Anzeige
https://rotary.de/gesellschaft/botschafter-und-laenderausschuss-gemeinsam-im-dialog-a-14138.html
Rotary aktuell

Botschafter und Länderausschuss gemeinsam im Dialog

Rotary aktuell - Botschafter und Länderausschuss gemeinsam im Dialog
Ausbildung von Erzieherinnen in Südafrika – mit einem Global Grant gefördert © Bernhard Maisch

Der Länderausschuss Deutschland-Südliches Afrika berät mit Botschaftern und Experten von BMZ und GIZ die Förderung durch Rotary in Südafrika und Namibia. Er berichtet darüber anlässlich einer Breakout-Session bei der RI Convention in Hamburg

Bernhard Maisch01.05.2019

Aufgabe der Länderausschüsse ist die Förderung guter Beziehungen zwischen Distrikten und Clubs von zwei oder mehr Ländern, die Stärkung der Freundschaft und des interkulturellen Verstehens, die Unterstützung von Clubgründungen, die Netzwerkbildung, der Freundschaftsaustausch und die Initiierung von Gemeindienst- und Berufsdienst-Projekten. Darum kümmert sich der Länderausschuss Deutschland-Südliches Afrika (LADSA) seit seiner Gründung im Jahr 1995 durch Past-Gov. Hermann C. Schroth mit südafrikanischen Rotariern in Fryheid, KwaZulu-Natal. Der Distrikt 1820 ist der Leitdistrikt für den LADSA, in dem alle deutschen Distrikte vertreten sind. Seine Kernkompetenz ist die Beratung der Clubs bei Projekten und ihre Verbindung zu verlässlichen rotarischen Partnern in der Förderregion. Mitglieder und Koordinatoren begleiten die Anträge für Global und District Grants in den Distrikten 9350 (Angola, Namibia, Western Cape), 9400 (Johannesburg, Pretoria, der Nordosten von Südafrika, Mosambik, Swasiland und Botswana) und 9370 (KwaZulu-Natal, Mpumulanga, Free State Province, Eastern Cape, Northern Cape Province, südliche North West Province und Lesotho).

Herausragende Förderprojekte
Das mithilfe von BMZ und GIZ geförderte Bushmen-Projekt „Khomani San-Living in Peace“ ist ein Großprojekt des RC Helderberg-Sunrise mit dem RC Nienburg-Neustadt und 49 weiteren Clubs im Distrikt 1800. Es befindet sich in der zweiten Förderphase und wurde im Jahr 2017 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Es soll den südafrikanischen Ureinwohnern, den Khomani San, im Kgalagadi Transfrontier Park die Möglichkeit geben, in Frieden, Freiheit, Würde und ökonomischer Unabhängigkeit zu leben und dabei ihre traditionelle Identität als Buschleute in der Kalahari zu bewahren.

Zwei Projekte fördern die Ausbildung der Erzieherinnnen bei der vorschulischen Betreuung von Kindern im landwirtschaftlich geprägten Nordosten Südafrikas (RC Marburg / Distrikt 1820 mit RC Haenertsburg) und in einem sozialen Brennpunkt in Johannesburg (mehrere deutsche RCs mit dem Rotary E-Club Johannesburg). Vorschulische Erziehung wird in Südafrika nicht von der Regierung gefördert.

Diese und weitere Projekte wird der Länderausschuss bei der Breakout-Session der RI Convention am 4. Juni in Hamburg (Halle B7, Raum B701 von 13–14.30 Uhr) mit Vorträgen von Annemarie Mostert (Johannesburg), Wernt Brewitz und Bernhard Maisch vorstellen und mit den Zuhörern geeignete Wege für die Förderung durch Global Grants diskutieren. Themen zu Afrika-Projekten werden auch am Stand Nr. 4623 des Länderausschusses und des internationalen Dienstes zu sehen sein.

Frühjahrstagung in Berlin
Passgenau dazu hat der Länderausschuss bei seiner Frühjahrstagung im Afrikaverein der Deutschen Wirtschaft in Berlin die Botschafter der Republik Südafrika, Phumelele Stone Sizani, und der Republik Namibia, Andreas B.D. Guibeb, eingeladen. In einem anschließenden Podiumsgespräch mit Günter Nooke (Afrikabeauftragter des BMZ), Sabine Müller (Bereichsleitung Afrika, GIZ), Volkmar Klein (MdB), Stefan Liebing (Vorsitzender des deutschen Afrikavereins) wurden die Fördermöglichkeiten für Rotary Clubs erörtert. Die Themen waren breit gestreut: Perspektiven der Entwicklungshilfe unter der Agenda 2030 der UNO; Vorschule, Schule, Studium; der zweite Bildungsweg; die Duale Ausbildung; der „Marshallplan“ des BMZ für Afrika; die rasante Bevölkerungsentwicklung sowie Gesundheitsprobleme. Besuchen Sie den Länderausschuss:
rotary-southernafrica-germany.de/index. php/aktuelles

Bernhard Maisch
Bernhard Maisch ist em. Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin- Kardiologie der Philipps-Universität Marbung und Past Distrikt Governor im Distrikt 1820. Er ist derzeit unter anderem als Vorsitzender des Länderausschusses Deutschland-Südliches Afrika tätig.