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RAAM

Radfahren für Polio in Corona-Zeiten

RAAM - Radfahren für Polio in Corona-Zeiten
© Rotary RAAMs Polio (zwei Fotos)

Nachdem im letzten Jahr alles virtuell lief beim Race Across America, will die rotarische Radlergemeinde in diesem Jahr wieder nach Bestzeiten und Spendenrekorden beim härtesten Radrennen der Welt greifen — und schickt einen Solo-Racer auf die Strecke.

14.01.2021

Der rotarische Sportler ist kein Unbekannter — er hat mit dem Team Rotary RAAMs Polio schon vier Mal das Race Across America bestritten: Kurt Matzler vom RC Innsbruck-Goldenes Dachl, Managementprofessor an der Universität Innsbruck und Rennradfahrer aus Passion. Nachdem das RAAM 2020 für ihn quasi ausgefallen war — geradelt wurde nur am Heimatort auf dem Hometrainer — trainierte er mit seiner Lebensgefährtin Ruth Brandstetter im Team. Zudem hat er das Race Around Austria mit rund 2.200 Kilometer und mehr als 30.000 Höhenmeter absolviert — er kam als Achter ins Ziel — und und und...

Doch nun geht Matzler das Solorennen im Sommer an. Dazu gekommen ist er, weil er in einer Pressekonferenz Spender motivieren wollte, sich dem guten Zweck der Polio-Spenden zu verschreiben: "Und wenn wir es schaffen, mehr als eine Million an Spenden einzuwerben, dann fahre ich das Rennen solo." Das Spendenziel wurde deutlich übertroffen und Matzler bereitet sich schon einige Zeit vor, derzeit eher mit Skitouren in den Alpen und Muskeltraining für Rumpf und Nacken.

Denn sein Ziel ist, im Sommer in elf Tagen die knapp 5.000 km lange Strecke des RAAM zu absolvieren. Anstatt sich mit Teamkollegen abwechseln zu können, muss er die steilen Anstiege in den Rocky Mountains, die Hitze auf einigen Teilstrecken und die ewig graden Pisten mit Gegenwind plus Highway-Verkehr dann alleine wuppen.

Nur vier, fünf Stunden Schlaf will er sich zwischen den Etappen gönnen - alle Pausen, Wechsel, Schlaf-Stopps in Hotels hat er bereits geplant. Und neun Unterstützer stehen in mehreren Autos bereit. Sponsoren helfen finanziell weiter. Auf deren Spendenbereitschaft setzt Matzler und wirbt auch weiterhin um Unterstützung.

Zusätzlich hält der Professor für strategisches Management Vorträge, deren Honorare er spendet. Und auch sie haben mit dem Radfahren zu tun. Thema: Motivation, Disziplin, Leadership — Was können Führungskräfte aus solchen Extremprojekten wie dem Race Across America lernen?

Alles zusammen zeigt: Die Vorbereitungen für den nächsten heißen Ritt quer durch Amerika laufen auf Hochtouren. Sobald der Startschuss gefallen ist, ist das Rotary Magazin als Berichterstatter wieder dabei.


Spenden weiterer Unterstützer sind willkommen und werden HIER gesammelt. Oder über:

Cycling to Serve Austria
IBAN: AT59 2032 0322 0228 5619