertel erwähnten in ihren Feedbacks, dass sie jetzt eine ganz andere Vorstellung davon haben, was alles für sie möglich ist. Oder wie ein Teilnehmer schrieb: „Die einzige Grenze ist die, die man sich selbst setzt.“

Der Jugendcoach Constantin Weimar veranstaltet bundesweit Workshops an Schulen, RYLA Seminare für Rotarier Clubs und Feriencamps. Weitere Infos: www.constantinweimar.de

Tobias Weimar

Hintergrund: Elementarbildung

Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und ökonomisch sicheren Zukunft. Deshalb richten viele Clubs entsprechende Projekte darauf aus, Kindern eine umfassende schulische Grundbildung zu verschaffen. Artikel lesen »

Rotary Magazin 9/2017

Rotary Magazin Heft 9/2017

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