Guinness-Weltrekord - Nur wer nichts tut, macht alles verkehrt!

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25.09.2013

Guinness-Weltrekord

Nur wer nichts tut, macht alles verkehrt!

Bei Herzstillstand sind sofortige Maßnahmen entscheidend – und einfach! Das Einzige, was Laien falsch machen können, ist nichts zu tun. Im Rahmen der "Woche der Wiederbelebung" wurde in Münster unter der Mitwirkung des RC Münster-Westfalen ein Guinness-Weltrekord für das größte Training in Wiederbelebung erreicht

Unter dem Motto „Münster, die Stadt der Herzen. Prüfen, Rufen, Drücken“ nahmen fast 12.000  Schülerinnen und Schüler der Münsteraner Schulen an der von Professor Dr. Hugo Van Aken (Universitätsklinikum Münster, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin) geleiteten Aktion teil. Viele Mitglieder des Rotary-Clubs Münster-Westfalen halfen dabei – sowohl persönlich als auch mittels Spenden. Rotarische Unterstützung kam auch durch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (RC Münster-Rüschhaus), Oberbürgermeister Markus Lewe (RC Münster-Himmelreich und dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theo Windhorst (RC Bielefeld-Süd). Mit vollem Erfolg – die Begeisterung war groß, der Rekord geschafft.

Bereits drei bis fünf Minuten nach einem Herzkreislaufstillstand treten unwiderrufliche Schäden des Gehirns auf. Das sind genau die Minuten, die über ein Menschenleben entscheiden können. Obwohl ein Herzstillstand in ca. 60 Prozent aller Fälle von jemandem beobachtet wird, beginnen in Deutschland weniger als 18 Prozent der Umstehenden mit Wiederbelebungsmaßnahmen, um rein mechanisch die Funktion des Herzens, welche den Körper und damit das Gehirn mit Sauerstoff versorgt, aufrechtzuerhalten. Da der professionelle Rettungsdienst zwar schnell, jedoch nahezu nie innerhalb von fünf Minuten beim Patienten sein kann, sind diese auf die Maßnahmen der Ersthelfer angewiesen.


Und so gehts:


1. Prüfen: Keine Reaktion? Keine oder keine normale Atmung?
2. Rufen: 112 wählen

3. Drücken: Fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs, mindestens 100 Mal in der Minute, solange bis Hilfe kommt

Die Überlebensrate nach kardial bedingtem Kreislaufstillstand beträgt nach einem Jahr ohne Laienreanimation zehn Prozent, mit Laienreanimation 18 Prozent. In Deutschland könnten dieser Quote zufolge jedes Jahr  5 600 Menschenleben gerettet werden. Zum Vergleich: Die Zahl der Verkehrstoten pro Jahr liegt bei ca. 3 200. Deutschland hat hier einen hohen Nachholbedarf: In den Niederlanden und skandinavischen Ländern machen 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung im Notfall eine Herzdruckmassage. Das Ministerium für Schule  und Weiterbildung NRW beabsichtigt als erstes Bundesland, die Basismaßnahmen zur Wiederbelebung in einen Erlass aufzunehmen.

 

 

Erschienen in Rotary Magazin 11/2013

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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