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Aktuell

Projekt "SOS.Kinder.Welt"

Aktuell - Projekt
© Rotary (alle)

Ein Global-Grant-Gemeinschafts-Projekt aller Tiroler Rotary Clubs im Wert von 40.000 Dollar

08.07.2017

Unter dem Eindruck der Flüchtlingswelle durch Tirol im Jahr 2015 hatte die Gemeindienst-Beauftragte Doris Steinmüller-Nethl vom RC Innsbruck-Alpin mit Präsident Alfred Fraidl die Idee eines Projektes zugunsten von Flüchtlingskindern unter finanzieller Beteiligung aller Tiroler Rotary Clubs.

Bald war das vom Tiroler Hermann Gmeiner in Tirol gegründete SOS-Kinderdorf als kompetenter Partner an Bord, und ein einzigartiges und zukunftsorientiertes Projekt mit Namen „SOS.Kinder.Welt“ wurde entwickelt:

Im Zentrum dieses Projektes standen in Innsbruck lebende Flüchtlingskinder im Alter von null bis zehn Jahren, denen ein strukturierter Kindergarten- oder Schul-Besuch nicht möglich ist. Sie müssen mit traumatisierten Eltern und anderen Erwachsenen in beengten räumlichen Verhältnissen unter einem Dach, teils mangelhaft betreut und sozial isoliert, den ganzen Tag so verbringen.

Mit diesem Projekt wollte Rotary Tirol nachhaltig und signifikant den Unschuldigsten der Armen unter den Flüchtlingen mit kompetenter Unterstützung von SOS-Kinderdorf Ablenkung und Freude in ihrem tristen jungen Leben bereiten und gleichzeitig frühe Weichen für Integration stellen

Schließlich kam aus den Beiträgen aller Tiroler Rotary Clubs und dem Schweizer Partner Club des RC Innsbruck-Alpin, dem RC Appenzell Alpstein, ein Betrag in Höhe von rund 40.000 US-Dollar zusammen, eine gute Basis für ein Rotary Global Grant Projekt.

Der Zielstrebigkeit, dem zeitlichen, intellektuellen und finanziellen Einsatz von Initiatorin und Projektleiterin Doris Steinmüller-Nethl ist zu verdanken, dass nach nicht unbeträchtlichem Verwaltungsaufwand im Juni 2017 der Global-Grant-Antrag von der Rotary Foundation genehmigt und finanziell gefördert worden ist. Auch das Rotary international Europa and Africa Office hat sich finanziell am Projekt beteiligt. Jetzt ist das Projekt mit rund 100.000 US-Dollar gesichert.

Flüchtlinge, Frauen, Schreiben, Lesen, Kinder
Die Größeren lernen Lesen und Schreiben, weil arabische Buchstaben hier nicht oft benutzt werden - und die Eltern lernen mit.

Kinder finden rasch eine gemeinsame Sprache. Die Realität zeigt als wichtigen Nebeneffekt, dass Mütter unterschiedlicher Kulturen und Religionen, die ihre Kinder in die Kinder-Tages-Stätte bringen, untereinander mit viel gegenseitigem Respekt zu kommunizieren beginnen und sich mit unserer Sprache und unserer Kultur beschäftigen. Als weitere Entwicklung ist zu erkennen, dass auch Väter mit ihren Kindern in die Kinder-Tages-Stätte kommen und die Gleichstellung von Frau und Mann zu leben beginnen.

Das Projekt wird bereits von der Tiroler Landesregierung mit Wohlwollen beobachtet, und eine „Expansion“ des Projektes mit finanzieller Beteiligung des Landes Tirol in andere Städte ist angedacht – Doris Steinmüller-Nethl und Rotary sei Dank.

Alfred Parth
RC Kufstein

Flüchtlinge, Frauen, Schreiben, Lesen, Kinder, Tirol
Eindrücke aus der Arbeit mit den Kindern im Flüchtlingsprojekt