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Distrikt

Eine Zukunft schaffen

Distrikt - Eine Zukunft schaffen
© Kindern eine Chance/A Chance for Children

Eine Schule für die Kinder, Ausbildung für Jugendliche - der Distrikt 1910 unterstützt gemeinsam mit dem Distrikt 1920 in diesem Jahr Projekte in Uganda, vor allem den "Campus of practical skills".

10.07.2019

Der "Campus" ist das Leuchtturmprojekt für die Amtszeit von Governor Melitta Becker-Unger und ihres Amtskollegen Walter Ebner. Der Campus wurde inititiiert von Stefan Pleger aus Tirol, der nach Jahren bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen 2009 zunächst das Projekt "Kindern eine Chance" gründete. Damit sollte ugandischen Kindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden.

Daraus entwickelte sich die NGO "A Chance for Children", die inzwischen in ländlichen Regionen Ugandas Land für Ausbildungsstätten erwarb. Das Landstück für den nun geplanten Campus ist etwa 60 Hektar groß und befindet sich 70 km westlich von der Hauptstadt Kampala. Dort sollen Schulungs- und Behinderteneinrichtungen errichtet und betrieben werden.

Der nächste Schritt ist der Bau des "Campus of Practical Skills", der jungen Menschen eine handwerkliche Ausbildung bieten wird. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Tätigkeiten in der Landwirtschaft: Ackerbau, Viehzucht, Kleintierhaltung, Baumschule und Agrar-Forstwirtschaft. Dazu kommt Wissen über vor- und nachgelagerte Gewerbe, darunter Landmaschinentechnik, Produktverarbeitung, Nutzung von Biogas, Bodenuntersuchungen im Labor. Ziel des Projekts ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Jungen Menschen sollen neue - berufliche - Perspektiven geboten werden. Bis zu 800 Personen im Jahr sollen in dem Zentrum einmal lernen. Insgesamt je 250.000 Euro sind drei Jahre lang für den Aufbau eingeplant.

Und Rotary will dabei helfen: Vorgesehen ist, Brunnen für die Wasserversorgung des Ausbildungszentrums zu errichten und in der Ausbildung zu unterstützen. Die Distrikte 1910 und 1920 wollen außerdem dazu beitragen, dass ein Brunnenbohrgerät im Wert von 140.000 Euro angeschafft werden kann - um so das Bohren von zumindest 50 weiteren Brunnen in den nächsten Jahren zu ermöglichen.

Aktuell haben 15 Rotary Clubs zugesagt, den Campus finanziell und mit persönlicher Expertise zu unterstützen, darunter auch afrikanische Clubs. Besonders positiv werten die Macher, dass das Projekt die Chance hat, irgendwann durch die regionale Bevölkerung übernommen zu werden. Zudem ist es auf andere Regionen übertragbar.