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Distrikt 1830

Auszeichnung für junge Tüftler

Distrikt 1830 - Auszeichnung für junge Tüftler
Die drei Preisträger erhielten insgesamt 5000 Euro. © Peche

Ihr besonderer Erfindergeist wurde jetzt durch den Förderpreis des RC Mühlacker-Enzkreis gewürdigt.

Frieder Abele01.03.2017

Während der Musikpreis des RC Mühlacker-Enzkreis bereits etabliert ist, betraten die Clubfreunde mit der Ausschreibung eines Förderpreises für Technik in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim Neuland. Es soll alle zwei Jahre im Wechsel mit der Belohnung für besondere Leistungen im musikalischen Bereich wiederholt werden.

Bei dem mit 5000 Euro ­dotierten Technikförderpreis gehe es nicht zuletzt um einen Baustein zum Erhalt Deutschlands als führender Industrienation und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der ­Unternehmen, erklärte Clubpräsident Fritz Schäfer. Deshalb habe Rotary seine Förderung von sozialen Projekten und künstlerischen Talenten um Technik und Wissenschaft ­erweitert.  Zusammen mit der Hochschule wurden zahlreiche Abschlussarbeiten von Studenten gesichtet und durch eine Jury aus Hochschullehrern und Rotariern bewertet.

Gesucht waren innovative Arbeiten aus den Themenfeldern Produkt­entwicklung, Produktionstechnik und Produktionsmanagement, die wissenschaftlichem Anspruch genügen und gute Chancen haben, in die Praxis umgesetzt zu werden.

Neugierde wecken
Anlässlich der Preisverleihung sagte Präsident Schäfer: „Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das Land der Tüftler und Erfinder. Dieser Erfindergeist ist nötig für eine prosperierende Volkswirtschaft, für unsere Zukunft und die Veränderung der Welt.“ Die Bachelorthesis des ersten Preisträgers, Christian Rommelfanger, klingt dabei zunächst banal: Er wollte das Schutzgitter eines Lüfters energetisch optimieren, aber nicht durch sonst aufwendige und teure Entwicklungen von Prototypen, sondern durch mathematische Modelle. Sein Lösungsvorschlag: ein gewendelter Draht mit einer Ober­fläche aus Tetraedern – strömungstechnisch so günstig, dass tatsächlich zehn Prozent Energie beim Lüfterbetrieb eingespart werden können.

Ein weiterer Preisträger ist Artur Fleischhauer, er hat eine Prüfmaschine entwickelt, mit der man den Verschleiß durch Reibung und zugleich erhöhte Temperaturen bei flexiblen Metallschläuchen messen kann. Dies ist wichtig, weil die Wahl des Werkstoffes für diese flexiblen Verbindungen etwa in Motoren entscheidend ist, ob sich die Schlauchstruktur nachteilig verändert. Ein interessantes Konzept zur Einführung von Industrie 4.0 hat Steffen Meininger erarbeitet. Hier geht es um eine flexible und schnelle Reaktion auf Kun­denwünsche durch eine Optimierung des Produktions­prozesses.

Frieder Abele, geboren 1951, ist ausgebildeter Diplomingenieur (TH). Als
selbständiger Bauingenieur betrieb er viele Jahre lang ein Unternehmen, das sich mit dem Bau von schlüsselfertigen Häusern beschäftigte, darunter zahlreiche Kindergärten und Schulen. Inzwischen übernimmt Abele nur noch kleine Bauaufgaben, um sich meinen Hobbys - Rotary und Golfen - besser widmen zu können.