Porträt - „Hier kann jeder Meister werden!“

Ist mit dem Fellowship-Team ständig in Sachen Golf aktiv: Thomas Hasak vom RC München-Ost © Dirk Bruniecki

01.04.2018

Porträt

„Hier kann jeder Meister werden!“

Die rotarischen Golffreunde haben sich 2016 neu aufgestellt. Thomas Hasak und das Vorstandsteam des 1. Rotary Golfclubs Deutschland, IGFR Germany e.V. wollen einiges ins Rollen bringen – nicht nur kleine Bälle

Ein Green sucht man zunächst vergebens, wenn man Thomas Hasak besucht. Kein Büro mitten auf dem Golfplatz, auch kein Putten auf grünem Teppich rund um Schreibtisch und Drehstuhl. Und doch hat alles am Arbeitsplatz des 53-jährigen Münchners irgendwie mit Golf zu tun. Denn Thomas Hasak ist Chef eines Verbandes von Golfanlageneigentümern und -betreibern und ebenso ehrenamtlich im Vorstand des 1. Rotarischen Golfclubs Deutschland IGFR Germany e.V. tätig.

Fragt man ihn nach seinem Handicap, winkt Hasak ab. Seine Leidenschaft für Golf gipfelt viel zu oft in Beratung, Organisation oder Management. Selten steht er tatsächlich zum Üben auf dem Rasen. „Golf-Ergebnisse zählen für mich sowieso eher weniger... Ich freue mich viel mehr, wenn ich beim Golfen mal wieder meinen langjährigen italienischen Freund Francesco treffe, der so viel auf Reisen ist. Einfach so, just for fun. Er ist auch Rotarier und es gibt immer viel zu erzählen – Projekte, Erlebnisse, Diskussionen... Und das ist es auch, was wir mit dem 1. Rotary Golfclub Deutschland erreichen möchten: dass man Spaß an beidem hat – an Golf und an Rotary.“

Starkes Team
Hasak selbst ist durch den deutschen Profi Bernhard Langer mit dem Golf-Virus infiziert worden. Nachdem dieser 1985 als junger Spieler in Augusta/Georgia sein erstes US-Masters-Turnier gewann, wusste Hasak: „Das ist mein Sport!“ Sein Job in der Hotel- und Tourismusbranche brachte ihn weit herum in der Welt: zu den exklusivsten Hotels, schicksten Ferienclubs, auf exquisite Kreuzfahrtschiffe – und auf die Golfplätze an den schönsten Ecken der Erde.

Ende der 90er traf er einen Schulfreund wieder, der inzwischen Manager einer Golfanlage war. Dieser fragte Hasak, ob er nicht in Kürze seinen Job übernehmen wolle. Ein überraschendes Angebot, aber reizvoll. So schlug Thomas Hasak ein. Seither arbeitet er in der Golfbranche. Die Entscheidung für den beruflichen Schritt „aufs Green“ brachte Thomas Hasak viele Kontakte, die er seit zwei Jahren nun auch für die rotarischen Golfer einsetzt. Die finden sich in Deutschland schon seit über 40 Jahren in der IGFR zusammen, um ihrem Hobby zu frönen. „Gerd Findt ist quasi der ‚Vater der Geschichte‘.

Er hat die Golfing-Fellowship in Deutschland mehr als 30 Jahre lang am Laufen gehalten – mit unglaublich viel Engagement, Zeitaufwand und Kraft. Dabei hat er viele rotarische Golf-Freunde vereint. Mit dem Club haben wir der deutschen Fellowship nun eine juristische Struktur gegeben. Und ein Team, das sie mit Golfturnieren, Events und rotarischem Leben füllt.“ Das bedeutet: Um rechtliche Aspekte kümmert sich ein Notar, gastronomische Fragen klärt eine erfahrene Hoteldirektorin, Events plant ein Marketing-Fachmann, Geldfragen löst eine Finanzexpertin und auch fürs Internet gibt es einen Spezialisten. Hasak selbst ist zuständig für Koordination und Strategie.

„Und für die Anbindung an Rotary International haben wir den künftigen Weltpräsidenten der Golf Fellowship ins Team geholt – Friedhelm Zanella (RC Frankfurt/ Main-Paulskirche). Er wird 2019 sein Amt antreten.“ Vom Urgestein bis zum Spezialisten – Hasak sieht den neuen Club gut aufgestellt und arbeitet mit dem Team daran, die lange Tradition der rotarischen Golfer in Deutschland fortzusetzen. Einerseits sollen Turniere unterstützt und angeschoben werden, andererseits will der Club Infos und Termine sammeln oder auch GolfCharity-Aktionen unterstützen. Zusätzlich schnürt der Club bereits an attraktiven Angeboten für rotarische Golfer: Greenfee-Pakete, Kooperationen, Golfartikel etc. „Der 1. Rotary Golfclub soll für die rotarischen Golfer in Deutschland die erste Anlaufstelle werden, wenn es um ihr Hobby geht“, sagt Hasak.

Große Turniere voraus
In den nächsten Tagen werden in ganz Deutschland die rotarischen Golfer wieder pitchen und putten. Spätestens im Sommer treffen sich viele clubübergreifend zu Meisterschaften, im Juli sind zum Beispiel die Offenen Deutschen Rotary Golfmeisterschaften in Bad Saarow am Scharmützelsee geplant. „Das Besondere ist: Man muss sich nicht qualifizieren. Jeder Rotarier, der sich anmeldet, darf mitspielen, seine Familie ebenso. Ob Handicap 0 oder Clubvorgabe 54. Bei uns kann jeder Meister werden. Auch das ist rotarische Freundschaft, so kommt der größtmögliche Austausch untereinander zustande“, sind sich Hasak und sein Team sicher.

2019 dürfen sich die rotarischen Golfer auf ein ganz besonderes Ereignis freuen: die 54. Rotarische Golf-WM, also Golf-Weltmeisterschaften im eigenen Land (26. bis 31. Mai 2019). Der Wettbewerb soll auf mehreren Plätzen rund um Hamburg stattfinden – fünf Tage lang Golfen, zeitlich direkt vor der Convention. Thomas Hasak hat bereits eine Vorstellung, wie es werden könnte: „Dort sollte das deutsche Team mit der zahlenmäßig stärksten Mannschaft auflaufen – und einem tollen Konzept, das rotarische Leitsätze mit Gastfreundschaft pur verbindet.“

Das Ergebnis zählt
Dass er selbst dann wohl wieder nicht zum Golfen kommen wird, stört Thomas Hasak nicht. Es sei wohl wie im Turnier – das Ergebnis zähle. Bestes Beispiel: Profigolfer Bernhard Langer. Der hatte 1981 seinen Ball in der Krone einer riesigen Esche vorgefunden – und eben von dort abgeschlagen, erzählt Thomas Hasak. "Die Zuschauer waren begeistert, als der Anhausener den Ball aus der Astgabel mit einem Sandwedge direkt auf das Grün spielte. Wenn uns in Hamburg – übertragen gesehen – etwas Ähnliches gelingt, sind wir alle happy. Und danach ist ja noch Convention! Also: Ich freue mich drauf." 

Erschienen in Rotary Magazin 4/2018

Rotary Magazin 4/2018

Rotary Magazin Heft 4/2018

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