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Titelthema

Göttliche Vielfalt

Zweitausend Jahre Christentum schufen eine nahezu unendliche Vielfalt an kirchlichen Bauten – eine kleine Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit

01.12.2017

Die Kirche ist der zentrale Ort des Gottesdienstes christlicher Kirchengemeinden. Sie dient der gemeinsamen Andacht, in der das Wort Gottes verkündet wird und die Sakramente gespendet werden, sowie der Versammlung der Glaubensgemeinschaft. Je nach Zweck werden verschiedene Kirchenarten unterschieden.
Die Pfarrkirchen sind die Hauptkirchen einer Kirchengemeinde. Daneben unterhalten die Gemeinden auch Kirchen und Kapellen mit einzelnen Funktionen wie die Friedhofskapelle. Klosterkirchen sind die Gotteshäuser in Klöstern und Abteien. Auch der Begriff Münster (von lat. monasterium, „Kloster“) hat hier seinen Ursprung, er wird jedoch heute gleichermaßen für Kathedralen, Pfarrkirchen und Klosterkirchen verwendet. Die Stiftskirche gehört zu einem Stift, das sich von einem Kloster vor allem dadurch unterscheidet, dass es von den Stiftsherren, bzw. -damen bewohnt wird.
Als Kathedrale werden in der katholischen und den orthodoxen Kirchen die Bischofskirchen bezeichnet. Von der Spätantike bis ins hohe Mittelalter wurde in der Westkirche häufig neben die Kathedrale eine Taufkapelle (Baptisterium) gebaut. Als Dom oder Domkirche werden Kirchen bezeichnet, die sich durch ihre Größe, architektonische und künstlerische Besonderheiten oder eine besondere historische Bedeutung auszeichnen. Als Basilika werden einerseits frühchristliche mehrschiffige Sakralbauten der Spätantike bezeichnet, andererseits ist Basilika auch ein von der katholischen Kirche für besondere Kirchengebäude verliehener Ehrentitel.
Daneben gibt es je nach Zweck viele weitere Kirchenarten wie Wallfahrtskirchen, Spitalkirchen, Krankenhauskapellen, Anstaltskirchen oder Autobahnkirchen. Der Bau der Gotteshäuser wurde vor allem durch das das örtliche Baumaterial und die lokale Bautradition für religiöse Gebäude geprägt.