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Flensburg

Nicht schnacken, machen!

Flensburg - Nicht schnacken, machen!

Einmalig in Schleswig-Holstein: In Flensburg präsentieren sich Vereine und Organisationen aus den Bereichen Sport, Kultur, soziale Dienste sowie offene Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam.

31.01.2018

„Ziel ist es, das breite Spektrum aller Möglichkeiten aufzuzeigen, die Flensburg Kindern und Jugendlichen bietet“, sagte Gerd Pontius vom RC Flensburg-Nordertor.

Die Rotarier organisierten die Veranstaltung am 30. und 31. Januar 2018 in der Flens-Arena gemeinsam mit der Europa-Universität Flensburg, dem Landessportverband und den Sportpiraten e.V. „Schon seit langem sucht die Europa-Universität die Kooperation mit den Flensburger Vereinen, Initiativen und Trägern der Kinder- und Jugendarbeit. Wir freuen uns deshalb, dieses Format erstmalig auf dem Campus präsentieren zu können“, betonte Professor Dr. Jürgen Schwier, Vizepräsident für Studium und Lehre der EUF.

Alle vier Veranstalter hatten gemeinsam mehr als 30 Kooperationspartner aus dem Ehrenamt, dem organisierten Sport, der offenen Kinder- und Jugendarbeit und den Flensburger Kultureinrichtungen zusammengebracht, getreu einem sehr norddeutschen Motto: „Nicht schnacken, machen.“

„Wir wollen damit auch den Gemeinsinn und die Integration in der Stadt stärken“, sagte Dirk Dillmann von den Sportpiraten. „In erster Linie wollen wir aber alle zusammenbringen: Von pro familia über das Landestheater und die Museen bis zur Kampfkunstschule und verschiedenen Jugendclubs, vom Ehrenamt bis zu den organisierten oder städtischen Angeboten.“  Entsprechend groß war nun die Bandbreite: Streetsoccer-Turniere und HipHop, Sportmobil und Cheerleading, Mitmachaktionen für Musik und Theater, Breakdance, Beratungsangebote, Selfie-Wettbewerbe und vieles mehr.

Angesprochen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Stadtgebiet, besonders aus den Deutsch als Zweitsprache-(DaZ)Klassen. Denn der Landessportverband ist mit dem Programm „Willkommen im Sport“ mit dabei. Dieses Projekt  unterstützt gemeinsam Sport- und Bewegungsangebote für geflüchtete Menschen in Deutschland und erhält eine Förderung vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): „Wir möchten eine Plattform bieten, andererseits Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten aktiv miteinbeziehen, sowohl als Sporttreibende als auch als ehrenamtlich Engagierte“, so Karsten Lübbe, Programmleiter „Integration durch Sport“ beim Landessportverband.

Die Schirmherrschaft für die zweitägige Präsentation hatte Oberbürgermeisterin Simone Lange übernommen. „Flensburg ist eine weltoffene und bunte Grenzstadt, in der wie Willkommenskultur wirklich leben. Ein so unkonventionelles Bündnis über die Grenzen der Institutionen und der Bereiche hinweg passt zu uns“, betonte sie.

Auch der Deutsche Olympische Sportbund zeigte sich von Flensburgs Vorhaben beeindruckt. Karin Fehres, Vorstand für Sportentwicklung, hält die Veranstaltung für etwas Besonderes: „Sport allein kann bereits Integration und Zusammenhalt stiften, aber diese einmalige Veranstaltung in ihrer breiten Zusammensetzung aus Initiativen, Vereinen und Institutionen zielt auf Vernetzung und Verbindung aller Lebensbereiche der Stadt. Ich bin sicher, dass sie ein großer Erfolg wird.“

Gisela Walter