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Bonn

Hands-on für die » Gute Graue «

Bonn - Hands-on für  die » Gute Graue «
Hands-On im doppelten Sinne praktizierten der RC Bonn-Kreuzberg und die jungen Mitglieder des Rotaract Club Bonn. Dabei ging es um die Weiterbepflanzung einer Streuobstwiese im Bonner Stadtteil Rüngsdorf, die von beiden Vereinigungen im vorigen Jahr mit zwanzig jungen Obstbäumen neu angelegt wurde. © Dr. Carsten Bührer

Mit alten Obstsorten bepflanzten Mitglieder von Rotary und Rotaract eine Streuobstwiese in Bonn-Rüngsdorf - ein Projekt, das in vielerlei Hinsicht Früchte tragen kann

Jan Vetter02.01.2016

Zu einer schweißtreibenden Gemeinschaftsaktion trafen sich der RC Bonn-Kreuzberg und die jungen Mitglieder des Rotaract Clubs Bonn. Dabei ging es um die Weiterbepflanzung einer Streuobstwiese im Bonner Stadtteil Rüngsdorf, die von beiden Clubs im vorigen Jahr mit 20 jungen Obstbäumen neu angelegt worden war. Die Pflanzaktion ist gleichzeitig ein Beitrag zur Aktion „Plant for the Planet“. Dabei handelt es sich um eine weltweite Schülerinitiative, mit der bis 2020 rund um den Globus 13 Milliarden Bäume gepflanzt werden sollen. „Pflanzwürdig“ waren in Bonn nur alte heimische Obstsorten wie der Apfel „Goldparmäne“, die Birne „Gute Graue“ oder eine Pflaumenart, die „Große grüne Reneklode“. Die Vielfalt der Sorten trägt entscheidend dazu bei, den Reichtum von Flora und Fauna zu erhalten.


Zum gegebenen Anlass kamen an einem Samstagvormittag rund 30 Aktivisten mit eigenem Gerät zusammen, um unter Anleitung des zuständigen Forstmeisters die Erstanpflanzung zu pflegen, 16 neue junge Bäume zu pflanzen und den Tag mit einem fröhlichen Imbiss zu beschließen. Der Hintergrund: Die Pflanzinitiative mit persönlichem Einsatz passte vorzüglich zum Vitalisierungsprogramm, das der RC Bonn-Kreuzberg vor rund zwei Jahren entwickelt hat. Um allen Clubmitgliedern die Teilnahme am rotarischen Leben zu erleichtern, hatte der Club beschlossen, Hands-on zu einem Aktionsschwerpunkt zu machen.

Ein Club blüht auf
Dadurch sollte veränderten Lebensweisen und Berufsbedingungen Rechnung getragen und Rotary ein zeitgemäßer Zuschnitt gesichert werden. So kann willigen, aber zeitknappen Freunden die Möglichkeit gegeben werden, sich an zeitlich übersichtlichen, familienfreundlichen Clubprojekten zum Gemeindienst zu beteiligen.
In sinnvollen Projekten des sozialen „Hand- und Spanndienstes“ soll diese Idee weiter verfolgt werden. So sollen nur Projekte unterstützt werden, bei denen ernsthafte personelle und finanzielle Not besteht. Denkbar sind Themen wie die Betreuung von alten Personen, Austauschschülern, Kindern oder Flüchtlingen. Geeignete Aufgaben sollen im Kontakt mit Kirchen, Sozialämtern, der Polizei, dem Roten Kreuz oder Streetworkern gefunden werden.