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Rotary trifft Heavy Metal

Rotarier besuchen Wacken-Festival

Rotary trifft Heavy Metal - Rotarier besuchen Wacken-Festival
Die Rotarier Michael Seufert, Rainer Braun, Gerd Martin und Jürgen Abendschein (am Schlagzeug) besuchten zusammen das Wacken-Open-Air 2013. © Karsten Beeck (RC Heide)

08.08.2013

Rotary und Heavy Metal –  das passt nicht zusammen? Und ob! Vier Rotarier aus Deidesheim in der Pfalz habe es bewiesen – ein Bericht über eine rotarische Freizeitunternehmung der etwas anderen Art.

An einem Abend im August 2012 war die spontane Idee geboren: Vier Mitglieder des Rotary Clubs Deidesheim-Mittelhaardt in der Pfalz beschlossen, zusammen das Wacken-Open-Air, das als größtes Hevy-Metal-Festival der Welt gilt, zu besuchen. Noch am selben Abend waren vier Tickets für das Festival bestellt: Wenige Tage später konnten Jürgen Abendschein, Rainer Braun, Michael Seufert und Gerd Martin ihre Eintrittskarte in den Händen halten. Der Weg für eine etwas andere rotarische Freizeitunternehmung der etwas anderen Art war geebnet.

Rotary und Heavy Metal – natürlich sind das keine Gegensätze, die sich ausschließen, finden die vier Clubmitglieder. „Heavy-Metal ist als Stilrichtung in den 70er Jahren entstanden. Daher darf es einen nicht verwundern, dass aufgrund des Entstehungszeitraumes die Fans dieser Musikrichtung nicht nur bei Jugendlichen zu finden sind“, sagt Gerd Martin. So finde man auch Menschen im "besten Alter“, die dieser Musikrichtung verbunden sind. „Und man findet sie, natürlich, auch bei Rotary.“

KLARE AUFGABENTEILUNG

Die vier Männer zwischen 46 und 48 Jahren nutzten fortan die Zeit nach den Clubtreffen, um den Besuch des Wacken-Festivals zu planen. Der Innenausstattermeister Rainer Braun stellte die Fahrzeuge mit Schlafgelegenheit, Sitzmöbeln, Grill und regentauglichem Pavillon zur Verfügung. Der Entwicklungschemiker Michael Seufert kümmerte sich um die Verpflegung. Der Ingenieur Gerd Martin war zuständig für die Ablaufplanung der Konzertbesuche. Und der Leiter eines Ausbildungsinstitutes Jürgen Abendschein habe wertvolle Tipps zum Thema Hygiene unter erschwerten Bedingungen eingebracht, berichtet Gerd Martin augenzwinkernd.

Am Mittwoch, den 31. Juli 2013, reisten die vier rotarischen Freunde Richtung Norddeutschland ab. Das Festival-Gelände in Wacken erreichten sie mit ihrem Auto einen Tag später. Nachdem sie schnell ihr Lager aufgebaut hatten, konnte das Erlebnis Wacken beginnen.

HÖHEPUNKT: KONZERT VON DEEP PURPLE

Insgesamt 85.000 Besucher zählte das Heavy-Metal-Festival in diesem Jahr.  Und obwohl über das ganze Wochenende verteilt etwa 100 Bands auftraten, stand für die vier Rotarier gleich am ersten Abend einer der Höhepunkte an: Der Auftritt von Deep Purple. „Die Platte "Deep Purple in Rock" habe ich als 12-Jähriger im Plattenschrank meiner Schwester entdeckt. Damals habe ich entdeckt, dass das meine Musik ist“, sagt Gerd Martin. „Für Abba und John Travolta konnte ich ab sofort keine Begeisterung mehr aufbringen.“ Auch viele Jahre später hat der Auftritt der Band Gerd Martin schwer begeistert. Es folgten Konzerte von Motörhead, Doro Presch und Rammstein. Letztere Band konnte nicht richtig überzeugen, sind sich die vier Rotarier einig. „Daran hat auch der umstrittene Gastauftritt von Alt-Volkstümler Heino nichts geändert“, sagt Gerd Martin.

Am Sonntag traten die Vier schließlich wieder die Rückreise an – wegen beruflicher Verpflichtungen recht frühzeitig. Den Auftritt von Alice Cooper sahen sie nicht mehr live, sondern auf dem heimischen Fernseher. Zurück im pfälzischen Deidesheim gab es auch schon Zeit, ein Fazit zu ziehen: „Rotary lebt von der Freundschaft“ Und: „Auch wenn Menschen wüst aussehen, müssen es keine wüsten Menschen sein.“.
(Von Gerd Martin)