Rotes-Kreuz-Bericht - Weniger Naturkatastrophen fordern weniger Opfer

Als der Regen im Norden Pakistans begann, ahnte niemand, welches Leid er mit sich bringen würde. Nach langer Trockenzeit und sengender Hitze ersehnt, prasselte der Niederschlag Ende Juli 2010 auf das arme Land nieder und brachte die Flüsse zum Übertreten. Von der Provinz Khyber Pakhtunkhwa wälzten sich die Wassermassen südwärts. Sie verschlangen Bäume, Straßen, Brücken und ganze Dörfer bis in die südliche Provinz Sindh. Die traurige Bilanz: rund 2.000 Tote, 3.000 Verletzte und über 1,7 Millionen zerstörte Häuser. Mehr als 18 Millionen Menschen waren von der Katastrophe betroffen. © Alex Wynter/IFRC

24.10.2013

Rotes-Kreuz-Bericht 

Weniger Naturkatastrophen fordern weniger Opfer

Im Jahr 2012 kam es zu deutlich weniger Naturkatastrophen als in den Jahren zuvor, deutlich weniger Menschen sind durch sie getötet worden. Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hervor.

Während zugleich die Anzahl der Naturkatastrophen mit 364 im Jahr 2012 die zweitgeringste der letzten Dekade ist, lagen die entstandenen Gesamtkosten mit rund 117 Milliarden Euro am fünfthöchsten, allein rund 37 Milliarden Euro entfallen auf Wirbelsturm „Sandy“.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 139 Millionen Menschen von Naturkatastrophen betroffen. Weltweit starben 9.656 Menschen an den Folgen einer Naturkatastrophe, 90 Prozent weniger als jeweils in den vergangenen zehn Jahren zuvor.

Neue Kommunikationstechnologien  sind wichtig

Schwerpunktthema des Berichts, der in diesem Jahr den Titel „Focus on technology and the future of humanitarian action“ trägt, ist die wesentliche Rolle von neuen Kommunikationstechnologien für alle Akteure der humanitären Arbeit wie Regierungen, Zivilgesellschaft, Kommunen und Hilfsorganisationen. So wird deutlich, dass Kommunen, die häufig von Katastrophen heimgesucht werden, durch neuer Technologien wie Frühwarnsysteme deutlich besser in der Lage sind, sich vorzubereiten und die Katastrophe besser überstehen – wie im vergangenen Jahr auf den Philippinen: 6,3 Millionen Menschen waren vom Taifun „Bopha“ betroffen und Tausende konnten gerettet werden, weil 99 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Mobilfunk hat und so Warnungen und Informationen erhalten konnte.

Zugleich benennt der Bericht aber auch bestehende Ungleichheiten hinsichtlich des Zugangs zu modernen Technologien und stellt Herausforderungen an eine künftige Entwicklung deutlich heraus.

Rotary und Naturkatastrophen

Rotary engagiert sich nachhaltig in der Aufbauhilfe nach Katastrophen, wie nach der Flut 2010 in Pakistan, aber auch nach dem Hochwasser in Deutschland in diesem Jahr. Zahlreiche Clubs haben hierzu Spendenaktionen gestartet und -konten ins Leben gerufen.

Ein aktueller Spendenaufruf bezieht sich auf die Folgen eines Erdbebens der Stärke 7,8 in der pakistanischen Provinz Balutschistan am 24. September 2013. Am schlimmsten wurden die Regionen Awaran und Ketch

getroffen. Neben bisher mehr als 600 Toten wurden über 90 Prozent der Häuser zerstört. Der Länderausschuss Deutschland Pakistan und der Rotary Deustchland Gemeindienst (RDG), der die rotarischen Spenden in Deutschland abwickelt, unterstützen den Spendenaufruf. Auch die Fluthilfe für Pakistan geht weiter. "Wenn auch die Medienberichte über die weiterhin große Not unter den betroffenen Menschen nachgelassen haben, die Hilfsbedürftigkeit ist nach wie vor groß und wird ganz bestimmt noch Jahre anhalten", so der Länderausschuss. 



Rotary Magazin 9/2016

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