Lions und Rotary - Augenklinik in Ghana nimmt Betrieb auf

Prof. Dr. Manfred Spitznas (Lions Club Bonn-Godesberg), Augenarzt Dr. Stephan Roth , Schwester Lucy und der ghanaische Augenarzt Dr. Alfred Osafo-Kwaako in der Station für Augenheilkunde in Kpandu. Nicht im Bild: Dr. Henner Krauss (Rotary Club Bad Reichenhall-Berchtesgaden), einer der Initiatoren des Projektes. © privat

24.01.2014

Lions und Rotary 

Augenklinik in Ghana nimmt Betrieb auf

Viele Jahre war es hergewesen, dass das Margaret Marquardt Catholic Hospital in Ghana eine erfolgreiche Station für Augenheilkunde hatte. Dank einer Kooperation von Rotary, Lions und Medizinern vor Ort ist sie nun wieder in Betrieb.

Es war viele Jahre her, dass das Margaret Marquardt Catholic Hospital in Kpandu / Voltaregion in Ghana eine erfolgreiche Station für Augenheilkunde hatte. Weil ein Augenarzt fehlte und die Geräte völlig abgenutzt waren, lief der Betrieb nur noch in der Optikerwerkstatt. Doch die Verwaltungsleiterin des Krankenhauses, Schwester Lucy, hörte nicht auf, sich den Wiederaufbau zu wünschen.

Die German Rotary Volunteer Doctors, kurz GRVD, kannten den Wunsch von Schwester Lucy seit Jahren. Sie wollten das Projekt jedoch erst in Angriff nehmen, wenn auch eine ständige augenärztliche Betreuung der Patienten in Kpandu gesichert erschien. Außerdem mussten Sponsoren für die Beschaffung der notwendigen sehr teuren Geräte gefunden werden.

Und irgendwann war der richtige Zeitpunkt gekommen. Die Studienfreunde Prof. Dr. Manfred Spitznas (Lions Club Bonn-Godesberg) und Dr. Henner Krauss (Rotary Club Bad Reichenhall-Berchtesgaden) hatten sich trotz unterschiedlicher medizinischer Spezialisierung während ihres Berufslebens nicht aus den Augen verloren. Im Ruhestand schließlich stieß der Internist Krauss zu den German Rotary Volunteer Doctors und betreut seit Jahren deren Partnerkliniken in Ghana mit Rat und Tat. Der Augenarzt Spitznas wiederum suchte nach seiner Emeritierung eine ehrenamtliche Tätigkeit beim Aufbau einer Augenklinik in einem Entwicklungsland. Gemeinsam mit dem jungen ghanaischen Augenarzt Dr. Alfred Osafo-Kwaako schmiedeten sie eine große Koalition.

Ein Arzt vor Ort war gefunden

Dr. Osafo-Kwaako erklärte sich gerne bereit als Augenarzt in Kpandu zu arbeiten; hatte doch die Gründerin des Krankenhauses seiner mittellosen Mutter vor Jahrzehnten ein Medizinstudium ermöglicht. Für ihn war es nur konsequent, heute dort zur medizinischen Versorgung beizutragen.

Professor Spitznas und seine Lionsfreunde sammelten sehr erfolgreich viel Geld und baten die einschlägigen Unternehmen um Sachspenden für die Ausstattung der Augenstation. Augenheilkunde ist eines der wichtigsten Anliegen von Lions im Gemeindienst. Insgesamt wurde Ausrüstung für weit über € 250.000.- auf den Weg gebracht.

Henner Krauss organisierte die Vorbereitungsarbeiten vor Ort und GRVD verpflichtete sich, für einen reibungslosen Transport der angeschafften Güter nach Ghana zu sorgen. Tatsächlich erreichten die Transporte in zwei Containern problemlos das Krankenhaus in Kpandu. Außerdem trug und trägt GRVD die Reisekosten der Volunteers, die auch in Zukunft die Augenklinik am Voltasee betreuen werden.

Innerhalb einer Woche waren Geräte angeschlossen

Im November 2013 war es dann soweit. Professor Spitznas brach mit zwei sehr erfahrenen technischen Mitarbeitern der Universitätsaugenklinik Bonn und Optikermeister Ulrich Schulz (RC Lüdenscheid) nach Ghana auf. Eine Woche später stieß noch der Augenarzt Dr. Stephan Roth zum Team. Entgegen allen Befürchtungen standen die bestens renovierten Behandlungsräume zur Einrichtung bereit und die Kisten konnten zügig ausgepackt werden. Innerhalb einer Woche waren Geräte angeschlossen. Der Klinikbetrieb konnte beginnen.

Professor Spitznas ist von der Dankbarkeit der Patienten überwältigt: „Für uns Europäer, die mit der afrikanischen Seele wenig vertraut sind, ist die große Dankbarkeit etwas beklemmend, wenn die Patienten bei der Kontrolluntersuchung am Tag nach der Operation wieder sehen können und vielfach samt Angehörigen vor den Operateuren auf die Knie fallen und ihnen die Hände küssen.“ Wie Dr. Krauss hat er ein erfüllendes Aufgabengebiet für seinen Ruhestand gefunden. Der Termin seiner nächsten Reise nach Kpandu steht schon fest.

 

(J.-Christoph Reimann)

 

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